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letztes Update 06.07.2001

AKTUELL:

15.06.2001, SN
Luxushotel in alten Klostergängen
MONDSEE. Die Revitalisierung des Schloss Mondsee ist eine fast unendliche Geschichte. 1985 fasste Hans Asamer den Plan, das Schloss zu revitalisieren. Jetzt ist das Werk fast beendet. In diesen Tagen öffnete das Nobel-Kurhotel Schloss Mondsee im ehemaligen Benediktinerkloster erstmals seine Pforten. Dem ging ein jahrelanges nervenaufreibendes Tauziehen mit dem Bundesdenkmalamt zuvor. Acht Jahre lang führte das Denkmalamt Notgrabungen durch. Doch das Geld, um die Funde genauer zu untersuchen hat das Denkmalamt leider nicht, klagt Bürgermeister Otto Mierl (VP). Jetzt liegen Pläne für einen Erweiterungsbau im sogenannten Obstgarten vor.   (Mehr Aktuelles)



 
AKTUELLES:
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11.06.2001, OÖN
Denkmalschützer entsetzt über Neubau
LINZ. Große Zufriedenheit beim Bauherrn, dem Generaldirektor der Raiffeisen-Landesbank, tiefe Frustration beim Bundesdenkmalamt. Die Denkmalschützer sind gar nicht erfreut über den Neubau am Europaplatz. Der großzügige Garten um das Schaller-Haus ist verschwunden und die ehrwürdige Villa ist kaum mehr zu sehen. Die Liste der Negativbeispiele sei lang, auch auf einen "Ortsbild-Schutz" hoffe man da vergeblich: Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür seien "völlig schwammig". Man könne heute nicht einmal mehr den Abriss historischer oder für das Ortsbild wichtiger Gebäude verhindern.

31.05.2001, OÖN
Bruderhaus: Mehrere Kompromisse abgelehnt
STEYR. In der Auseinandersetzung um die Sanierung des Bruderhauses zwischen Pfarre und Denkmalamt wird es zu einem eigenen Verfahren kommen. "Bei der Bauverhandlung hatte die Fachabteilung für Altstadterhaltung die Kompetenz des Magistrates wahrzunehmen. Die Belange des Denkmalschutzes werden in einem eigenen Verfahren durch das Bundesdenkmalamt abgehandelt, das Bernd Euler bearbeitet", so Hans Jörg Kaiser, “Mehrere Kompromisse wurden vom Bauwerber jedoch nicht akzeptiert. Ein Dachgeschoßausbau des Bruderhauses würde bedeuten, dass die gesamte bedeutende Dachlandschaft in Steyr von wesentlichen Eingriffen bedroht ist.” (vgl. 30.05.2001 etc.)

30.05.2001, OÖN
Auch Bauverhandlung löste nicht Disput um Bruderhaus
STEYR. Das Bruderhaus, ein ehemaliges Altersheim an der Sierninger Straße, sorgt weiterhin für Aufregung. Auch die Bauverhandlung brachte keine Annäherung der beiden Konfliktparteien. Pfarrer Alexander Kronsteiner, der das denkmalgeschützte Haus samt Kirche im vergangenen Jahr kaufte, will dort 15 kleine Studenten-Wohnungen unterbringen, davon fünf im Dachgeschoss. Hans Jörg Kaiser von der städtischen Fachabteilung für Altstadterhaltung führt in einem Gutachten aus, dass der barocke Dachstuhl jedoch nicht verbaut werden dürfe. Problematisch wären auch die vielen Nasszellen, für die man die Decken zu oft durchlöchern müsste, deswegen tritt Kaiser für Wohngemeinschaften ein, die weniger Sanitäranlagen benötigen. Pfarrer Kronsteiner beharrt jedoch auf 15 Wohnungen, um das Projekt wirtschaftlich führen zu können und droht: “Wenn wir den Umbau nicht nach Plan machen dürfen, lassen wir das Haus verfallen.” (vgl. 31.05.2001, 18.04.2001)

09.05.2001, OÖN
Schlossberg: Sanierung soll Mitte Juni beginnen
LINZ. Die Ausgrabungen am Schlossberg sind nach dem “Nein” zum Musiktheater vor einem halben Jahr zum Erliegen gekommen. Jetzt will das Land OÖ Mitte Juni mit der Sanierung des Areals beginnen. Der Bereich der 500 Jahre alten Befestigungsanlage soll begrünt und ebenerdig zugänglich gemacht werden. Das Turminnere soll aber nicht zu betreten sein. Beim Turm selbst wird das Kuppeldach vollständig restauriert sowie das gesamte Bauwerk zusätzlich mit einer Glaskonstruktion überdacht. Landesrat Aichinger ist jedoch nicht gewillt, auch für die Restaurierungsarbeiten am Turm aufzukommen: “Unser Budget ist erschöpft. Da müssen sich die Herren vom Bundesdenkmalamt etwas einfallen lassen.” (vgl. 09.04.2001 etc.)

03.05.2001, OÖN
Gmunden: Diskussion um Hotelbau im Toskana-Park dreht sich jetzt im Kreis
Jetzt ist wieder ein Bauplatz im Toskana-Park im Gespräch, der schon vor Jahren einmal gescheitert ist. Schon seinerzeit beim Kongresshausbau hat man einen Hotelstandort unmittelbar in der Nähe vorgesehen. Dieser Standort mit mehreren tausend Quadratmeter ist unmittelbar rechts, nach dem Zugang vom Parkplatz. Das Projekt wurde damals wieder verworfen, als Alternative hätte nur ein Hotelbau, direkt vor dem Kongresszentrum selbst Zustimmung gefunden. Dann kam das Asamer-Projekt, das vom Denkmalamt kategorisch abgelehnt wird. Und bei einer Begehung am 23.04. kam dieser Standort wieder in Diskussion. Ungeklärt ist aber noch, unter welchen Auflagen das Denkmalamt einer Verbauung zustimmen würde und wer das Hotel letztlich bauen soll. (vgl. 23.04.2001 etc.)
ACHTUNG: Das KOMITEE ZUR ERHALTUNG DES TOSKANAPARKES bittet auch um Ihre Unterstützung

27.04.2001, OÖN
Heftiges Dementi der Parteien zu Landesausstellungs-Gerücht
SCHÄRDING. Um- und Neubauten in der Schloßgasse sind nötig, damit die Stadt für “ihre” Landesausstellung gerüstet ist. Jetzt ist aber das Gerücht aufgetaucht, dass die Gebäude um 3 Meter erhöht werden sollen. “Alles Blödsinn”, dementiert SP-Vizebürgermeister Danner. Außerdem sei das Bundesdenkmalamt von der ersten Planung an miteingebunden gewesen. Jetzt steht der Umbau kurz bevor, die erste Bauverhandlung ist schon über die Bühne gegangen. (vgl. 26.07.2000 etc.)

23.04.2001, OÖN
Knalleffekt im Gmundner Gemeinderat: Ein Hotelprojekt am Seebahnhof-Areal
GMUNDEN. Jetzt scheint Bewegung in die Diskussion um das Hotelprojekt im Toskana-Park gekommen zu sein. Statt dem heftig umstrittenen Standort im denkmalgeschützten Park wird jetzt ein mögliches viergeschossiges Hotelprojekt am Areal des Seebahnhofs vorgeschlagen. Damit könnte sich - neben dem Denkmalamt - auch die Fraktion der Grünen im Gemeinderat anfreunden, die am heftigsten gegen das ursprügnliche Hotelprojekt aufgetreten sind. (vgl. 03.05.2001, 30.06.2000 etc.)
ACHTUNG: Das KOMITEE ZUR ERHALTUNG DES TOSKANAPARKES bittet auch um Ihre Unterstützung

18.04.2001, OÖN
Bruderhaus-Sanierung brachte Zwist zwischen Pfarrer und Denkmalschützer
STEYR. Gar nicht brüderlich geht es bei der bevorstehenden Sanierung des Bruderhauses an der Sierninger Straße zu. Die Pfarre St. Michael will das historische Objekt mit 15 Kleinwohnungen ausstatten. Nun leitete das Denkmalamt ein Verfahren ein, weil Gefahr besteht, dass durch den Ausbau das historische Gebäude Schaden leidet. Der barocke Dachstuhl wird nämlich sehr hoch bewertet, sagt Bernd Euler-Rolle vom Denkmalamt. Und jetzt sollen im Dachgeschoß fünf der geplanten Kleinwohnungen untergebracht werden. Pfarrer Kronsteiner hofft auf Einlenken der Denkmalschützer: “Was ist wichtiger, dass fünf junge Menschen ein Daheim haben oder ein leerstehender Dachstuhl”, fragt er. Ohne der Wohnungen im Dachgeschoß sei die Sanierung nicht wirtschaftlich. Er bezweifelt außerdem, ob der Dachstuhl überhaupt aus der Barockzeit stammt, denn 1842 gab es einen Stadtbrand. Jetzt wird noch einmal begutachtet und eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeitsrechnung durchgeführt. (vgl. 30.05.2001 etc.)

12.04.2001, OÖN
Wirbel um Gemälde: Stadtchef benutzt Archiv als Fundgrube für Ehrengaben
STEYR. Ein Gemälde von Franz Dworschak (1896-1985) aus dem Stadtarchiv, hängt jetzt im Rathaus von San Benedetto in Italien. Bürgermeister Leithenmayr (SP) hatte das Aquarell seinem Amtskollegen Berazoli zur Besiegelung der Städtepartnerschaft zum Geschenk gemacht. Die Beschaffung dieser Ehrengabe prangert jetzt FP-Gemeinderätin Elfriede Reznar als “Verschenkung von Kulturgut” an und bemängelt, dass mit diesem leichtfertig herbeigeführten Schwund des Bestandes des Stadtarchives auch Quellen zur Erforschung der Lokalgeschichte für immer versiegten. Reznar habe Kenntnis, dass zuvor schon für eine Gemäldegabe der Fundus herangezogen worden sei. Auch das Bundesdenkmalamt ließ keine Zweifel offen, dass der kommunale Kunst- und Aktenspeicher kein Fundus zur freien Geschenkentnahme ist. “Die Archivalien fallen unter Denkmalschutz”, bestätigt auch Christian Grund von der Rechtsabteilung des Denkmalamts, “die Stadt hätte eine Genehmigung einholen müssen.”

