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letztes Update 06.07.2001

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01.07.2001, KleineZeitung
Wenn es dunkel wird
Grabräuber sind die größte Angst für Archäologen, denn die richten in kürzester Zeit mehr Schaden an, als Tausende von Jahre anhaben können. Dabei schätzen die Räuber den Schutz der Dunkelheit. Und weil sie oft schnell und mitunter unprofessionell vorgehen, zerstören sie, was die Archäologen der Nachwelt erhalten wollen. Doch dabei kommt es höchst selten vor, dass sie auch wirklich wertvolle Funde bergen . . .   (Weiter bzw. mehr Aktuelles)

 
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01.07.2001, KleineZeitung
Wenn es dunkel wird
Grabräuber sind die größte Angst für Archäologen, denn die richten in kürzester Zeit mehr Schaden an, als Tausende von Jahre anhaben können. Dabei schätzen die Räuber den Schutz der Dunkelheit. Und weil sie oft schnell und mitunter unprofessionell vorgehen, zerstören sie, was die Archäologen der Nachwelt erhalten wollen. Doch dabei kommt es höchst selten vor, dass sie auch wirklich wertvolle Funde bergen. Auch der Historiker Ernst Lasnik, der kürzlich eine Liste über “Neue Archäologische Funde aus dem Bezirk Voitsberg” vorgestellt hat, musste schon oft indirekt Bekanntschaft mit den Grabräubern machen. Zwar würde es im Bezirk Voitsberg laut offiziellen Meldungen "nicht sehr oft" dazu kommen, dass sich jemand illegal an einer Ausgrabungsstätte zu schaffen macht, "aber was man darüber erfährt, ist meist nur die Spitze des Eisberges. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen", meint Bernhard Hebert vom Denkmalamt. Er glaubt auch, dass es manchmal Grundbesitzer nicht wagen, jemanden von einem Acker oder aus einem Wald wegzuweisen, der sich verdächtig verhält oder bei stockdunkler Nacht in der Erde buddelt. Erst vor wenigen Jahren wurde Anzeige erstattet, weil ein Wald plötzlich ausgesehen hat, als wäre er mit Bombentrichtern durchsetzt. Der Bauer, dem der Grund gehört, wurde von der Gendarmerie verständigt und war wie vom Donner gerührt, als er die riesigen Löcher sah.

01.07.2001, KleineZeitung
Ein Bildstock als Zankapfel
KAPFENBERG. Der Bildstock auf dem sogenannten Galgenhügel am Schirmitzbühel, gleich hinter der Obus-Haltestelle am Beginn der Kirchenwiese, wächst immer mehr zu und zugänglich ist es auch nicht mehr, beklagen sich immer mehr Einheimische bei Erich Pichler, SPÖ-Gemeinderat in Kapfenberg. Besonders ärgerlich dabei: Vor nicht allzu langer Zeit wurde der Bildstock mittels Spenden und Gemeindeleistungen renoviert. Angefangen hat das Problem, als das dazugehörige Grundstück verkauft wurde, und rund um das Marterl, das übrigens die letzte Gebetsstelle für Delinquenten einer nahegelegenen Hinrichtungsstätte markieren soll, von einem Zaun und Hecken umgeben wurde (Richard-Wagner-Gasse 2). Zunächst suchte man eine Lösung durch Versetzen des Marterls, was am Geld scheiterte, und den Nachteil gehabt hätte, dass auch der historische Kontext verwischt worden wäre. Jetzt will man eine Lösung mittels Grundtausch anstreben.

30.06.2001, SN
Grazer Altstadt per Mausklick entdecken
GRAZ. Erstmals ist es möglich, per Mausklick Wissenswertes über Bauten der Grazer Altstadt zu erfahren (Baugeschichte, -beschreibung und auch Fotos). Gedacht ist die Datenbank als Serviceleistung für Einwohner und Touristen, Architekten und Bauwerber. Unter Altstadt Graz Informations System (AGIS) sind vorerst rund 10.000 Gebäude erfasst, vor allem in der Zone 1 der Innenstadt ist die Bausubstanz detailgenau dokumentiert. Die Datenbank soll demnächst auf alle Schutzzonen ausgeweitet werden.

20.06.2001, KleineZeitung
Wertvolle Fresken drohen entgültig zu verfallen
PERNEGG. Der Pernegger Pfarrer Josef Rosenberger klagt: “Wenn man jetzt nicht rasch handelt, sind die Fresken für immer verloren.” Es geht um die Pfarrkirche und deren spätbarocken Fresken von Joseph Adam von Mölck, und wieder dreht sich alles um das liebe Geld (rund 4 Mio. Schilling, ca. 0,29 Mio. Euro) die jetzt fehlen. Bereits 8 Mio. Schilling (= 0,58 Mio. Euro) wurden in die Restaurierung der Frauenkirche investiert, und jetzt haben Bund und Land plötzlich die finanzielle Unterstützung eingestellt, doch Diözese und Pfarre können die Mitteln allein nicht aufbringen.

13.06.2001, KRONE / WienerZeitung, Stmk.
Barockes Juwel in neuem Glanz / Mariazell braucht Ihre Hilfe
MARIAZELL. Nach neun Jahren anspruchsvoller und hochwertiger Arbeit, präsentiert sich die Basilika Mariazell, eine der größten Wallfahrtsorte Mitteleuropas, bereits zu großen Teilen im neuen Kleid. Jetzt wurde der fertig gestellte vordere Kirchenraum mit Johann Bernhard Fischer von Erlachs Hochaltar als erster Höhepunkt präsentiert. Die Restaurierungsperiode ist mit 15 Jahren veranschlagt und soll 2007, zum 850-Jahr-Jubiläum, abgeschlossen sein. Doch die Restaurierung verschlingt gewaltige Geldbeträge. Das Kuratorium "Mariazell braucht Ihre Hilfe!" bittet um Spenden auf das P.S.K.-Konto "Mariazell braucht Hilfe" Konto-Nummer 2132000. (vgl. 01.04.1999)

12./18.06.2001, KRONE / KleineZeitung // WienerZeitung, Stmk.
Steuer-Refundierung bei der Denkmalpflege / Plus/minus null im Kirchenbudget. - Steirische Diözese kämpft um sakrale Bauten und gegen Mehrwertsteuer // Diözese Graz-Seckau will Mehrwertsteuer bei Denkmalpflege zurück
STEIERMARK. Auf die Diskrepanz zwischen Mehrwertsteuerbelastung und immer geringerer Denkmalförderung hat der Leiter der Finanzkammer der Diözese Graz-Seckau, Josef Groß anlässlich der Präsentation des Rechnungsabschlusses hingewiesen. Der Rechnungsabschluss für das Jahr 2000 (791,8 Mio Schilling, 57,5 Mio Euro) ging sich wieder plus/minus null aus, wobei 80,4 Prozent durch Kirchenbeiträge abgedeckt wurden. Besondere Kraftanstrengungen sind für die vielen Kirchenrestaurierungen nötig. Zudem würde das Bundesdenkmalamt der Diözese stets ziemlich teure Auflagen erteilen. "Von dort haben wir im Vorjahr nur vier Millionen Schilling (= 0,29 Mio. Euro) erhalten." Wenn es so weiter gehe, würden Kirchen wohl wie in Frankreich dem Verfall preisgegeben. Ein Riesenproblem für die Kirche sei die Mehrwertsteuerbelastung. "Allein in der Steiermark haben wir dem Finanzminister 30 Mio. Schilling (2,18 Mio. Euro) abgeliefert." Kanzler Schüssel habe eine Befreiung davon signalisiert, hofft Groß auf Realisierung.