09.04.2001, OÖN
Alter “Pfarrhof” in Aichet bedroht: Berufung gegen Denkmal-Bescheid
STEYR. Der als “Pfarrhof” bekannte Bau an der Aichetgasse - ob er je wirklich ein Pfarrhof war ist ungeklärt - ist vom Abbruch bedroht. Gegen den Bescheid des Denkmalamtes zur Unterschutzstellung wurde von der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft der Stadt und der Erste Wohnungsgenossenschaft Steyr Berufung eingelegt. Sie wollen zwischen Aichetgasse und Dachsberg Reihenhäuser bauen, dabei ist das Gebäude im Weg. Franz Kohout vom Bundesdenkmalamt sieht das Gebäude aber als erhaltenswert an, da der älteste Baukern aus dem 15/16. Jh.und die Fassade aus dem ersten Drittel des 19. Jh. stammt. GWG-Direktor Haratzmüller kontert mit Unwirtschaftlichkeit: “Die Böden sind kaputt, die Geschosse zu niedrig”. Außerdem gibt es Probleme mit der Zufahrt. (vgl. 03.08.2000)

09.04.2001, OÖN
Stummer Zeitzeuge einer vergangenen Epoche wartet auf Entscheidung des Schlossherrn
LINZ. Das “Nein” der Oberösterreicher zum Musiktheater hat auch die archäologischen Notgrabungen am Schlossberg zum Stillstand gebracht. Der freigelegte Wehrturm aus dem 15. Jh. soll erhalten werden. Das Land als Eigentümer arbeitet nun an einem Gesamtkonzept. Eine Entscheidung wird es vermutlich im Mai geben. (vgl. 09.05.2001, 14.03.2001 etc.)

29.03.2001, OÖN
Finanzministerium pfeift Bad Ischl zurück: Schenkung verbietet Bau im Kurpark
BAD ISCHL. Ein Gutachten der Finanzprokuratur hat jetzt das umstrittene Projekt eines Wohn- und Geschäftshauses zu Fall gebracht, dem die Stadtgemeinde einen Teil des Kurparks geopfert hätte. Der Hintergrund ist allerdings kurios: Der Kurpark ist nämlich eine Schenkung des Ischl-Förderers und Gönners Dr. Wirer, und dieser legte im Schenkungsvertrag fest, dass der öffentliche Garten, auf ewige Zeiten zu diesem Zweck bestimmt ist und niemals mit Gebäuden besetzt werden darf. Dazu die Vorgeschichte: Hinter einem Teil des Kurparkes steht seit Jahren ein halb abgebrochenes Haus. Man einigte sich, in dieses eine öffentliche Bedürfnisanstalt, Trafostation u. ä. bei der Renovierung einzubauen, und dafür den Eigentümer Lindmayr in einem anderen Teil des Parkes ein Baurecht einzuräumen. Alle Gemeinderatsabgeordneten stimmten für diese Lösung. Nur Bürgerlisten-Mandatar Nikolaus Wimmer (Liste “Pro Ischl”) stimmte dagegen, mehrere hundert Quadratmeter Park und dazu etwa drei Dutzend (!) Parkbäume zu opfern (1500 Unteschriften gegen das Projekt wurden ebenso gesammelt). Und bei seinen Recherchen stieß er jetzt auf diese Schenkungsurkunde, womit das Projekt wohl entgültig zu Fall gebracht wurde. Auch das Bundesdenkmalamt hat sich vehement gegen eine Verbauung ausgesprochen. (vgl. 17.11.2000)

26.03.2001, OÖN
Franckviertel: Denkmal und Abriss
LINZ. Fünf Häuserblocks im Franckviertel an der Füchselstraße und Fröbelstraße werden unter Denkmalschutz gestellt und erhalten, der Rest der Bebauung wird abgerissen. In zwei Etapppen werden von der GWG 174 Wohnungen gebaut, weil eine Sanierung nicht mehr sinnvoll war. Vier Häuserblocks wurden schon abgerissen.

19.03.2001, OÖN
Denkmalgeschütztes Gebäude mit Unrat und Autowracks verschandelt
STEYR. Seit 1987, als der Altwarenhändler Hermann D. das Areal erwarb, führt er die Behörden an der Nase herum. Jetzt gleicht sein Grundstück in Unterhimmel bereits wieder einer Mülldeponie. Das 1874 errichtete Gebäude Unterhimmelstraße 1 steht als Industriedenkmal unter Denkmalschutz (ehem. Drahtzugwerk der Franz-Werndl-Werke). Er läßt das Haus sukzessive verfallen, brach sogar einen angebauten Nebentrakt ab und tut wenig, um das Ensemble zu erhalten. Für seine Altautos hat er nun wieder einen Beseitungsauftrag erhalten.

14.03.2001, OÖN
Das Theater hat Zukunft - im Jahre 2007
LINZ. Ein umfangreiches Konzept ist Grundlage für einen Neubeginn der Diskussion rund um den Neubau eines Musiktheaters. Die Standortfrage wird offen diskutiert. Interessant dabei ist auch eine Variante am alten Standort Promenade, der im Theatergeviert ein komplett neues Stadtviertel vorsieht. Dort soll das gesamte Ensemble in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt bis auf die denkmalgeschützten Fassaden geschliffen werden und ein neues Viertel mit Theater, Passagen usw. entstehen. (vgl. 09.04.2001, 15.02.2001 etc.)

08.03.2001, OÖN
Zweigeteiltes Techno-Z: Das Schloss wird saniert
TOLLET/GRIESKRICHEN. Neben einem Neubau soll ein Teil des Techno-Z ins Schloss Tollet einziehen. Dazu will der Schlossbesitzer nun 20 bis 25 Mio. Schilling (= 1,45 bis 1,82 Mio. Euro) in die Instandsetzung investieren und hofft auf 5 % Beteiligung der öffentlichen Hand aus dem Topf des Denkmalschutzes. Die Sanierung soll rasch beginnen und schon im Herbst 2002, spätestens Früjahr 2003 abgeschlossen sein.

22.02.2001, OÖN
Verkaufsgerüchte um Steyr-Mannlicher “Waffensaal muss erhalten werden”
STEYR. Sorgen um den historischen Waffensaal im Werk von Steyr-Mannlicher machen sich einige Steyrer im Fall des Verkaufs der Traditionsfirma. Der Waffensaal wurde während des Ersten Weltkrieges von Kriegsgefangenen mit einzigartigen Schnitzereien im damaligen Hauptwerk geschaffen. Als die geschnitzten Holzwände des Saales 1991 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ausgebaut und in das Mannlicher-Werk in Münichholz gebracht wurden, ging ein Aufschrei durch die Medien. Das Bundesdenkmalamt stellte damals fest, dass die Waffensammlung einen Kernpunkt darstellte, weil sie die gesamte Produktion der damaligen Waffenfabrik umfasst. Auch wenn der Saal nicht unter Denkmalschutz steht, so ist er doch auf Grund der Einzigartigkeit in gestalterischer und historischer Hinsicht erhaltenswert, meint FP-Gemeinderat Günter Fürweger.

16.02.2001, OÖN
Musikschule: Bräuhaus ist dafür maßgeschneidert
EFERDING. Endlich scheint eine Lösung des vom Verfall bedrohten barocken Bräuhaus in Eferding gefunden zu sein. Denkmalamt, Bürgermeister und Landesmusikschuldirektion einigten sich auf eine Nutzung als Musikschule. Landeskonservator Wilfried Lipp freut sich besonders über die Lösung des seit 15 Jahren leerstehenden Zwillingsbau: “Es sei selten, dass sich eine Zweckwidmung im Lauf der Zeit verbessere.”

15.02.2001, OÖN
Zukunft des Linzer Schlossberg-Areals in Diskussion
LINZ. Nach dem “Nein” der Volksbefragung zum Musiktheater Linz wollen jetzt die Grünen wissen, wie es weitergeht. Gerda Lenger, Grün-Gemeinderätin, stellt jetzt genaue Anfragen an Bürgermeister Dobusch, um die weitere Nutzung des Schlossbergareals zu klären. Denn momentan klafft eine Baulücke am Römerbergtunnel. Übrig blieben nur die Häuser Obere Donaulände 15 und 17 sowie der desolate Salzstadel, der in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt renoviert werden könnte. (vgl. 14.03.2001, 12.12.2000 etc.)

13.02.2001, OÖN
Lamberts Erinnerungen: Als der Herr Fahrdienstleiter in den Kohlenkeller fiel
BAD HALL. Lambert Kratochwill, 37 Jahre im Dienste der Bahn, will den Bahnhof Bad Hall, der unter Denkmalschutz steht und jetzt langsam verfällt, zu einem Eisenbahnmuseum machen. Es gibt auch noch alle Schienenanlagen. Seit 1995 ist der Jugenstilbahnhof außer Betrieb.

09.02.2001, OÖN
Ex-Kloster wird erweitert
LINZ. Beim ehemaligen Kloster in der Klammstraße, gegründet 1626, soll ein Trakt aus der Zeit um 1800 ausgebaut werden. Der Beirat für Stadtgestaltung hat zwar sein O.K. für das bereits zum zweiten Mal eingereichte Projekt gegeben, aber die Fassade der hofseitigen Aufstockung soll noch überarbeitet und die Dachflächen beruhigt werden. Die Renovierung der Dachfenster muss auch noch mit dem Denkmalamt geklärt werden.

18.12.2000, OÖN
Ärger mit Denkmalamt
Die Gemeinde Hallstatt hat Probleme mit dem Denkmalamt, da sie drei Wohnhäuser auf dem Marktplatz umbauen will. Die Häuser, darunter das alte “Woaslhaus”, stehen aber unter Denkmalschutz. Doch Bürgermeister Scheutz versteht die Probleme nicht, da man hauptsächlich nur die Wohnungen modernisieren und die Fassade fast unverändert lassen will. So sollen die nordseitigen Fenster sich zukünftig nach Süden orientieren.