12./13.06.2001, KleineZeitung, Stmk.
Notsituation" für steirische Burgvögte. - Die finanziellen Kürzungen des Landes für die steirischen Burgen und Schlösser gefährden viele Restaurierungs- und Bauvorhaben
STEIERMARK / THÖRL. Die Burgruine Schachenstein in Thörl bräuchte dringend ein Dach, um die gut erhaltene Bausubstanz vor dem Verfall zu retten. Das Material zur Sanierung liegt bereits bereit, doch der Besitzer der Burgruine, Andreas Stieber, der die Ruine gemeinsam mit dem Verein “Kultur erleben” sanieren will, klagt: “Wir haben für Schachenstein kein Geld mehr.” Der Grund: Der Revitalisierungsfond des Landes Steiermark wurde drastisch gekürzt. Folglich ergeben sich für viele Burgerhalter in der Steiermark “eine Notsituation”, wie der Präsident des Steirischen Burgenvereins, Michael Schmeja, bei einer Zusammenkunft des Vereins in Thörl betonte. Schmeja sieht die Erhaltung der 300 steirischen Burgen und Schlösser gefährdet: “Etliche Bauvorhaben können nicht mehr weitergeführt oder abgeschlossen werden. Wie bei der Burgruine Schachenstein gibt es auch bei der Burgruine Dürnstein bei Neumarkt das gleiche Problem. Teilweise wurde die Burg bereits mit einem Dach versehen, doch jetzt ist das Geld ausgegangen, jammert Burgvogt Deutz Lothar. Bei der Burg Deutschlandsberg stöhnt die gleichnamige Gemeinde über die Kürzungen von 25 auf 10 bis 15 Prozent, und beim Schloss Alt-Kainach fehlt ebenso jetzt Geld fürs Dach. Dietrich Herzog, Vizepräsident des Steirischen Burgenvereins (und Obmannstellvertreter des Burgvereines der Burg Gösting in Graz), betonte ebenfalls die enorme Wichtigkeit öffentlicher Gelder. "Damit wissen wir, dass unsere Arbeit anerkannt wird." Und das sei wichtig, gerade jetzt, wo das Interesse an Burgen und Schlössern in der Bevölkerung, vor allem bei der Jugend, sehr groß ist. (vgl. 13.03.2001 etc.)

09.06.2001, KleineZeitung
Deckelknopf, Eternit und die Kraft der Kultlinien. - Diether Kramer wird das Schicksal des Kulm mitbestimmen. Als archäologischer Gutachter.
PUCH/WEIZ. Diether Kramer, Archäologe am Grazer Landesmuseum, ist jener Gutachter, dem das Bundesdenkmalamt Gehör schenken wird im Streitfall Kulm. Und damit wird Kramer ein gewichtiges Wörtchen mitreden, ob der Kulmgipfel unter Denkmalschutz gestellt wird, und wie sich dies auswirken könnte. In etwa einem Monat soll das Gutachten vorliegen. (vgl. 15.05.2001 etc.)

03.06.2001, KleineZeitung
Die Brücke ist wieder
EDELSCHROTT. Die schon 1687 erstmal erwähnte “Ströberne Brücke” in Edelschrott nahe dem Gasthaus Hierzmann über den Guggibach hat ihren Namen bekanntlich wegen ihres mit Stroh gedeckten Daches. Sie wurde sogar lange Zeit vom Schwerverkehr benutzt, doch langsam setzte der Verfall ein. Das Strohdach wurde undicht und Regenwasser brachte die Holzkonstruktion zum Morschen. Schon vor mehr als 10 Jahren hat sich August Gössler für die Sanierung eingesetzt. Doch erst jetzt konnte die Restaurierung abgeschlossen werden (u.a. halfen Schüler der Grazer Ortweinschule). Über Vermittlung des Bundesdenkmalamtes, das auch die Kosten für die Dachdeckung übernahm, konnte auch ein Betrieb gefunden werden, der auf Strohdächer spezialisiert ist. (vgl. 17.03.2000)

E I N Z E L N E   N A C H T R Ä G E : (die vollständigen Artikeln wurden chronologisch eingeordnet)
11.05.2001, INITIATIVEN-ERFOLG: Einsatz für Haus Lind, Graz
05.05.2001, Hellblaue Blase mit drei Hautschichten (Eiserne Haus bzw. Neue Kunsthalle), Graz
13.03.2001, Geschmolzener Revi-Fonds belastet Steinschloss-Pläne (Burgruine Steinschloss)
10.03.2001, Burgen halten dem Budget nicht stand. Der Revitalisierungsfonds zur Sanierung historisch wertvoller Bauwerke wird von 250 Millionen S auf nur 30 Millionen gekürzt, Stmk.
07.03.2001, Vom “Ruin” bedroht zu verfallen. Betroffene wollen "Notwehrgemeinschaft" (Burgruine Schachenstein), Thörl

26.05.2001, KleineZeitung
Bitte um Hilfe
LEUTSCHACH/SCHLOSSBERG. In einem Leserbrief (Karl Prasser, Ehrenhausen 179) wird auf den desolaten Zustand eines Wegkreuzes hingewiesen. Nahe der Staatsgrenze beim Alpengasthaus Pronitsch wird ein wunderschönes Wegkreuz dem Verfall preisgegeben. Eine Restaurierung wäre wünschenswert.

22.05.2001, KleineZeitung
Alte Neptunstatue wird der Stadt Bruck zurückgegeben
BRUCK/MUR. Der sogenannte “Steinerne Brunnen” oder “Neptun Brunnen” wurde 1795 am Brucker Hauptplatz errichtet. 1948 wurde der Brunnen abgetragen und in die Mur “entsorgt”. Die Neptun-Statue allerdings konnte von der Familie Hartner aus der Mur gerettet werden und zierte seitdem deren Garten. Heute, nach 53 Jahren, wird die dringend sanierungsbedürftige Neptunstatue der Stadt Bruck zurückgegeben. Nach der Restaurierung soll die Statue öffentlich zugänglich und geschützt im Bereich des Stadtmuseums aufgestellt werden.

15.05.2001, KleineZeitung
Besitzstörungsklage auf dem eigenen Besitz
PUCH/WEIZ. Angefangen hat alles, weil Georg Schlatzer, Eigentümer des Gipfels am Kulm, durch eine Sperre gegen eine Unterschutzstellung seines Gipfels durch das Denkmalamt protestieren wollte. Nun ist der Kulm wieder offen, aber nur für Gäste seines “Kulmwirts”, dem die Sperre ein sattes Umsatzminus gebracht hat. Doch am Kulmgipfel befindet sich auch ein Kreuzweg. Ein Weg, der zwar den Wallfahrern offen stehen sollte, aber ebenso im Eigentum von Schlatzer steht. Jetzt läuft eine Besitzstörungsklage. Aber nicht Schlatzer klagt, sondern die Kirche und die Gemeinde. "Es ist ein Servitut, das sich auf diesem Weg befindet und das von den Wallfahrern auch genützt werden darf. Aber weil dies nicht möglich ist, kommt das einer Besitzstörung gleich", erzählt der Pucher Pfarrer. Der Bürgermeister von Puch hat sich nur ungern der Klage jetzt angeschlossen, aber er habe alles versucht. Sogar einen runden Tisch organisiert. "Die Frau vom Denkmalamt hat versprochen, dass der Kulmwirt alles tun kann, was er will, und nur ein Wegbau oder ein Hausbau vorher geprüft werden müssen, aber der Schlatzer sieht rot, wenn er nur das Wort Bundesdenkmalamt hört", erinnert sich Zöhrer. Schlatzer verteidigt sich und fühlt sich bedrängt, weil das Denkmalamt nicht nachgebe und ihm "nur negative Folgen" aus dem Beschluss erwachsen würden. Derzeit prüft das Bundesdenkmalamt in einem neuerlichen Gutachten, was geschützt werden müsse. In erster Linie geht es um archäologische Ausgrabungen, die aus der Keltenzeit stammen. (vgl. 09.06.2001, 10.04.2001 etc.)

13.05.2001, KleineZeitung
Baujuwel erhält mit Umbau den dringend nötigen Schliff
ST.MAREIN/KNITTELFELD. In ein Seniorenheim wird das denkmalgeschützte Schloss Wasserleith in St. Marein bei Knittelfeld umgebaut. Wohnbau-Genossenschaft baut, Caritas ist der Betreiber. Vorgestern fand der Spatenstich statt.

11.05.2001, KleineZeitung, Stmk.
INITIATIVEN-ERFOLG: Einsatz für Haus Lind
GRAZ. Rund zweihundert Namen (u.a. Friedrich Achleitner, Volker Giencke, Eilfried Huth) ist die Liste jener Personen lang, die sich bislang der “Initiative zur Erhaltung des Hauses Lind” angeschlossen haben. Das von Herbert Eichholzer und Viktor Badl in den 1930er-Jahren erbaute Wohnhaus in der Rosenberggasse soll restauriert und öffentlich genutzt werden. In diese Richtung liegt auch ein einstimmiger Landtagsbeschluss vor. Derzeit laufen Verkaufsgespräche. (vgl. 28.02.2001)
D E T A I L S : Biographie Herbert Eichholzers bzw. Foto des Haus "Lind" siehe unter: http://www.korso.at/korso/DStmk/eichholzer/ecker.htm
ACHTUNG: Komitee zur Erhaltung des Hauses Lind: Johannes Fiedler/Jördis Tornquist, Graz, Richard-Wagner-Gasse 27, Tel. (0316) 38 40 47, Fax 38 31 97, E-Mail: fiedler.j@aon.at

05.05.2001, KleineZeitung, Stmk.
Hellblaue Blase mit drei Hautschichten
GRAZ. Am 21. Juli 2003 soll die Fertigstellung des Grazer Kunsthauses gefeiert werden. Am 16. Juli soll mit dem Abbruch des Altbestands (FOTO) beziehungsweise mit der Sicherung der denkmalgeschützten Substanz des "Eisernen Hauses" (FOTO 1, FOTO 2) begonnen werden. Eine Überraschung erbrachten die Bauforschungsarbeiten am historischen Bestand des "Eisernen Hauses". In einer zugemauerten Nische fand man die gusseiserne Statue der Muse Polyhymnia, einer der neun Zeus-Töchter. Sie wird restauriert und erhalten. Abgenommen wird jenes Mosaik, das Rudolf Pointner 1955 für das Café Lechner schuf. Das Kunstwerk übersiedelt zur Thalia, wo es sich in das 1950er-Jahre-Ambiente tatsächlich bestens einfügen sollte. (vgl. 03/04.03.2000 etc.)
ACHTUNG: Lesen Sie mehr über die herausragende Bedeutung des Eisernen Hauses, das auf dem Areal des geplanten Kunsthauses steht.

27.04.2001, KleineZeitung / Der STANDARD
Thalia Graz: Vierter Anlauf lässt hoffen / “Thalia”-Neubau: Etwas, das sich auflöst, gefällt
GRAZ. Vier Anläufe hat es bereits gegeben, doch jetzt wird das ehemalige Kino "Thalia" in der steirischen Landeshauptstadt wirklich um- bzw. ausgebaut. Neu hinzu kommen ein Hotel, eine Probebühne für die Vereinigten Bühnen Graz sowie Büro-und Geschäftsflächen. Das aktuelle Projekt, hervorgegangen aus einem geladenen Gutachterverfahren, setzt jetzt dem denkmalgeschützten Altbestand aus den 1950er Jahren in der Grazer City zwei klar getrennte Baukörper auf. Über dem ehemaligen Cafe sollen in den vier Stockwerken 72 Hotelzimmer Platz finden. Das Cafe im ersten Stock soll als 50er-Jahre-Juwel restauriert werden und als neue Hotellobby fungieren. Als schwierigste Aufgabe zeigt sich die Gestaltung des Vorfelds, der Terrassen hin zum Opernring. Bauträger Acoton träumt von einer Einkaufspassage mit exklusiven Boutiquen, die aber im Einklang mit den Vorstellungen von Stadtplanung und Denkmalschutz ausgeformt sein muss. In diesem Bereich ist der Plan von Heinz Hierzegger noch sehr vage. (vgl. 02.12.2000 etc.)

10.04.2001, KleineZeitung
”Wirte sollten Leute nicht verscheuchen” Streit am Kulm ist für die Bürger ein heißes Thema
PUCH/WEIZ. Seit vergangener Woche ist das Plateau des Aussichtsberges nahe Puch bei Weiz geschlossen, weil ein Streit um den Denkmalschutz entbrannt ist. Der Besitzer der meisten Gründe, Georg Schlatzer, duldet keine Spaziergänger mehr und will damit gegen die “drohende” Unterschutzstellung protestieren. In der Bevölkerung der Umgebung ist die Aktion des Gastwirtes aber Thema Nummer eins. Nur wenige haben Verständnis dafür. Franz Meißl, Gastwirt in Puch und auch im Tourismusverband tätig: “Für die Region ist es ein Wahnsinn. In der ganzen Steiermark gibt es keinen Aussichtsberg, der in alle Richtungen einen so schönen Blick bieten kann. Und jetzt bleiben die Touristen wahrscheinlich aus.” Doch der Streit scheint festgefahren. Es wird wohl auf einen Rechtsstreit hinauslaufen, und der kann dauern. (vgl. 15.05.2001, 07.04.2001 etc.)