16.12.2000, OÖN
Brandlegung in alter Spinnerei
Linz. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen brach gestern in der alten Spinnerei in der Dauphinstraße Feuer aus. Unbekannte Täter hatten im Keller des unter Denkmalschutz stehenden, unbewohnten Gebäudes Gerümpel angezündet. Der Brand konnte rasch gelöscht werden.

13.12.2000, OÖN
Musikschule ist die letzte Chance für das Bräuhaus
Eferding. Nur mehr einen Versuch unternimmt der Bürgermeister Hans Götzenberger (VP) beim leidigen Thema Bräuhaus, dann ist auch er “mit seinem Latein am Ende”. Nachdem das Projekt Technologie-Zentrum gescheitert ist, will er nun die Musikhochschule in das vom Verfall bedrohte, denkmalgeschützte Bräuhaus unterbringen. (vgl. 16.02.2001, 10.10.2000 etc.)

12.12.2000, OÖN
Fund eines mittelalterlichen Burgturms, wo Musiktheater-Bühne stehen sollte
Die Archäologen haben Grund zur Freude: Da der Musiktheaterbau an diesem Standort gestorben ist, kann der neu ausgegrabene mittelalterliche Festungsturm ganz erhalten werden. Seit wenigen Tagen kann der kulturhistorisch wertvolle Turm in natura bewundert werden. Dass der Turm so gut erhalten geblieben ist, gilt als kleine Sensation. Dass das Musiktheater nicht, wie ursprünglich geplant, in den Schlossberg gebaut wird, erpart den Archäologen einiges an Bauchweh: Denn der Festungsturm wurde genau dort ausgegraben, wo der Bühnenturm des Musiktheaters entstehen hätte sollen. “Den Theaterbau hätte der Fund eines mittelalterlichen Turmrestes wahrscheinlich nicht zum Stillstand gebracht, glaubt auch Landeskonservator Wilfried Lipp, “Aber bei einem kulturhistorisch so bedeutsamen Fund hätte es wahrscheinlich zu einer Umplanung kommen müssen”, vermutet der Grabungsleiter Franz Sauer. Was mit dem Turm nun geschehen soll, soll im Jänner entschieden werden. (vgl. 15.02.2001, 28.11.2000 etc.)

12.12.2000, OÖN
Seifenblase um Tiefgarage an Promenade wieder geplatzt
Jetzt ist der alte Plan wieder aufgetaucht, der “Garagenkaiser” Breiteneder sollte als Investor eine Promenaden-Tiefgarage errichten. 350 Stellplätze seien im östlichen Teil des Landhausparks möglich. Die Grünen sind über dieses Projekt gar nicht begeistert. Landtagsabgeordneter Rudi Anschober: “Auch der Denkmalschutz müsse ein Interesse daran haben, dass das Landhaus-Ensemble in seinem Gesamteindruck mit den alten Bäumen erhalten bleibe.

28.11.2000, OÖ
Roßmarkt 1: Statt Künstler geben Bauarbeiter den Ton
Grieskirchen. In der unendlichen Geschichte des denkmalwürdigen(?) Hauses Roßmarkt 1 attestierte nun ein Statiker dem historischen Haus Einsturzgefahr. Die Stadt teilte dies unter dem Titel: “Gefahr in Verzug” den Besitzern mit. Sogleich rückten Bauarbeiter an. Doch die Mieter wehren sich: Sie sagen das Haus ist erhaltenswert, auch wenn es vom Bundesdenkmalamt nicht unter Denkmalschutz gestellt wird. Auch hat sich der Verein Roßmarkt für das ehemalige Kaiser-Gasthaus als Kulturveranstaltungszentrum interessiert. (vgl. 2000: 24.11., 23.02.; 1999: 14.06.)

28.11.2000, OÖN
FP legt sich auf Theater-Renovierung fest, Pühringer gegen Schnellschuss
Linz. Nach der Ablehnung des Musiktheaterneubaus, tritt Landeshauptmann Pühringer nun für eine Nachdenkpause ein. Die FP hat sich auf eine Renovierung des bestehenden Landestheaters festgelegt. Mit sofortiger Wirkung sind gestern die Planungsarbeiten für das Musiktheater gestoppt worden. Weitergeführt sollen nur die Grabungsarbeiten am Berg, die archäologischen Zwecken dienen und vom Bundesdenkmalamt geleitet werden. (vgl. 2000: 12.12., 15.11., 09.08., 20.07., 15.07., 13.07., 24.05.)

28.11.2000, OÖ
Römische Stadtmauer: Archäologen suchen Geld, und die Volksbank zittert
Wels. Archäologen machten eine sensationellen Entdeckung: Eine römische Stadtmauer, die bei Bauarbeiten der Volksbank freigelegt wurde. Nun droht ein Baustopp, den Volksbank-Direktor Hans Mayr als “Katastrophe” empfinden würde. Dies sei kein gewöhnlicher Fund, sind die beiden Hobbyarchäologen Albert Neugebauer und Sepp Penc, die seit Tagen auf der Baustelle arbeiten, überzeugt: “Zwölf Meter Stadtmauer, ein Turm, Skelettreste und Alltagsgegenstände.” Jetzt soll entlang der Mauer weitergegraben werden - doch dies hätte eine Bauverzögerung zur Folge. Doch die Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Nun ist die Stadt am Zug, die nun eilig Sponsoren sucht.

27.11.2000, OÖN
Schlosshotel Zell: Kein “weißer Rauch” der SP
Waidhofen. 45 Mio. Schilling (ca. 3,27 Euro) Kapitaleinlage soll die Stadt in die Hotelgesellschaft der Firma “S & B” des Herrn Alfred Beck einbringen, damit das unter Denkmalschutz stehende Schloss Zell in ein 115 Betten-Hotel umgebaut werden kann. Doch die Stadt (im speziellen die SP) kann sich nocht nicht entscheiden.

24.11.2000, OÖN
Überleben: Rossmarkt Grieskirchen kämpft
Grieskirchen. Gefahr im Verzug: Seit Jahren wollen die beiden Besitzerinnen des mehr als 150 Jahren alten Hauses, in dem der Kulturverein Rossmarkt beheimatet ist, das baufällige Haus verkaufen oder abreissen. Jetzt hat man mit Holzbalken vom Boden bis zur Decke das Haus abgestützt, sodass der Kulturverein keinen Veranstaltungssaal mehr hat. Der Bürgermeister Wolfgang Großruck, der den Abriss des Hauses verhindern will, wurde jetzt vom Denkmalamt enttäuscht, da dies das Gebäude zwar als “erhaltenswert” einstuft, doch nicht “denkmalschutzwürdig”. Der verzweifelte Hans Dieter Zwirchmaier vom Kulturverein hofft jetzt, dass die Gemeinde das Haus ankauft. (vgl. 2000: 28.11., 23.02.; 1999: 14.06.)

17.11.2000, OÖN
Das Bundesdenkmalamt ist strikt gegen das Bauprojekt im Bad Ischler Kurpark
Landeskonservator Wilfried Lipp beurteilt die vom Gemeinderat beschlossene Umwidmung negativ: “Der Kurpark gilt als wertvolle historische Parkanlage und ist jedenfalls in seinem gesamten Umfang erhaltenswert, auch wenn eine Unterschutzstellung im Sinne des Denkmalschutzesgesetzes nicht gegeben ist. Er bezeichnet es als Verfahrensmangel, dass das Denkmalamt bisher in die Umwidmungs- und Bebauungsplanangelegenheiten nicht eingezogen worden ist, obwohl sich in unmittelbarer Nähe des betroffenen Grundstücks zahlreiche geschützte Baudenkmäler befinden. Der Gemeinderat hat mit nur einer Gegenstimme (“Für Ischl”-Mandatar Nikolaus Wimmer) beschlossen, den Brüdern Lindmayr auf einer 700 Quadratmeter großen Fläche des Kurparks ein Baurecht einzuräumen (zwischen Hotel “Bayrischer Hof” und dem Kurpark-Eingangsbereich). (vgl. 29.03.2001)

15.11.2000, OÖN
KLARHEIT: Informationen rund um den Musiktheater-Bau sind zur Meinungsbildung notwendig
Antworten auf die wichtigsten Fragen (u.a.):
      Warum das Musiktheater am und im Schlossberg:
- weil die Entscheidung, ein Musiktheater am und in den Schlossberg zu bauen, die Möglichkeit bietet, die bühnentechnischen Bauteile gleichsam im Berg zu “verstecken”
- weil Auflagen des Denkmalschutzes berücksichtigt wurden
      Warum wird seit Sommer am Schlossberg gegraben?
- Ziel der archäologischen Grabungen ist die Freilegung und Dokumentation der verschütteten Renaissancebauten im Umfeld der Schlossterrasse. Das Bundesdenkmalamt hat gefordert, die Terrassensituation und die Begrenzungsmauer (mittelalterliche Fortifikation) zu erhalten. Diese Auflage war bereits Bestandteil der Ausschreibung des internationalen Architektenwettbewerbs.
      Werden Grünflächen zerstört?
- der Schlosspark bleibt zur Gänze erhalten, nur wenige steile Flächen im Bereich der früheren Tankstelle und der Felswand müssen dem Bau weichen. Unangetastet bleibt die Wasserstiege im oberen Teil. Im unteren Teil wird der Aufgang auf den Berg in die Theaterarchitektur einbezogen und über die Foyer-Terrasse des Musiktheaters geführt (vgl. 2000: 12.12., 28.11., 09.08., 20.07., 15.07., 13.07., 24.05.)

15.11.2000, OÖN
Forstfachschule wird nächstes Jahr aus Schloss “delogiert”. Stadt will mitbieten
Waidhofen. Das Rothschild-Schloss steht - nach Kündigung der Forstfachschule - auf der Verkaufsliste des Bundes.