08.04.2001, KleineZeitung
Geschichte holt Garage ein
GRAZ. Die Stadt hat am Donnerstag beschlossen, am Karmeliterplatz im Pfauengarten eine Tiefgarage zu bauen. Doch Archäologe Manfred Lehner von der Uni Graz macht jetzt auf den Umstand aufmerksam, dass mit höchster Wahrscheinlichkeit sehr bedeutende archäologische Funde zu Tage treten werden. Das schließt er aus der vergangenen Notgrabung beim Umbau des Landesarchivs am Karmelitermarkt. Dort machte man eine sensationelle Entdeckung. Man fand die ältesten Gräber der Steiermark aus dem 13. Jh. v. Chr. Da wurde das meiste vom Bagger aber leider zerstört. Die Archäologen füchten nun wieder, dass vieles wieder verlorengeht, doch der Archäologe vom Denkmalamt, Thomas Stanzer, will nun genau aufpassen.

07.04.2001, KleineZeitung
”Wilde Stiere” sind wieder Kulm-Thema
PUCH/WEIZ. Der Kulm ist gesperrt. Damit will der Eigentümer gegen den geplanten Denkmalschutz protestieren. Seit fast drei Wochen heißt es für Wanderer und Radfahrer “Betreten verboten”. Doch das Denkmalamt will den Berg unter Schutz stellen, da sich dort eine prähistorische Siedlung aus der Keltenzeit befindet. Weiters einige kirchliche Gebäude und ein alter Kreuzweg. Der Besitzer des größten Anteils, Georg Schlatzer, sieht das aber nicht ein und will nicht wegen jeder kleinen Grabung vorher beim Denkmalamt anfragen. Schon zum zweiten Mal hat er gegen den Bescheid berufen, wobei er auch dem Denkmalamt eine Frist gesetzt hat (“so wie sie auch”). Und nun ist das Plateau eben gesperrt. “Und wenn es sein muss, wird es am Kulm keine Wanderer mehr gegen, weil sich hier Stiere tummeln”, gibt er sich kämpferisch. Für Christa Farka vom Denkmalamt ist seine Reaktion völlig unverständlich, da es doch überhaupt keine Nachteile gebe. “Er kann das Areal weiterhin so bewirtschaften wie bisher und Kosten für eventuelle Untersuchungen zahlt das Denkmalamt doch selber”. Zwischen den Fronten steht jetzt der Bürgemeister der Gemeinde Puch bei Weiz. Seine Gemeindestube wird seit der Sperrre von aufgebrachten Bürgern gestürmt. Jetzt überlegt der Bürgermeister gemeinsam mit benachbarten Gemeinden eine Resolution an das Denkmalamt zu schicken. (vgl. 10.04.2001)

24.03.2001, KURIER
Kein Geld für Weltkulturerbe
GRAZ. Die älteste Stadtansicht von Graz stammt aus dem 15. Jh. - und ist halb verfallen. Das “Landplagenbild” an einer Außenwand des Grazer Domes muss saniert werden. Derzeit ist das Bild unter einem Schutzverbau versteckt. Das Mausoleum aus dem 17. Jh. steht ebenfalls auf der Sanierungsliste, denn den nächsten Hagel könnte das zu dünn gewordene Kupferdach nicht mehr überstehen. 20 Mio. Schilling (= 1,45 Mio. Euro) dürfte die Sanierung kosten. Diözesankonservator Heimo Kaindl ärgert sich: “Wir haben Probleme das Geld aufzutreiben. Und das Bundesdenkmalamt gewähre für steirische Bauten gerade 7 Mio. Schilling (= 0,51 Mio. Euro) pro Jahr.”

23.03.2001, KleineZeitung
Denkmalschutz zu spät: “Schwalbennest” zerstört
GRAZ. Wieder ist ein Grazer Altstadthaus der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Gestern wurde mit den Abrissarbeiten am “Schwalbennest” (Kapaunplatz / Ecke Neutorgasse) begonnen. Die sofortige Reaktion des Landeskonservators und des Baurechtsamtes scheint leider zu spät gekommen zu sein. Etliche Jahre dauerte der Streit um Abbruch dieses Hauses. Der Eigentümer, Hubert Auer, hat einen Abbruchantrag gestellt. Begründung: Unwirtschaftlichkeit einer Sanierung. Obwohl die Altstadt-Sachverständigenkommission ein Gutachten gegen den Abriss erstellt hat, wurde von der Grazer Baubehörde im Februar dem Antrag des Bauherren stattgegeben. Landeskonservator Friedrich Bouvier erklärt, dass er von diesen Plänen erst vor wenigen Tagen erfahren habe. Es wurde laut Paragraph 57 des Denkmalschutzes eine sofortige einstweilige Unterschutzstellung ausgesprochen. Innerhalb weniger Minuten war der Bescheid für einen Baustopp ausgestellt, doch die Zustellung an den Eigentümer war nicht möglich, da er im Ausland weilte. Auf die Frage, warum das Denkmalamt mit einer Unterschutzstellung so lange zugewartet habe, antwortet Bouvier: “Wir sind davon ausgegangen, dass ein negativer Bescheid der Altstadtkommission ohnehin genug ist.” Baustadtrat Josel: “Auer handelt hier gegen den Bescheid”. Somit kann eine Strafe bis zu. 700.000 Schilling (= 50.870 Euro) verhängt werden.

18.03.2001, KleineZeitung
Burggasse 15: WEGRAZ beruft gegen Denkmalamt
GRAZ. Seit etlichen Jahren wird um die Erhaltung oder den Abriss des Altstadthauses Burggasse 15 (Ecke Einspinnergasse) ein erbitterter Kampf geführt. Schon zu Beginn der 90er Jahre wurde das Gebäude vom alten Besitzer komplett entkernt. Der neue Besitzer, die WEGRAZ, suchte dann um den Abriss aus wirtschaftlichen Gründen an. Die Grazer Baubehörde erteilte die Bewilligung, doch daraufhin erließ das Bundesdenkmalamt 1997 eine “einstweilige Unterschutzstellung wegen Gefahr in Verzug”. Nachdem jetzt der entgültige Bescheid zur Unterschutzstellung erlassen wurde (alle strassenseitigen Fassaden müssen erhalten werden), legte gestern der Eigentümer beim Verwaltungsgerichtshof dagegen Beschwerde ein

13.03.2001, KleineZeitung, Stmk.
Geschmolzener Revi-Fonds belastet Steinschloss-Pläne
MARIAHOF. Der dahingeschmolzene und auf ein Minimum gekürzte Revitalisierungsfonds des Landes lässt bei so manchen Sanierern von Burgen, Schlössern, Ruinen und anderer historischer Substanz die Sorgenfalten tiefer werden. Der neue Fördersatz von bloß zehn Prozent des Investitionsvolumens gilt auch für längst eingereichte Projekte - wie etwa das Steinschloss im Naturpark Grebenzen hoch über Mariahof. "Nun müssen rasch alternative Finanzierungswege gefunden werden, denn der Verfall beschleunigt sich zunehmend", so Bernhard Stejskal, Obmann des Tourismusverbandes Naturpark Grebenzen über die höchstgelegene und größte Burganlage der Steiermark. Doch ohne finanzkräftige Privatfinanciers wird das Projekt Steinschloss kaum voranzutreiben sein. Der Mobilisierung solcher soll unter anderem die bevorstehende Gründung eines überregionalen Burgenvereines dienen, dem Experten aus der Schweiz und Deutschland angehören. (vgl. 12./13.06.2001, 10.03.2001 etc.)

10.03.2001, KleineZeitung, Stmk.
Burgen halten dem Budget nicht stand. Der Revitalisierungsfonds zur Sanierung historisch wertvoller Bauwerke wird von 250 Millionen S auf nur 30 Millionen gekürzt
LAND STEIERMARK. Es kommt einem Erdbeben gleich, das hunderte alte, wertvolle Bauten zum Einsturz bringen könnte, fürchten zahlreiche Kulturinitiativen das kurz vor der Beschlussfassung stehende Landesbudget. Von 250 Millionen Schilling (= 18,17 Mio. Euro) jährlich auf 30 Millionen (=2,18 Euro). Verbunden mit einer ebenfalls deutlich niedrigeren Förderquote von bis zu zehn Prozent wird damit so manches kulturell bedeutende Bauwerk der Steiermark endgültig dem Verfall preisgegeben. “In den vergangenen Jahren wurden aus dem Revitalisierungsfonds jährlich hunderte Projekte unterstützt”, erklärt Dieter Schoeller, Leiter der zuständigen Fachabteilung 1b der Landesregierung. “Etwa viele Initiativen, die mit viel persönlichem Einsatz einige der 300 steirischen Burgen, Schlösser und Ruinen erhalten oder wieder aufbauen möchten. Oder unzählige für das Land charakteristische Bauernhäuser, Heustadeln und Marterln, die fachgerecht saniert und somit erhalten werden konnten. Bisher wurden Arbeiten an solchen Projekten zu 25 Prozent vom Land unterstützt. Da diese meist von Freiwilligen geleistet wurden, konnte das Geld aus der Förderung für den Ankauf des Baumaterials verwendet werden. Viele solcher Initiativen haben gerade mehrjährige Sanierungskonzepte laufen - und stehen nun mitten im Projekt ohne jede weitere Hilfe da. So wie Andras Stieber von der Burgruine Schachenstein: “Jetzt wird das Mauerwerk schneller verfallen, als wir es wieder richten können.” (vgl. 13.03.2001, 07.03.2001)

07.03.2001, KleineZeitung, Stmk.
Vom “Ruin” bedroht zu verfallen. Betroffene wollen "Notwehrgemeinschaft"
SCHACHENSTEIN. Die Burgruine Schachenstein in Thörl droht nun entgültig zu verfallen. Nachdem Andreas Stieber seine Liebe zu Schachenstein entdeckt hatte, begann er mit dem Verein "Kultur erleben" die Burgruine zu sanieren. Doch die bisherigen Maßnahmen könnten vergebens gewesen sein. Hat doch das Land Steiermark den sogenannten Revitalisierungsfond empfindlich gekürzt: Statt bisher 250 Millionen Schilling (=18,17 Mio. Euro) sind nur noch 30 Millionen (= 2,18 Mio. Euro) im Topf. Bis zu 25 Prozent Förderung konnten Kulturinitiativen oder Eigentümer historisch wertvoller Bauwerke in Anspruch nehmen. Jetzt sind es nur noch zehn Prozent. "Mit 25 Prozent konnte man schon etwas machen, zumindest die Mehrwertsteuer ist wieder zurückgeflossen", resümiert Stieber, "aber mit zehn Prozent Förderung sagen sich viele, das zahlt sich nicht mehr aus". Jetzt ist es aber kaum noch möglich den Verfall der Burgruine zu stoppen, meint Stieber und sein Projektmanager Günter Meinhard. Ihre Hoffnung: "Wir Gleichgesinnten könnten eine schlagkräftige Organisation werden, wir formieren uns bereits." (vgl. 10.03.2001 etc.)

28.02.2001, KleineZeitung
Beispiel gebauter Klarheit
GRAZ. Der Architekt Herbert Eichholzer wurde in den vergangenen Jahren als wesentlicher österreichischer Vertreter der Architekturmoderne wieder entdeckt. Ein von Eichholzers in seiner Substanz weitgehend erhaltenen Bauten, das Haus Lind in der Grazer Rosenberggasse 18, steht nun zum Verkauf. Das “Komitee zur Erhaltung des Hauses Lind” stellen ihr Projekt zur Rettung des Gebäudes vor. Fest steht, dass das 1935 erbaute Haus, ein Musterbeispiel für architektonische Klarheit, unter Denkmalschutz gestellt wird. (vgl. 11.05.2001)
D E T A I L S : D E T A I L S : Biographie Herbert Eichholzers bzw. Foto des Haus "Lind" siehe unter: http://www.korso.at/korso/DStmk/eichholzer/ecker.htm
ACHTUNG: Komitee zur Erhaltung des Hauses Lind: Johannes Fiedler/Jördis Tornquist, Graz, Richard-Wagner-Gasse 27, Tel. (0316) 38 40 47, Fax 38 31 97, E-Mail: fiedler.j@aon.at

07.02.2001, KleineZeitung
Startschuss zum neuen Hauptbahnhof
GRAZ. Heimlich, still und leise haben die Bundesbahnen mit den Vorbereitungen zum Neubau des Hauptbahnhofes begonnen. Jetzt wurden alle Bewilligungen erteilt. Im Juni beginnt der Abbruch der alten Bausubstanz. Die Halle links wird weitgehend umgestaltet, während die Halle rechts vom Haupteingang zur Gänze abgerissen wird. Lediglich der Eingang bleibt nahezu gleich, da er unter Denkmalschutz steht.

26.01.2001, KleineZeitung
Von der alten Mühle zum Melrose Place
GRAZ. Die Umwandlung und Restaurierung einer ehemaligen Grazer Mühle in ein Wohnhaus heimste drei Auszeichnungen ein. Aus der 130 Jahre alten Mühle in der Orpheumgasse in Graz ist ein Wohnhaus geworden, aber erst nach einigen Käpfen mit dem Denkmalschutz. Denn anfangs sollte auch die Holzstützenkonstruktion fallen, doch dann wurden die unerwartet unter Denkmalschutz gestellt. Jetzt ist der Architekt Hans Gangoly sogar froh, dass es so kam, denn die Verbindung von Altem und Neuem ist so einzigartig, dass das Projekt drei Preise erhielt (u.a. österreichischen Bauherrenpreis, den Anerkennungspreis des Piranesi-Awards, einer mitteleuropäischen Architekturauszeichnung). Jetzt soll auch noch das nebenan liegende Bedienstetenhaus der Mühle umgebaut werden.