14.11.2000, OÖN
Attersee: Taucher entdecken Pfahlbaudorf der Mondseezeit
Seewalchen. Die Reste eines bisher unbekannten Pfahlbaudorfs, vermutlich aus der Mondsee-Zeit (3800 bis 3100 v. Chr.) entdeckten kürzlich Unterwasser-Archäologen bei Seewalchen am Attersee in einer Tiefe von etwa 2 Metern. Dabei stellten die Forscher, Studenten des Instituts für Ur- und Frühgeschichte in Wien aber auch fest, dass die archäologischen Fundstellen im See durch verankerte Bojen zunehmend zerstört werden. Die Studenten haben während ihrer Tauchgänge auch die Überreste der Pfahlbau-Rekonstruktion gefunden, die bis 1922 bei Seewalchen im Attersee gestanden hat. Sie wollen nun Ende November an ausgewählten Stellen die Kulturschicht dokumentieren, bevor sie zerstört wird. Das Bundesdenkmalamt hat leider vor Jahren die Pfahlbauforschung eingestellt, gab aber den Unterwasser-Archäologen die Grabungsgenehmigung.

02.11.2000, OÖN
Aus alter Schuhfabrik wird vorwiegend Kulturtreff
Vorchdorf. Die Gemeinde Vorchdorf erwarb das Areal der alten Schuhfabrik Kitzmantel, samt Halle. Die Schuhfabrik wurde um die Jahrhunderwende auf einem 10.000 Quadratmeter großen Areal errichtet, das jetzt mitten im Zentrum liegt Weil im Lauf von hundert Jahren einige Zubauten errichtet worden sind, ist das Gebäude für das Bundesdenkmalamt nicht mehr schützenswert. Dennoch sollen Experten des Denkmalamtes mitarbeiten, wenn es um die Zukunftsplanung geht. Es ist daran gedacht, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben.

10.10.2000, OÖN
Eferdinger Bräuhaus droht zu verfallen. Private Investoren als Retter in der Not?
Seit Jahren sorgt das denkmalgeschützte Bräuhaus für politischen Zündstoff. Die Stadtgemeinde arbeitete eine Vielzahl von Nutzungskonzepten aus, die aber alle wieder verworfen wurden. Bürgermeister Hans Götzenberger (VP) hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, dass er kein Freund des im Stadtbesitz befindlichen Bräuhauses ist. Das zeigt eine Aussage des Stadtchefs im Jahr 1997, also kurz vor den Gemeinderatswahlen: “Ich könnte mir einen Abriss des Hauses gut vorstellen”, meinte damals Götzenberger wegen der schlechten Bausubstanz und der strengen Denkmalschutz-Auflagen. Jetzt hat sich Georg Spiegelfeld, Präsident des Verein für Denkmalpflege in Oberösterreich eingeschaltet. Er ortet dringenden Handlungsbedarf und erwägt jetzt selber den Ankauf des Hauses um es zu retten. (vgl. 2000: 13.12., 19.06., 25.05.)

29.09.2000, OÖN
Linzer Salz
Jahrelang wurde der Öffentlichkeit erzählt, dass das Passage-Kaufhaus bald umgebaut werden würde. Als es schon fast zu einer Angelegenheit für das Bundesdenkmalamt geworden war und sich Anhänger des Späten Resopals schon für den Schutz der denkwürdigen Substanz aufschwingen wollten, wurde doch noch Ernst gemacht. In rekordverdächtiger Zeit wurde das Haus von Grund auf erneuert, nur ein Teil der Bausubstanz erinnert an das alte Gebäude.

18.09.2000, OÖN
Unternehmer errichtet in Eigenregie Wohnungen für ältere und Behinderte
Neufelden. Der Unternehmer Scheschy kaufte vor einigen Jahren von der Gemeinde das denkmalgeschützte ehemalige Bürgerspital und das Hinterhaus in der Kirchengasse und begann mit den Sanierungsarbeiten. Bei Bauarbeiten im geschützten hinteren Haus stürzte eine Decke ein, woraufhin er gleich den ganzen Komplex abriss. “Dafür hätte ich 110.000 Schilling (= 7.250 Euro) Strafe zahlen müssen” berichtet der Unternehmer, der nun in fünfter Instanz die Strafe erlassen bekam.

11.09.2000, OÖN
Wo wollen Senioren wirklich wohnen
Eferding. Stadtpolitiker sind sich uneinig über idealen Standort der betreubaren Wohnungen. Am wahrscheinlichsten sei jedoch der Standort Schieferstift 8. Dieses sanierungsbedürftige und denkmalgeschützte Haus, müßte aber mit Absprache des Denkmalamtes adaptiert werden. Im Spätherbst soll entgültig eine Entscheidung fallen.

07.09.2000, OÖN
Gmundner Marktplatz wird neu gestaltet
Der Marktplatz in der Gmundner Innenstadt soll ein neues attraktives Aussehen bekommen. Findet sich dort ein Haus und hat das Denkmalamt nichts einzuwenden, könnte der Maler Ernst Fuchs dort sogar eine Fassade bemalen.

09.08.2000, KRONE
Zufällige Behörden-Pannen?
Just beim größten oberösterreichischen Bauprojekt, dem milliardenteuren Musiktheater, passieren den Beamten verdächtig viele Fehler. Rechtsexperten notieren: “Es wurden 70 Anrainer ignoriert, die Wasserstraßenverhandlung und das Denkmalamt nicht zur Bauverhandlung geladen und die Flächenumwidmung war verfassungsrechtlich bedenklich”, meint der Linzer Rechtsanwalt Dr. Johannes Hintermayr und ihm fällt auf, dass sämtliche Pannen den Bauherren helfen, mit den Sprengungen für das Opernhaus möglichst bald zu beginnen. (vgl. 2000: 12.12., 28.11., 15.11., 20.07., 15.07., 13.07., 24.05.)

03.08.2000, OÖN
Alter “Pfarrhof” vom Abbruch bedroht
Steyr. Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt und die Erste Wohnungsgenossenschaft Steyr wollen gemeinsam ein 9000 Quadratmeter großes Grundstück kaufen, auf dem ein aus dem 16. Jh. stehender Bau steht - geplant sind auf diesem Areal Reihenhäuser. Der Kaufvertrag steht kurz vor dem Abschluß. Um eine Zufahrt auf das relativ steile Gelände zu bekommen, soll nun dieses Haus (Aichetgasse 14), das als “Pfarrhof”bekannt ist, abgerissen werden. In den nächsten Wochen soll ein Experte des Denkmalamtes das Haus begutachten. (vgl. 09.04.2001)

28.07.2000, OÖN
Behördenbescheid legt Gewerbegebiet lahm
St. Pantaleon. Eigentlich hätte aus dem stillgelegten Bergwerk auf dem Areal eines Gewerbegebietes ein Museum werden sollen. Im Zuge dieses Vorhabens wurde vom Denkmalamt die Schachtanlage unter Denkmalschutz gestellt. Doch diese Pläne wurden aufgrund der zu hohen Kosten fallengelassen.Jetzt fürchtet der Bürgermeister, dass man das als Gewerbegebiet gewidmete Areal nicht mehr richtig nutzen kann,da sich inmitten die geschützte Schachtanlage befindet. (vgl. 2000: 27.05., 25.03.)

27.07.2000, OÖN
Münzbacher Pfarrhof: “Es ist 2 vor 12”
“Höchste Eisenbahn” ist es nach den Worten des Münzbacher Pfarrer Josef Grafeneder in Sachen Pfarrhaussanierung. Bevor die Decke buchstäblich auf den Kopf fällt, wurde nun mit den Restaurationsarbeiten begonnen.

26.07.2000, OÖN
”Gehen sparsamst mit den Geldmitteln um”
In Schärding findet 2004 die Landesausstellung statt. Dazu werden die beiden Häuser “Schneebauer-“(ein Speicherhaus), “Weyland”-Haus und das Heimathaus umgebaut. Die Bewilligung für den Umbau wurde schon vom Denkmalamt genehmigt. (vgl. 27.04.2001)

20.07.2000, KRONE / OÖN
”Keine Zeit” - Umweltanwalt sind 1800 Sprengungen in Linz egal! / Sprengungen für Linzer Musiktheater: Land beruhigt die Anrainer
1800 Sprengungen für den Neubau der Linzer Oper gefährden historische Bauten - doch nach dem Bundesdenkmalamt sagt auch der Umweltanwalt: “Wir sind mit diesem Großprojekt nicht befasst” und verzichtet damit freiwillig auf seine Parteienstellung. Dass auch das Denkmalamt nicht zur Bauverhandlung des Linzer Musiktheaters geladen waren, hatte bereits die Schlossberg-Anrainer verwundert und verärgert: "Die kümmern sich ja sonst auch um jedes Mini-Detail." FP-Landesrat Hans Achatz hält dieses Verhalten für “absolut aufklärungsbedürftig”. Im Herbst sollen die ersten Sprengungen beginnen. Peter Pfeifer von der Abteilung Landeshochbau beruhigt: Man werde mit sehr vorsichtigen Dosierungen beginnen. (vgl. 2000: 12.12., 28.11., 15.11., 09.08., 15.07., 13.07., 24.05.)

15.07.2000, KRONE
Widerstand der Anrainer wächst - Wegen des neuen Musiktheaters fürchten fünf Familien um Sicherheit ihrer Häuser
Sie befürchten, dass ihnen regelrecht der Boden unter ihren Häusern (Linzer Hofgasse) abgegraben wird. Anwalt Dr. Johannes Hintermayr kritisiert auch, dass versucht wird, das “Riesenprojekt schnellstmöglich durch die Instanzen zu peitschen”. Weiters gibt er zu bedenken, dass im Zuge der Bauarbeiten bis an die Fundamente des Renaissance-Schlosses gegraben wird. Bei der letzten Bauverhandlung war aber nicht einmal das Bundesdenkmalamt eingeladen. (vgl. 2000: 12.12., 28.11., 15.11., 09.08., 20.07., 13.07., 24.05.)