11.01.2001, KleineZeitung
Pipeline kreuzt dutzende archäologische Denkmäler
WESTSTEIERMARK. Die TransAustria-Gasleitung wird laut ÖMV-Plan rund 100 Kilometer quer durch die Steiermark führen. Doch bei den Grabungsarbeiten trifft man immer wieder auf Hindernisse. Denn die Pipeline kreuzt unzählige archäologische Fundstätten - manche davon mehr als 5000 Jahre alt. "Rund 32 Fundstätten werden da allein in der Weststeiermark gekreuzt", so Archäologe Hannes Heymanns, “zwei Siedlungen aus der Bronzezeit sind dabei, etliche Grabhügel aus der Römerzeit. Und wir hoffen nur, in der Eile nicht noch mehr zu zerstören." (vgl. 10.01.2001)

11.01.2001, KleineZeitung
Bitterer Beigeschmack um das LKH-Eingangszentrum
GRAZ. Das alte Mauthaus am Riesplatz in Graz stört den städtebaulichen Charakter für den Neubau eines LKH-Eingangszentrums, weil das Mauthaus genau vor dem Eingang stehen bleiben würde. Da eine Einigung scheiterte, schwebt nun eine Enteignung im Raum (Grund: Enteignung wegen des Umbaus der 7er-Linie). Friedrich Roland, Eigentümer des Mauthauses: “"Dann werde ich mit dem Denkmalschutz des 100-jährigen Hauses weiterkämpfen."

10.01.2001, KleineZeitung
Für Grabhügel ist kein Platz mehr: Autos haben Vorrang
STEIERMARK. Von rund 40.000 archäologischen Denkmälern in der Steiermark (in Österreich insgesamt sind es 90.000) sind nur zehn Prozent zu erhalten. Moderne Bauvorhaben sind wichtiger. So fallen beim Straßenbau durch den Johngraben bei Rassach vier 1800 Jahre alte Grabhügel aus der Römerzeit zum Opfer. Die Notgrabungen beginnen im März. Christa Farka, die Chefarchäologin im Bundesdenkmalamt in Wien, weiß, dass Kompromisse eingegangen werden müssen, doch muss sie mit Bedauern feststellen, dass der archäologische Denkmalschutz immer erfolgreicher angefochten wird, d.h. es kommt zu sehr hastigen Notgrabungen. Jüngstes Beispiel für gefährdete Kulturgüter ist der Bau der TransAustria Gasleitung in St. Marein. (vgl. 11.01.2001)

12.12.2000, Kleine Zeitung
”Es geht hier um Menschen und nicht um Betonwände”
KAPFENBERG. Der Kapfenberger Stadtpfarrer Gerhard Krisper ist sauer, weil das Bundesdenkmalamt die für ihn beste Variante einer Kirchenheizung in seiner erst 40 Jahre alten Kirche “Maria Königin” nicht erlaubt.

10.12.2000, KRONE
Grünes Licht für die Bergbahn Mariazell
MARIAZELL. Nun hat das Bundesministerium den Bescheid des Landeskonservators zur Unterschutzstellung der Mariazeller Seilbahn auf die Bürgeralm “entschärft”. Es müssen nur die 1928 errichteten Portale der Berg- und Talstation erhalten bleiben, der Rest darf neu gebaut werden. (vgl. 2000: 23.11., 19.07., 15.07.)

02.12.2000, Kleine Zeitung
Sorge um Thalia-Zukunft
GRAZ. Die Architektenkammer fordert für den Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Thalia-Kinos in der Grazer Altstadt einen offenen Wettbewerb. Denn derzeit möchte die Grazer Stadtplanung nur die drei Büros, die sich bereits mit dem Thalia befaßt haben, mit weiteren Entwicklungen beauftragen. (vgl. 27.04.2001 etc.)

23.11.2000, KRONE
Streit um den Ausbau der Mariazeller-Bahn beendet
MARIAZELL. Die Bau-Groteske um die Mariazeller Seilbahn auf die Bürgeralpe ist beendet. Der ausgestellte Denkmalschutz der Anlage wurde kürzlich doch aufgehoben. Allerdings mit der Auflage, dass der vordere Teil des Hauses unbedingt erhalten bleiben muss. Das Problem mit dem Denkmalschutz begann, als fünf Minuten vor der entscheidenden Bauverhandlung der Bescheid des Denkmalamtes einlangte. Dies verhinderte vorerst die Verlegung der Talstation direkt an die Straße. Doch nun können sich die Projektbetreiber freuen, denn ein Baustopp hätte weitreichende Folgen gehabt: Das Land als 75% Eigentümer hätte die Bahn in drei Jahren geschlossen. (vgl. 2000: 10.12., 19.07., 15.07.)

17.11.2000, Kleine Zeitung
Geschützte Bauten
133 Mio. Schilling (ca. 9,67 Mio. Euro) gibt der Bund heuer für den Denkmalschutz aus. In Kärnten und Steiermark wurden heuer 39 Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Ab diesem Zeitpunkt hat das Bundesdenkmalamt bei jeder Veränderung des Hauses Mitspracherecht. Dementsprechend häufig wird gegen den Denkmalschutzbescheid berufen, wobei wirtschaftliche Gründe nicht geltend gemacht werden können, erklärt Karin Bauer vom Landeskonservatorat Kärnten. Für Investoren sind denkmalgeschützte Häuser trotzdem oft nicht uninteressant, obwohl die Nutzung stark eingeschränkt ist, meint der steirische Landeskonservator Friedrich Bouvier. (vgl. 2000: 20.11., 17.11., 16.11., 13.11., 10.11.)

19.07.2000, KRONE
Denkmalschutz blockiert Neubau - Bau-Groteske um die Mariazeller Seilbahn
MARIAZELL. Groteske um die Schwebebahn auf die Mariazeller Bürgeralpe. Nachdem schon die Verlegung der aus dem Jahr 1928 stammenden Talstation mühsam ausverhandelt war, kam fünf Minuten vor der Bauverhandlung der Denkmalschutz-Bescheid. Ing. Erich Haring, der Betriebsleiter der Seilbahn, versteht die Welt nicht mehr. (vgl. 2000: 10.12., 23.11., 15.07.)

15.07.2000, Kleine Zeitung
Im Mariazellerland kocht die Volksseele
MARIAZELL. Das Bundesdenkmalamt verhindert den Umbau der Seilbahn auf die Bürgeralpe. In der Region empfindet man diesen Bescheid als Watsch´n. Denn pünkltich zur Bauverhandlung zum Aus- und Umbau der Seilschwebebahn kam das “Nein” des Landeskonservators Bouvier. Die Talstation der Bahn darf nicht auf das Niveau der Wienerstraße verlegt werden, die Stützen von 1927/28 müssen bleiben. Für Bürgermeister Pertl ist nun das Überleben der Seilbahn gefährdet, denn die Stufen zur Talstation sind ein Ärgernis vieler Gäste. (vgl. 2000: 10.12., 23.11., 19.07.)