13.07.2000, KRONE
Opernbau gefährdet das Schloss massiv
Jetzt wurde bekannt, dass 1959 bei Umbauarbeiten unter dem Linzer Schloss gleich zwei Geschoßdecken des Renaissance-Baus eingestürzt sind - für die 1,7 Milliarden teure “Oper im Berg” müsste aber 1700 Mal gesprengt werden! Gemeinderat Werner Neubauer (FP): “Eine einzige kleine Grabung hatte diesen gewaltigen Schaden verursacht” und schließt daraus: “Wird im Berg gesprengt, ist das Schloss einsturzgefährdet”. (vgl. 2000: 12.12., 28.11., 15.11., 09.08., 20.07., 15.07., 24.05.)

07.07.2000, OÖN
Braunsberger-Preis gestiftet
Steyr. Das Ehepaar Braunsberger haben einen mit 100.000 Schilling dotierten “Hans und Irmgard Braunsberger Preis der Stadt Steyr” ins Leben gerufen. Der Preis ist für Personen gedacht, die im Bereich “Kunst und Kultur”, “Altstadterhaltung, Denkmalpflege und Stadterneuerung”, sowie “Wirtschaft und Innovation” Verdienste um die Stadt Steyr erworben haben.

07.07.2000, OÖN
Millionenregen für Sanierung von Schloss Traun
46 Millionen Schilling (= 3,34 Mio. Euro) kosten die Sanierung von Schloss Traun sowie der Zubau eines Veranstaltungszentrums. Das Land fördert dieses Projekt mit 30 Millionen Schilling (= 2,18 Mio. Euro). Die Kapelle wird gerade saniert. Im Bereich der Ringmantelanlage, die vor 15 Jahren angeblich mit der Begründung “Gefahr in Verzug” teilweise abgerissen wurde, soll jetzt ein kleiner Veranstaltungssaal entstehen, was vom Denkmalamt bereits bewilligt wurde.

04.07.2000, OÖN
”Wir brauchen keinen Parkbunker”
Seit Wochen freuen sich die Politiker in Schärding über die geplante Garage Tummelplatz, doch jetzt könnte noch das Denkmalamt das Projekt gefährden, da die Garage in unmittelbarer Nähe der alten Stadtmauer vorgesehen ist. Für den Vizebürgermeister Heinz Danner wäre eine Bauverzögerung eine Katastrophe, sodass er alles in seiner Macht stehende unternehmen wird, die Garage so schnell wie möglich zu errichten.

30.06.2000, OÖN
Hotel im Toscana-Park kaum möglich Stadt will nun “schwimmendes Hotel”
Gmunden. Es bleibt beim Nein des Denkmalamtes zu einem Hotelprojekt im Toskana-Park. Vergeblich versuchte Bürgermeister Heinz Köppl (VP) bei einer Begehung am 28.06. dem Bundesdenkmalamt die Zustimmung zum Hotelprojekt abzuringen. Eine Kompromissvariante könnte der “Feldherrnhügel” nördlich des Kongresshaus-Einganges sein. Köppl, der nicht einmal mehr an diese Variante glaubt, will jetzt die Machbarkeit eines “schwimmenden Hotels” auf dem See prüfen. (vgl. 2001: 23.04.; 2000: 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
ACHTUNG: Das KOMITEE ZUR ERHALTUNG DES TOSKANAPARKES bittet auch um Ihre Unterstützung

20.06.2000, OÖN
Ruine Haichenbach wird endgültig weitersaniert
Hofkirchen/Mühlkreis. 1,2 Mio. Schilling (= 87.000 Euro) hat die Gemeinde Haichenbach von Land und Denkmalamt aufgetrieben. Jetzt soll das restliche Mauerwerk des sog. Kerschbaumer Schlössl gesichert werden. (vgl. 22.02.2000)

19.06.2000, OÖN
Bräuhaus verfällt , wenn nicht schnell saniert wird
Eferding. Nach dem Scheitern des Projekts Techonologie-Zentrum warnt Georg Spiegelfeld, Präsident des Verein für Denkmalpflege in Oberösterreich": “Wenn man nicht bald etwas tut, wird das Haus in wenigen Jahren zusammenbrechen.” Das Bräuhaus in Eferding, das sich im Besitz der Stadt befindet, ist - seiner Meinung nach - unbedingt erhaltenswert. (vgl. (vgl. 2000: 13.12., 10.10., 25.05.)

16.06.2000, OÖN
Tabakfabrik “raucht” seit 150 Jahren
Seit 150 Jahren gibt es die Linzer Tabakfabrik. Begonnen hat alles in einer stillgelegten Wollzeugfabrik. Von 1930-36 wurde auf dem riesigen Areal in der Ludlgasse eine völlig neue Anlage erbaut, die als modernste Zigarettenfabrik Europas für Aufsehen sorgte. Heute steht dieses Gebäude unter Denkmalschutz, was nötige Adaptierungen schwierig macht.

13.06.2000, OÖN
Modell “Denkmalwächter soll bei Erhaltung Millionen sparen
Zwei Milliarden Schilling (= 145.000 Euro) werden allein in Oberösterreich jährlich für die Erhaltung von Denkmälern ausgegeben. “Denkmalwächter” nach einem Modell aus den Niederlanden (Monumentenwacht) könnte “mehrere hundert Millionen” einsparen, ist Georg Spiegelfeld vom Verein für Denkmalpflege in Oberösterreich begeistert. Und das Modell ist eigentlich ganz simpel: Die Kulturgüter werden regelmäßig auf Schäden überprüft, sodass kleine Schäden sofort behoben werden. Dadurch erspart man sich größere Reparaturen, die in Summe viel teurer kommen. Die Denkmal-Eigentümer zahlen dafür nur 700 Schilling (= 50 Euro) jährlichen Mitgliedsbeitrag und rund 2000 Schilling (= 145 Euro) für den Einsatz zweier Handwerker, die die Überprüfung durchführen. Landeshauptmann Joseph Pühringer will nun dieses vielversprechende Modell für eine ev. Umsetzung in Oberösterreich genau prüfen. (vgl. 07.06.2000)

08.06.2000, OÖN
Fünf Orte im Weltkulturerbe - Aber Steyr muss noch warten
Graz ist die fünfte Stätte Österreichs, die in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen wurde. Steyr hat auch schon einen Antrag um Aufnahme der Altstadt mit dem Wehrgrabenviertel gestellt, muss aber noch warten. Hans-Jörg Kaiser, Steyrs oberster Denkmalschützer, arbeitet schon drei Jahre daran.

07.06.2000, KURIER
Denkmalwächter könnten 100 Millionen S ersparen
Spezialisten aus den Niederlanden präsentieren in OÖ ihr Modell für kostengünstigen und effizienten Denkmalschutz. Das Prinzip der holländischen Monumentenwacht ist einfach: Regelmäßige Kontrollen durch geschulte Teams und das sofortige Beheben von kleineren Schäden an Bauwerken können kostenintensivere Renovierungen verhindern. Georg Spiegelfeld vom Verein für Denkmalpflege in Oberösterreich schätzt das Einsparungspotential für OÖ auf ca. 100 Mio. Schilling (= 7,3 Mio Euro). (vgl. 13.06.2000)

07.06.2000, OÖN
Eine Spende rettet Fresken vor Verfall
Generalsaniert wird derzeit das romanische Kirchlein von Altenburg in der Gemeinde Windhaag. Neben dem Hauptaltar sollen auch die wertvollen Fresken in der Krypta restauriert werden. Bei letzteren hat es immer Kritik gegeben, dass sie dem Verfall preisgegeben werden. Doch jetzt kam eine großzügige Spende, die einen Beginn der Sanierung erlaube, freut sich Pfarrer Josef Michal. Für alle Fresken wird es aber trotzdem nicht reichen.

27.05.2000, Die PRESSE
Die Uhr zeigt für immer halb eins
Im ehem. Braunkohlerevier in Trimmelkam verwahrlosen beeindruckende Industriemonumente eines Werkes, das 1949 in Betrieb ging und 1993 entgültig geschlossen wurde. Dass alles wieder dem Boden gleichgemacht wird, will nun die Gemeinde Sankt Pantaleon verhindern, indem sie das Areal angekauft hat. Vizebürgermeister Walter Krotz und Rainer Wokatsch freuten sich über diese Entscheidung. Jetzt müssen aber Verwendunszwecke gefunden werden, wobei als Nulllösung noch immer der Abbruch der Anlage zur Debatte steht (vgl. 2000: 28.07., 25.03.).

25.05.2000, OÖN
Eferdinger Bräuhaus: Doch kein Technologie-Zentrum
Schon wieder ist ein Projekt im vom Verfall bedrohten Bräuhaus gefallen. Und diesmal, weil das Denkmalamt unter anderem den teilweisen, aber dafür nötigen Abriss nicht erlaubt. Jetzt überlegt man die Musiker der Eferdinger Musikhauptschule im Bräuhaus unterzubringen. (vgl. 2000: 13.12., 10.10., 19.06.)

25.05.2000, OÖN
Grundstück für Taucherbasis
Kurios: Die Hallstätter Tauchschule hat ihren Standort in einer Seezone, in der das Denkmalamt ein striktes Tauchverbot verhängt hat. Jetzt soll die Tauchschule verlegt werden.

24.05.2000, OÖN
Im Volksgarten-Konflikt ist auch Denkmalamt chancenlos
Mit Hilfe des Bundesdenkmalamtes wollen die Linzer Grünen verhindern, dass die Straßenbahn in Zukunft quer durch den Volksgarten fährt. Doch Landeskonservator Lipp winkt ab: “Habe keine gesetzliche Handhabe . . .” Auch Lipp tut es leid, dass dieser Garten nicht bei der neuen Denkmalschutzgesetznovellierung 2000, in der 56 Gärten in Österreich erstmals unter Denkmalschutz gestellt wurden, nicht dabei ist. (vgl. 12.05.2000)

24.05.2000, OÖN
THEATERNEUBAU: Informationskampagne, Video und Beginn der archäologischen Grabungen Das Land Oberösterreich startet nun die zweite Phase der "Aufklärung" zum Thema Linzer Theaterneubau (geplanter Baubeginn Ende 2000) mit einem 20minütigen Informationsfilm. Im Herbst wird die FP eine Volksbefragung zum umstrittenen Theaterneubau am Linzer Schlossberg durchführen. Und im Juni werden die Archäologischen Grabungen beginnen, die Ende September beendet sein sollen. Zielsetzung der Grabung: Freilegung und Dokumentation der verschütteten Renaissancebauten im Umfeld der Schlossterrasse. Das Bundesdenkmalamt erwartet Reste eines Renaissance-Wandbrunnen, Reitstallungen und Säulengänge. Für das neue Musiktheater - und das ist auch eine Zielvorgabe des Bundesdenkmalamts - spielen das Schloss, seine Gärten, Mauerzüge und Bastionen als schützens- und erhaltenswertes Gesamtdenkmal eine entscheidende Rolle. (vgl. 2000: 12.12., 28.11., 15.11., 09.08., 20.07., 15.07., 13.07.)

19.05.2000, OÖN
Burgenverein stattet Ruine Windegg Besuch ab
60 Burgenexperten aus ganz Österreich treffen morgen zu einer Tagung nahe der Burgruine Windegg (Gemeinde Schwertberg) ein. Für den Obmann des Arbeitskreis Windegg, Franz Reindl, ist dies ein weiterer Höhepunkt in der 20jährigen Geschichte seines Vereins. 1980 wurde der Verein gegründet, der sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Ruine Windegg vor dem Verfall zu retten, zu renovieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

15.05.2000, OÖN
Schloss Ennsegg unter dem Hammer
15 Jahre wurde um eine sinnvolle Verwendung des Schlosses gerungen, jetzt ist man sich mit Eigentümer Franz Eugen Walderdorff über den Verkauf seines Schlosses Ennsegg einig geworden: Die Stadt übernimmt den Park und die Immobilienfirma AREV das Gebäude. Nach der Renovierung werden im Schloss die Landes-Musikschule und Wohnungen untergebracht. Die alten Kachelöfen in den Repräsentationsräumen sollen mit 2,5 Mio. Schilling aus Denkmalschutz-Förderungsmittel abgelöst werden.

12.05.2000, OÖN
Notariatsakt unterzeichnet
Offiziell wurden gestern die Verträge mit der gemeinnützigen Erzherzog-Johann-Privatstiftung für Landschafts- u. Denkmalschutz über die künftige Nutzung des Schloss “Neu-Wildenstein” (“Forstverwaltung”) unterzeichnet. (vgl. 04.04.2000)

12.05.2000, OÖN
Schwierig
Im Zuge der Nahverkehrsdrehscheibe Linzer Hauptbahnhof wurde auch die Entscheidung getroffen, die Straßenbahn mitten durch den Volksgarten langsam unter der Erde verschwinden zu lassen. Jetzt gibt es von Seiten des Denkmalschutzes und von Bürgern Widerstand. Sie wollen den Volksgarten retten. (vgl. 24.05.2000)

02.05.2000, OÖN
100 Jahre und noch kein bisschen rostig
Die 400 Meter lange Eisenbahnbrücke in Linz gilt als eine der ältesten Brücken dieser Art und Größe in Europa und galt zur Erbauungszeit (1899/1900) als modernstes Bauwerk der Monarchie. Instandhaltungsmaßnahmen sind in den nächsten Jahren keine notwendig.

02.05.2000, Die PRESSE
Aus für das älteste Freibad?
Vor der Schließung steht das älteste Arbeiter-Freibad Europas in Steyr. Die sogenannte "Schwimmschule" im Wehrgraben war 1874 vom Gründervater der Steyr-Daimler-Puch-AG, Josef Werndl, gebaut worden (1961 modernisiert). Der neue Eigentümer, Frank Stronach, will schließen oder das sanierungsbedürftige Bad der Stadt schenken. (vgl. dazu: Friedrich Achleitner, Österr. Architektur im 20. Jh., Bd I, 1980, S.113)

29.04.2000, OÖN
Land rät Gmunden, das Hotelprojekt im Toskanapark anders zu situieren
Das Asamer-Hotelprojekt kann nicht genehmigt werden. Der Grund: Das klare “Nein” des Denkmalamtes, sowie die negativen Stellungnahmen von Naturschutz und Raumordnung. Der Ratschlag der Baurechtsabteilung des Landes: “Die Stadt soll sich die Widmung überlegen und das Projekt anders situieren.” Dass durch eine politische Weisung das Projekt doch noch bewilligt wird, gilt an der Gerüchtebörse als unwahrscheinlich. (vgl. 2000: 30.06., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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27.04.2000, OÖN
Land hat mit den Hotelplänen im Gmundner Toskanapark keine Freude
Das Land teilte vor wenigen Tagen der Stadtgemeinde Gmunden mit, dass die Umwidmung von 4000 Quadratmetern Grund für den Hotelbau im Toskanapark versagt werden muss. Dabei beruft sich das Land auf die negative Stellungnahme des Denkmalamtes, auch wenn das Denkmalschutzverfahren noch nicht rechtskräftig beendet ist. Doch der Bürgermeister Köppl (die Gemeinde hat im Denkmalschutzverfahren Einspruch erhoben) will noch nicht aufgeben und mit dem Denkmalamt einen Kompromiß erzielen. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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23./21.04.2000, KRONE / KURIER
Bangen um 15 Millionen für Kremsmünster / Bildteppiche in Gefahr
Das Stift Kremsmünster besitzt einen äußerst seltenen Kunstschatz. Es hat 15 großformatige, barocke Tapisserien als ständigen Schmuck der sogenannten “Chorgewände” und Langhauspfeiler. Die Kosten für die gesamte Restaurierung der Tapisserien würde 15 Millionen S (= 1,09 Euro) betragen, doch das ist nun vor dem Sparkurs der Bundesregierung gefährdet, zittert das Denkmalamt. Eine Zunahme der Schäden an den wertvollen Kunstwerken sei zu erwarten. (Näheres siehe unter Bundesdenkmalamt - Aktuell)

20.04.2000, OÖN
Ohne Hotel Sorge um Kongresszentrum
Das Tauziehen um das Hotelprojekt im Toskanapark zehrt an der touristischen Substanz der Traunseegemeinde Gmunden. Jetzt will der Bürgermeister Heinz Köppl, der ohne Hotel keine Zukunft für den Kongresstourismus sieht, mit dem Bundesdenkmalamt verhandeln. Eine Annäherung mit Naturschutzlandesrat Erich Haider hat es durch die Verkleinerung des Hotelprojekts schon gegeben, doch nur unter der Voraussetzung, dass auch das Denkmalamt zustimmt. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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18.04.2000, KURIER / OÖN
Ohne Geldspritze bleibt “Schönbrunn” im Hafen / Streit um 500.000.- Schilling
Die Revitalisierung des mit fast 90 Jahren ältesten Schaufelraddampfers der Donau verzögert sich. Die “Schönbrunn”, einstiges Prunkstück der DDSG-Flotte - muß weiter auf ihre “zweite Jungfernfahrt” warten. Denn es fehlen noch 500.000 Schilling, die der Bund dem Linzer Verein “Gesellschaft für Eisenbahngeschichte" (Eigentümer des Schiffes) zugesichert hat. Und durch das neue Sparpaket der Regierung fürchtet man nun um das Geld. Der Sprecher des sehr engagierten Vereines, Martin Sonnleitner, hofft aber auf die erste Ausfahrt im Jahr 2001.

14.04.2000, OÖN, OÖ
Messerschmitt-Stiftung rettete barockes Badehaus
Nach einer aufwendigen Renovierung erstrahlt das von oberitalienischen Künstlern um 1700 errichtete Badehaus auf Schloss Salaberg wieder im barocken Glanz. Schlossherr Christian Mylius sieht sich der Münchner Messerschmitt-Stiftung zu großem Dank verpflichtet und will nun die für Österreich einzigartige Rarität Architekturfreunden nach Anmeldung und zu Fixzeiten am Wochenende und an Feiertage zugänglich machen (15, 15.30 und 16 Uhr, Zugang über Tierpark Haag). (näheres zur Restaurierung siehe unter Bundesdenkmalamt - Aktuell)

13.04.2000, OÖN
Rettungsanker für Ex-Kloster gesucht
Münzbach/Mühlviertel. Das um 1660 erbaute, ehem. Dominikanerkloster befindet sich derzeit in einem Zustand des zunehmenden Verfalls. Nun ist Sanieren angesagt. Die Linzer Wohnbaugesellschaft GWB möchte moderne Wohnungen in das alte Gemäuer bauen. Doch das Bundesdenkmalamt will den Ausbau des uralten, äußerst bemerkenswerten Dachstuhls verhindern (doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!). Jetzt werden auch andere Nutzungsvarianten überlegt (u.a. ein Kulturzentrum). Falls sich jemand findet, der das Gebäude sinnvoll nutzen möchte, kann sich die Gemeinde auch vorstellen, das ehem. Kloster zu verschenken.

12.04.2000, OÖN
Spielcasino soll letzten Wasserturm an der Westbahn vor dem Verfall retten
Amstetten. Jetzt liegen Nutzungskonzepte für den um 1900 errichteten Wasserturm vor, das Wahrzeichen vor dem Ruin zu retten. Der ÖBB, die Eigentümer sind, dürfen den Turm nicht abreissen, das verbietet der Denkmalschutz, doch eine Erhaltungspflicht erlegt das Bundesdenkmalamt auch keine, wundert sich Rudolf Staffenberger, Obmann des Eisenbahner-Sportvereines, der einen Ankauf durch die Stadt befürwortet.