03.06.2000, KleineZeitung / Der STANDARD
Grazer Altstadt gehört nun offiziell zum “Weltkulturerbe” / Lebensfreude in historischer Baukultur
GRAZ. Mit einer Sondersitzung des Gemeinderates hat die steirische Landeshauptstadt Graz am Freitag die Überreichung der Urkunde für das “Weltkulturerbe Altstadt Graz” begangen. Die Grazer Altstadt gilt als eine der am besten erhaltenen Altstädte der Welt. Im September 1972 initierte Professor Max Mayr eine Unterschriftenaktion “Rettet die Altstadt”, die innerhalb von nur 2 Monaten über 100.000 Unterschriften einbrachte. Dies mündete 1974 in ein “Altstadtgesetz”, das die Grundlage für die Unversehrtheit der Altstadt und die jetzige Weltkulturerbe-Auszeichnung bildete. Anlässlich dieses Festaktes wurde auch Max Mayr mit dem Ehrenring der Stadt Graz ausgezeichnet. (vgl. 02.12.1999)

20.05.2000, KRONE, Stmk.
Letzte Chance als Weltkulturerbe
LEOBEN. Zur unendlichen Geschichte gerät der Verfall des ehemaligen Werkshotels in Leoben-Donawitz, ein Jugendstilbau aus dem Jahr 1911. Das seit neun Jahren leerstehende Gebäude, einst ein architektonisches Kleinod, verfällt immer mehr. Ein letzter Hoffnungsschimmer ist nun die UNESCO, denn Peter Gutmayer hat den Antrag um Aufnahme des Hotels in das Weltkulturerbe-Programm gestellt.

11.05.2000, Kleine Zeitung
Grabräuber wüten in der Steiermark
Wolfgang Artner, freiberuflicher Archäologe und Lehrbeauftragter an der Uni Graz, warnt vor einer “deutlichen Zunahme von Raubgrabungen in der archäologischen Großregion der Südsteiermark”. Zwei Gruppen von Grabräubern, eine aus dem Bezirk Voitsberg, die andere aus Deutschlandsberg gelinge es immer öfter Kelten- und Römergräber auszurauben. Durch die unsachgemäße Öffnung der Fundstätten entsteht großer kulturhistorischer Schaden. Deshalb wird gebeten, jede Wahrnehmung der Gendarmerie bzw. dem Bundesdenkmalamt zu melden.

(17.03.2000), ISG-Magazin 1/2000
Ströhberne Bruck´n
In Edelschrott (Bez. Voitsberg) auf der steirischen Seite der Pack, etwas abseits der alten Bundesstrasse an der Einmündung des Guggibachl´s in den Hierzmannstausee, steht die Ströhberne Bruck´n. Sie ist eine Holzbrücke mit Überdachung und einem Alter von fast 200 Jahren. Sie ist ausserdem wohl die einzige strohgedeckte Brücke in der Steiermark [und in Österreich?]. Leider ist die alte Brücke in einem sehr traurigem Zustand. Das Strohdach ist an vielen Stellen eingefallen und die Holzbrücke ist so der Witterung stärker ausgesetzt. Vermorschung des Holzes ist die Folge. Eine Sanierung ist dringend notwendig, will man die interessante Brücke als Original erhalten. Der Revitalisierungsfond des Landes Steiermark und auch das Bundesdenkmalamt haben bereits namhafte Beträge zugesagt, doch die Gemeinde findet ihren finanziellen Anteil trotzdem zu hoch. (vgl. 03.06.2001)

08/09.03.2000, Kleine Zeitung / KRONE
Einsturz bei Badlwand-Galerie in Peggau / Es kam, wie es kommen musste
Die aus dem Jahr 1844 stammende, denkmalgeschützte Eisenbahn-Galerie (der älteste Bahnkunstbau Österreichs!) ist auf einer Länge von 30 Metern eingestürzt. Der Landeskonservator Friedrich Bouvier übt nun Kritik am Verein zur Rettung der Badlwandgalerie, dass er nicht schon vorher Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, sondern nur auf das Geld für eine Gesamtsanierung gewartet hat. Die Freiheitliche Parlamentsabgeordnete Beate Hartinger fordert von den zuständigen Stellen ein klares Bekenntnis zur Erhaltung des Baudenkmals, denn letztes Jahr wurde schon eine parlamentarische Anfrage an die zuständige Ministerin Gehrer gestellt, doch es gab kein Geld. Nun - nach dem Teileinsturz der 167 Meter langen Badlwandgalerie - fand in Wien ein Krisengipfel statt, wobei die Ministerin den Verein vor die Wahl gestellt hat: “Entweder werden Mittel für eine Generalsanierung flüssig gemacht - oder die gesamte Galerie sollte - schon zum Schutz der Bevölkerung - sofort abgetragen werden.”
ACHTUNG: Der Verein zur Rettung der Badlwand-Galerie bittet dringend um Ihre Unterstützung !

03/04.03.2000, Kleine Zeitung / Salzburger Nachrichten
Deutliches Ja zum Kunsthaus / Disput
GRAZ. Nachdem der neue Finanzminister von einer Finanzierungsbeiteiligung Abstand nehmen will, meint dazu die neue Grazer FPÖ-Tourismus- und Wirtschaftsstadträtin Margit Uray-Frick, es könne auf keinen Fall sein, dass sich die Bundesregierung von diesem am Standort “Eisernen Haus” vorgesehenen Vorhaben verabschiede. (vgl. 05.05.2001, 02.03.2000 etc.)
ACHTUNG: Lesen Sie mehr über die herausragende Bedeutung des "Eisernen Hauses", das auf dem Areal des geplanten Kunsthauses steht.

02.03.2000, Kleine Zeitung
Der Finanzminister hat kein Geld fürs Grazer Kunsthaus
Noch letzes Jahr wurde vom Bund ein Drittel der Finanzierung (200 Mio. Schilling) für das Grazer Kunsthaus zugesichert (im Rahmen des EU-Projekts “Kulturstadt 2003”). Der neue Finanzminister will aber sparen und möchte das Projekt nun nicht mitfinanzieren. (vgl. 2000: 03./04.03., 19.02., 13.02.)
ACHTUNG: Lesen Sie mehr über die herausragende Bedeutung des "Eisernen Hauses", das auf dem Areal des geplanten Kunsthauses steht.

19.02.2000, Kleine Zeitung
Kunsthaus: 120: Projekte eingereicht
Beim Architektenwettbewerb “Grazer Kunsthaus 3”, wurden 120 Projekte “anonym” eingereicht (davon 80% aus dem Inland). Die Jurysitzung erfolgt am 5.-7.April, da soll eine erste Vorentscheidung fallen. (vgl. 2000: 03./04.03., 02.03, 13.02.)
ACHTUNG: Lesen Sie mehr über die herausragende Bedeutung des "Eisernen Hauses", das auf dem Areal des geplanten Kunsthauses steht.

13.02.2000, Kleine Zeitung
Kunsthaus: Finale am Montag
Am 14.2. ist Einrichschluß für den Architektenwettbewerb “Neues Grazer Kunsthaus”, das auf dem Areal des sogenannten “Eisernen Hauses” entstehen soll. Nach wie vor ungeklärt ist aber das Schicksal des 150 Jahre alten “Eisernen Hauses”, das nach Ansicht von Experten durchaus schutzwürdig wäre. Dass dies beim Wettbewerb nicht schon vorher abgeklärt wurde, wird mehrfach kritisiert. (vgl. 2000: 03./04.03., 02.03, 19.02.)
ACHTUNG: Lesen Sie mehr über die herausragende Bedeutung des "Eisernen Hauses".