12.04.2000, OÖN
Land beginnt mit Rückbau des Toskanaparks
Nach der Landesgartenschau beginnt nun der Rückbau des Toskanaparks. Darüber, was im Park zurückbleiben soll, haben Denkmalamt und Naturschutz befunden. Die Traunsee Touristik GesmbH hofft, dass dies sehr wenig sein wird, weil Pflanzen und Gartenanlagen Pflege brauchen, was die Kosten erhöht. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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09.04.2000, Die KRONE
Jäger spendeten Million für Schloss-Sanierung
Etwa 11 Millionen Schilling (= 800.000 Euro) kostet die dringend erforderliche Renovierung des barocken Jagdschlosses Hohenbrunn in St. Florian. Derzeit läuft die Bausteinaktion des oö. Landesjagdverbandes, der auch Eigentümer des Schloßes ist. Diese ergab bereits 1,2 Millionen S (= 87.000 Euro). Das Dach ist jetzt neu gedeckt, doch weitere Maßnahmen sind dringend erforderlich. So hat sich das Gewölbe unter dem Prunksaal gesenkt und eine Trockenlegung des Schloßes ist auch notwendig.

07.04.2000, OÖNachrichten
Historisches Gartentor ist in Gefahr
Weil ein Besitzer ein 160 Jahre altes Schmiedeeisentor nicht restaurieren kann, soll es aus dem Ortszentrum von Weyer (am Oberen Markt) verschwinden und verkauft werden. Das Tor steht unter Ensembleschutz, leider aber nicht unter direktem Denkmalschutz, meint der Bürgermeister. Er hofft noch auf einen baldigen Bescheid vom Bundesdenkmalamt, damit das Tor an der ursprünglichen Stelle gehalten werden kann.

05.04.2000, OÖNachrichten
Endlos-Thema Toskanapark - Jetzt wird der Abstellplatz neu gestaltet
Nach Meinung der Stadtgemeinde Gmunden sind kaum mehr als zwei Drittel des Toskanparks schützenswert. Deshalb wurde auch im Denkmalschutzverfahren Einspruch erhoben. Voraussichtlich wird auch das Land, ebenso wie die Traunsee-Touristik GmbH, das Verfahren beeinspruchen. Die Stadt hofft nun auf Kompromissbereitschaft des Bundesdenkmalamts, um doch noch den geplanten Hotelbau bewilligt zu bekommen. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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04.04.2000, OÖNachrichten
Erzherzog-Johann-Stiftung zieht ins Forstamt ein
In das bis heute leerstehende Schloß der ehem. Forstverwaltung aus dem 18. Jh. (auch “Neu-Wildenstein” genannt) wird neues Leben einziehen. Die private Erzherzog-Johann-Stiftung, eine gemeinnützige Stiftung für Landschafts- und Denkmalschutz, hinter der u.a. Trachtenerzeuger Gössl aus Salzburg steht, will ein Zentrum für Volkskultur im alten Gemäuer etablieren. (vgl. 12.05.2000)

25.03.2000, SN
Einzigartiges Bergwerk soll abgerissen werden
Die europaweit einzigartige Doppelschachtanlage samt Hängebrücke in Trimmelkam soll abgerissen werden. Das hat die Gemeinde St. Pantaleon beschlossen, da für ein Bergwerkmuseum das Geld fehlt. Nun wurde ein Ansuchen auf Aufhebung des Denkmalschutz gestellt. (vgl. 2000: 28.07., 27.05.)

18.03.2000, OÖN
Gmunden beruft gegen Denkmalschutz für Park
Die Gemeinde Gmunden und möglicherweise auch das Land Oberösterreich werden gegen den Denkmalschutz Berufung einlegen. Denn der Denkmalschutz ist erst wirksam, wenn ein eigenes Verfahren abgeschlossen wird. Das wurde nun eingeleitet, und bis 23.03. sind noch Einsprüche möglich. Der Bürgermeister von Gmunden, Heinz Köppl (VP), will auf jeden Fall Einspruch erheben. Das Komitee zur Erhaltung des Toskanaparks kritisiert, dass der Hotelbau offenbar mit massiver politischer Intervention erzwungen werden soll. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 09.03., 16.02., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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14.03.2000, OÖNachrichten
Österreichs ältester Friedhof verfällt dramatisch
Steyr. Der oberste Denkmalschützer der Stadt, Hans-Jörg-Kaiser, macht nun auf die triste Lage des “ältesten Friedhofs Österreichs” aufmerksam: “Das sind nicht nur Gräber, das ist ein Kulturjuwel ersten Ranges. Der Zustand sei schlimm, der Friedhof ist akut vor dem Verfall bedroht.” An Mauerwerk und Schmiedeeisen nagt dramatisch der Zahn der Zeit. Seit eineinhalb Jahren bastelt Kaiser mit seinem Team an ein Sanierungskonzept. Doch wie so oft fehlt das Geld. Heuer kann nur der Bestand halbwegs gesichert werden, in den nächsten 5 Jahren soll das Geld für die Gesamtsanierung aufgetrieben sein.

09.03.2000, OÖN
Angst um den Toskana-Park
Anfang Februar wurden zwei große Bäume auf der seit 1. Jänner denkmalgeschützten Toskana-Halbinsel gefällt. Wenn geltend gemacht wird, es fehle derzeit noch die Rechtskraft für den Denkmalschutz und der Grundbesitzer könne noch nach Belieben handeln, ist diese Annahme - laut Helmuth Reischer - begründet. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 16.02., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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09.03.2000, OÖN
Wenige Gemeinden kennen Ortsbildbeirat des Landes
Als Ersatz für das Ortsbildgesetz, das ab heuer nicht mehr gültig ist, wurde nun vom Land ein Ortsbildbeirat ins Leben gerufen. Es ist vor allem für jene Gemeinden gedacht, die sich keinen Gestaltungsbeirat leisten können. Ziel ist es, die Baukultur in den Gemeinden zu verbessern.

23.02.2000, OÖN
Roßmarkt 1: Stadt genehmigt Abbruch
Der Bürgermeister von Grieskirchen betont, daß er nichts unversucht gelassen hat, um das Haus zu retten, aber das Denkmalamt war nicht bereit, es unter Schutz zu stellen (nur als “erhaltenswert” eingestuft). Nun mußte die Abbruchbewilligung erteilt werden. Doch die Roßmarktaktivisten haben noch Chancen, zumindest den Abbruch lange hinauszuzögern. (vgl. 2000: 28.11., 24.11.; 1999: 14.06.)

23.02.2000, OÖN
Stadtteilgespräch gefordert
Der FP-Politiker Günther Fürweger fordert eine Diskussion über die geplante Tiefgarage unter dem Wieserfeldplatz in Steyr. Auch das Denkmalamt soll miteinbezogen werden. Denn die Tiefgarage verändert das Erscheinungsbild des Platzes, der in den Grundzügen aus dem 16. Jh. stammt.

22.02.2000, OÖN
Ruine als Ausflugsziel
Hofkirchen. Die Ruine Haichenbach, auch Kerschbaumerschlössel genannt, dessen Turm schon jetzt begehbar ist, soll noch besser vermarktet werden. Nun wird gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt eine Lösung gesucht, wie Teile der Mauern weiter abgesichert werden können. (vgl. 20.06.2000)

19.02.2000, Die PRESSE
Weichen, hört die Signale !
Die Bahnhofsoffensive betrifft u. a. auch den Linzer Hauptbahnhof. Dort wurde 1997 ein Wettbewerb abgehalten, der in der Wettbewerbsausschreibung den Erhalt der bestehenden Bahnhofshalle zur Voraussetzung machte. Doch im November 1999 wurde der ex lege für Bundesbauten bestehende Denkmalschutz aufgehoben. Nun hat man die Planungen geändert und der Abriss der Bahnhofshalle scheint nun beschlossene Sache. (vgl. 24.01.2000)

18.02.2000, OÖN
"Schandfleck" wird endlich ausgelöscht. Marktplatz soll Schmuckkastl werden
Obernberg. Das völlig heruntergekommene und hässliche "Schnellingerhaus" (ehem. Bayerischer Hof) wird endlich einer gründlichen Sanierung unterzogen. Die Bauarbeiten beginnen im Herbst. Geplant ist, dass das Gemeindeamt einzieht. Im Dachgeschoß wird dazu ein Sitzungssaal eingerichtet, der in Zukunft auch der Öffentlichkeit zugänglich sein wird, denn dort befindet sich eine denkmalgeschützte Dachkonstruktion. Zuvor tobte jedoch ein Kampf um die Sanierung. Denn der Bürgermeister mobilisierte Demonstranten, um vor allem das Denkmalamt von einer Lockerung der strengen Auflagen zu bewegen. Der Erfolg war jedoch gering.

16.02.2000, OÖN
Gartenschau verursachte Baumschäden
Die Landesgartenschau im Toskanapark hat schwere Baumschäden verursacht. Nun müssen mehrere alte Bäme gefällt werden. Als die Gmundener Bevölkerung davon erfuhr, zeigten sie sich zutiefst empört, da sie vermuten, dass dies in Zusammenhang mit dem geplanten und heftigst umstrittenen Hotelprojekt im Toskanapark zusammenhängt. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 23.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
ACHTUNG: Das KOMITEE ZUR ERHALTUNG DES TOSKANAPARKES bittet auch um Ihre Unterstützung

28.01.2000, OÖN
Denkmalamt hat sich nach alten Sommervillen im Land umgesehen
Nach Erhebungen des Bundesdenkmalamtes gibt es nur mehr wenige Villen aus dem Ende des 19.Jh. im Salzkammergut. Nun droht auch der "Franz-Villa", neben der Hilfberg-Kirche in Mondsee, der Abbruch. Die Besitzerin möchte einen Neubau errichten. Das Denkmalamt ist bestürzt und überlegt das Gebäude unter Schutz zu stellen. Da die alte Villa mit der Kirche ein recht harmonisches Ensemble bildet, wäre auch die Gemeinde Mondsee über einen Abbruch nicht glücklich. Aber "die Bausubstanz ist schlecht" meint der Bürgermeister.

24.01.2000, OÖN
Umbau des Hauptbahnhofs Linz: Sieger des Wettbewerbs steht auf dem Abstellgleis
Der ex lege für Bundesbauten bestehende Denkmalschutz für den Hauptbahnhof Linz wurde aufgehoben. (vgl. 19.02.2000)

23.01.2000, KRONE / 20.01. OÖN
"Tauziehen" um Hotel geht in die Endphase / Nur Papierwert
Die Hotelpläne im - seit 1. Jänner dieses Jahres - denkmalgeschützten Toskanapark in Gmunden/Attersee haben nur mehr geringe Aussicht auf Verwirklichung. Mehrere Gutachten (Raumplanung, Naturschutz) haben ihre negativen Stellungnahmen abgegeben. Bzgl. Raumplanung kann noch Landeshauptmann-Stellvertreter Christoph Leitl mittels Weisung zugunsten des Hotelprojekts entscheiden. Angeblich zeigt er "eine gewisse Bereitschaft, die umstrittene Umwidmung durchzusetzen" (ähnlich wie bei der Umwidmung für Saudi-Prinzen). Aber dann müßten noch immer Denkmalschutz und Naturschutz bei Baubeginn ihre Zustimmung geben. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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20.01.2000, OÖN
Überdachungspläne sind offenbar der letzte Schrei
Schon vor den Braunauern, wältzten auch die Schärdinger kühne Überdachungspläne (Glaskuppel). Doch aufgrund der Finanzierung und der gewaltigen Dimensionierung wird das Projekt derzeit nicht weiterverfolgt. Im benachbarten Burghausen in Bayern wird derzeit an einer Überdachung gearbeitet. In St. Veit in Kärnten kann man schon länger unter einem riesigen "Regenschirm" bummeln. (vgl. 17.01.; vgl. auch ähnliches Projekt im Burgenland, 23.09.1999)

17.01.2000, OÖN
Braunauer Überdachungspläne sind durchlässig
Die Behörden stehen den Überdachungsplänen einer Einkaufsstraße (Linzer Straße) sehr distanziert gegenüber. Die Denkmalschützer betonen den schweren Eingriff in den Ensembleschutz, auch wenn in St. Veit / Kärnten ein ähnliches Projekt verwirklicht wurde. Vor allem die kleine Variante (nur Überdachung der Gehsteige) wir überlegt. (vgl. 20.01.)

01.01.2000
Historische Gärten in Österreich seit 1. Jänner unter Denkmalschutz
In Oberösterreich sind es folgende Gärten: Bad Ischl: Kaiservilla, Gmunden: Villa Toskana, Linz: Bauernberganlagen; Neuwartenburg

15.12.1999, Der STANDARD
Grünes Licht für "Schloss-Hotel" Ort
Der Gemeinderat von Gmunden am Attersee hat letzten Montag (13.12.) die heftig umstrittene Flächenumwidmung beschlossen. Als nächsten Schritt zu einer möglichen Verwirklichung des Projekts muß nun das Land einer Änderung der Raumordnung zustimmen. Doch ab 1. Jänner kommenden Jahres hat auch das Denkmalamt Parteienstellung. Ab diesem Zeitpunkt steht nämlich der gesamte Toskanapark unter Denkmalschutz. Das "Komitee zur Erhaltung des Toskanaparkes", das sich - wie auch die Grünen - gegen die Verbauung der Toskana-Halbinsel aussprechen, hat mittlerweile mehr als 4000 Unterschriften gesammelt. Auch wird auf die negativen Gutachten und Stellungnahmen von Denkmalamt, Landschaftsplanern und Naturschutzstellen des Landes hingewiesen. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23/20.01.; 1999: 19.11., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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19.11.1999, OÖN
Land gibt Toskana-Hotelpläne nicht auf. Gmundner Umfrage klar gegen Projekt
Gmunden. Das Land will angeblich in einem "Gipfelgespräch" am 22.November dem Bundesdenkmalamt doch noch die Zustimmung zu einem Hotel im Toskanapark abringen. Es gibt zwar unmissverständliche Aussagen der Denkmalschützer, dass sie einem Hotelbau im Park - egal, an welcher Stelle - nicht zustimmen werden. Beim Land und auch im Gmundner Rathaus ist die Sache noch nicht erledigt. Dabei wartet jetzt das "Komitee zur Erhaltung des Toskana-Parks" mit dem Ergebnis einer Umfrage auf, die das Meinungsforschungsinstitut Dr. Brunmayr in Gmunden durchgeführt hat. Hochgerechnet aus 129 Interviews (repräsentativer Querschnitt) ergab sich, dass fast zwei Drittel der Gmundner gegen ein Hotel im Toskanapark sind, nur ein Viertel äußerte sich positiv zu dem Hotelbau. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23/20.01., 1999: 15.12., 07.10., 24.09., 18.09., 26.07.)
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07.10.1999, KRONE
Bürgerinitiative wehrt sich gegen ein Hotel-Projekt auf der Toskana-Halbinsel
Der Gmundner Gemeinderat beschloß am Dienstag die Einleitung der Flächenumwidmung auf der Toskana-Halbinsel. Eine Bürgerinitiative wehrt sich gegen den geplanten Bau eines Hotels auf der Halbinsel, die Anfang 2000 unter Denkmalschutz gestellt werden soll. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23/20.01.; 1999: 15.12., 19.11., 24.09., 18.09., 26.07.)
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24.09.1999, OÖN
Toskana-Hotel: Bürger fürchten illegale Aktionen
Gmunden. Befürchtungen, dass die zum Rückbau der Landesgartenschau im Toskanapark eingesetzten Baugeräte auch die Baugrube für das geplante Hotel ausheben könnten, äußerte gestern das Komitee zu Erhaltung des Parks. Architekt Helmuth Reischer stützt sich dabei auf fast 3000 Unterschriften für das Komitee, das sich gegen den Hotelbau neben der Villa Toskana ausspricht. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23/20.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 18.09., 26.07.)
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18.09.1999, OÖN
Toskanahotel: Denkmalamt hat das Wort
Gmunden. Von Bundesdenkmalamt hängt es jetzt ab, ob das geplante Kongresshotel im Toskanapark gebaut werden kann. Erst im Mai 1999 wurde die "kleine Villa Toskana" samt "Bodenmodellierung und Wegen" unter Schutz gestellt. Land und Stadt befürworten den Hotelbau im Interesse eines erwarteten Kongresstourismus. Eine Gruppe von Bürgern spricht sich ebenso wie die Grün-Fraktion im Gemeinderat gegen den Bau an dieser Stelle aus. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23/20.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 26.07.)
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02.09.1999, OÖN
Herrenhaus in Steyrling vom Abbruch bedroht
Das Herrenhaus des ehemaligen Sensenhammers "An der Schleifen" ist desolat und steht leer. Die Gemeinde sucht nun eine Verwendung für das Herrenhaus. Ein Demolierungsantrag wurde vom Bundesdenkmalamt abgelehnt. Das Haus wurde 1877 und 1890 im späthistoristischen Stil errichtet und steht unter Denkmalschutz.

26.07.1999, OÖN
Denkmalschutz für Toskana-Park könnte Hürde für Hotelprojekt sein
Gmunden. Eine kürzlich vom Nationalrat beschlossene Novelle des Denkmalschutzgesetzes (mit ihr werden historische Gärten ab 1.1.2000 unter Denkmalschutz gestellt) könnte zu einer weiteren Hürde für das Projekt eines Kongreßhotels im Gmundner Toskana-Park werden. (vgl. 2000: 30.06., 29.04., 27.04., 20.04., 12.04., 05.04., 18.03., 09.03., 16.02., 23/20.01.; 1999: 15.12., 19.11., 07.10., 24.09., 18.09.)
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14.06.1999, OÖN
Roßmarkt-Besitzer beharren auf Abbruchgenehmigung
Grieskirchen. Am 6. Juli entscheidet der Gemeinderat über die Zukunft des Hauses Roßmarkt 1. Beide Eigentümerinnen wollen das Areal verkaufen: Allerdings nur, wenn das ehemalige Kaiser-Wirtshaus abgerissen werden darf. Die Stadt wollte das Gebäude unter Denkmalschutz stellen, nachdem um Abbruchgenehmigung angesucht wurde. Experten hielten es aber nicht für erhaltenswürdig. (vgl. 2000: 28.11., 24.11., 23.02.)

14.06.1999, OÖN
Haus-Panne: Freispruch
Mit Freisprüchen endete der Prozeß um ein irrtümlich abgerissenes denkmalgeschütztes Arbeiterwohnhaus der Textil Linz AG. Der Verstoß gegen das Denkmalschutzgesetz sei zwar gegeben, aber ein Vorsatz der Beschuldigten nicht erweislich, so der Richter. (vgl. 12.06.1999)

12.06.1999, OÖN
Durch "Hörfehler" wurde das falsche Haus dem Erdboden gleichgemacht
Zur Renovierung vorgesehen war ein "historisches" Arbeiterwohnhaus der Linz Textil AG. Am 8. April war es plötzlich nicht mehr da. Der Prokurist der Firma mußte wegen Verstoßes gegen das Denkmalschutzgesetz vor Gericht. Ein bedauerlicher Irrtum, so der Beschuldigte: Gerade als er Anfang April dienstlich in Kanada weilte, hätte ihn ein Mitarbeiter wegen des bevorstehenden Abbruchs eines der Häuser der Linz Textil in der Dauphinestraße angerufen: Unter die Spitzhacke sollte allerdings das keineswegs denkwürdige Haus Nr. 31 kommen. Durch einen Hörfehler bei dem Übersee-Gespräch sei daraus fatalerweise das Haus Nr. 3 geworden: Dabei handelte es sich um ein Arbeiterwohnhaus aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts, das im Verein mit zwei benachbarten "Fabrikantenvillen" ein seltenes Zeugnis der Sozial- und Industriegeschichte darstellte. 1994 war das Ensemble unter Denkmalschutz gestellt worden. (vgl. 14.06.1999)

21.01.1999, OÖ. Wirtschaftskammer/Medienservice
OÖ. Wirtschaftskammer pocht auf zeitgemäßen Denkmalschutz
Wirtschaftlichkeit der denkmalgeschützten Häuser spielt für den Gesetzgeber keine Rolle, meint die OÖ. Wirtschaftskammer . . . (weiter)

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