16.01.2000, Kleine Zeitung
Kulturgut verfällt im Bezirk Radkersburg. Abriss des letzten strohgedeckten Hauses
Kaum ein altes Bauernhaus aus dem 19.Jh. (oder älter) hat sich im Bezirk Radkersburg erhalten. Unter den strohgedeckten Häusern hat sich nur ein einziges Gebäude in Pfarrsdorf erhalten. Doch auch dieses soll nun im Frühjahr abgetragen werden, denn vor einigen Wochen ist das Strohdach unter den Schneemassen eingebrochen und der Eigentümer zeigt an der Erhaltung kein Interesse. Das Bild- und Tonarchiv am Landesmuseum Joanneum versucht deswegen schon seit 1973 gefährdetes Kulturgut fotografisch zu erfassen, sodass zumindest Fotodokumentationen über die zerstörten Kulturgüter der Nachwelt erhalten bleiben. In Waasen bei Straden sind noch einige ältere Bauernhäuser erhalten, wobei das Haus Nr. 28 als ältestes Haus der ganzen Region besondere Erwähnung verdient. Besondere Sorge bereiten jedoch auch die vielen alten Kellerstöckl und Presshäuser.

13.01.2000, Kleine Zeitung, Graz
Der City-Bahnhof auf totem Gleis - Geplante Shops am Jakominiplatz eröffnen mit Verspätung
U. a. kam es beim Libro wegen Umbauplänen zu Schwierigkeiten mit dem Denkmalamt und der Altstadtkommision. So steht das Scheiner-Haus noch immer mit einer verbretterten Auslage da.

09.01.2000, Kleine Zeitung
Endloses Trauerspiel um ein Grazer Altstadthaus
Seit vielen Jahren befindet sich das Haus Burggasse 15 (1785 erbaut, mit schöner Plattenstilfassade) in einem ruinösen Zustand. Bereits seit dem zweiten Weltkrieg, als es einen Bombentreffer abbekam und nur notdürftig saniert wurde, verfällt es zusehends. Ein Sanierungsauftrag der Stadt Graz aus dem Jahr 1991 wurde ignoriert. Die Stadt Graz hat 1997 schließlich die Abbruchbewilligung erteilt (wegen Unwirtschaftlichkeit einer Sanierung). Doch das Denkmalamt stellte es in letzter Minute wegen “Gefahr in Verzug” unter Schutz (der entgültige Denkmalschutz-Bescheid ist aber noch in Bearbeitung).

01.01.2000
Historische Gärten in Österreich seit 1. Jänner unter Denkmalschutz
In der Steiermark sind es folgende Gärten: Gleichenberger Kurpark, Brunnsee, Graz: Eggenberg, Schloßberg und Stadtpark; Hollenegg

22.12.1999, Kleine Zeitung
Erstrahlt Burg Oberkapfenberg bald ganz in Weiß?
Im kommenden Jahr hat man vor, die Burg weiß zu färbeln. Weiß ist die einzige Farbe, die vom Denkmalschutz genehmigt wird. Die Historikerin Helga Papst ist von der Idee begeistert. Der Obmann des Burgvereins und damit auch "Burgherr" Helmut Jaksch hingegen kann sich mit der Idee einer weißen Burg nicht so recht anfreunden. Auch in der Bevölkerung gehen die Meinungen zu dieser Frage auseinander.

02.12.1999, Die PRESSE
Auszeichnung für Graz: Altstadt wurde zum Unesco-Weltkulturerbe
Nach der Altstadt von Salzburg, Schloß und Park von Schönbrunn, der Region Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut und der Semmeringbahn wurd nun die Altstadt von Graz als fünfter österreichischer Beitrag in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen (weltweit bisher 582 Einträge). (vgl. 03.06.2000)

14.10.1999, Die KRONE
Wo einst sogar ein Kaiser residierte
Das Schloß Hanfelden (bei Unterzeiring) sei mit keinem anderen Gebäude in der Steiermark vergleichbar, schwärmen Experten. Das Schloß (in Besitz von Fam. Neuper) steht heute noch genauso da, wie auf einem Vischer-Stich aus dem Jahr 1681 abgebildet. Das Denkmalamt und andere Institutionen haben sich zwar mehrmals bemüht, das Schloß zu bewahren, vor Jahren wurde unter anderem ein Notdach errichtet, einen wirklichen Stopp des Verfalls wurde aber noch nicht erreicht. Wenn nicht bald etwas geschieht, droht das Schloß endgültig zu verfallen.

30.09.1999, KRONE, Stmk.
Verlassen, aber nicht vergessen
Die Laurenti-Wehrkirche in Vordernberg, die neben der Straße auf dem Präbichl steht, wurde im 15. Jahrhundert erbaut und nach einem Brand 1882 erneuert. Jetzt weist sie große Schäden auf, die dringend saniert werden müssen. Durch die Feuchtigkeit sind Malereien gefährdet.

15.08.1999, ORF 2, Österreich-Bild
Schloß Thalerhof wird abgerissen
THALERHOF. Das kleine und desolate Renaissanceschloß Thalerhof bei Graz wir nächstes Jahr abgerissen. Der Flughafen Graz-Thalerhof erweitert seine Landebahnen.

01.04.1999, Die PRESSE
"Einmaligkeit von Mariazell muß bewahrt werden"
MARIAZELL. Der Kustos für Mittelalter und Gotik in der Österreichische Galerie: Arthur Saliger, spricht von einer "zumindest partiellen Zerstörung eines Kulturdenkmals", wenn die Mariensäule versetzt wird. Denn die weltberühmte Wallfahrtskirche Mariazell ist auch eine Prozessionskirche, wo Hochaltar, Mariensäule und Gandenaltar die Haupt-Ecksteine einer "via sacra" bilden. Und diese Hauptpunkte sollten in ihrer einzigartigen Konstellation eigentlich als unverrückbar angesehen werden. (vgl. 13.06.2001, 1999: 10.02., 15.01.)

10.02.1999, Die PRESSE
Denkmalschutzgesetz ad absurdum geführt (Leserbrief)
MARIAZELL. Zur geplanten Versetzung der Mariensäule in Mariazell (Die Presse, 15.01.) meint Dr. Marc Oliver Stenitzer in seinem Leserbrief, daß die Innenraumkonzeption der Mariazeller Wallfahrtskirche doch ganz auf die zentrale Stelle der Mariensäule unter der Kuppel ausgerichtet ist, sodaß eine Versetzung dieser doch nur als sinnwidrig erachtet werden kann. (vgl. 1999: 01.04., 15.01.)

15.01.1999, Die PRESSE
Magna Mater mobilis: Die Mariensäule von Mariazell wird versetzt
MARIAZELL. Im seit Jahren heikelsten Konflikt zwischen Staat und katholischer Kirche in Österreich über die Frage der Restaurierung und Nutzung eines Kirchengebäudes ist eine Entscheidung in Sicht: Das Unterrichtsministerium nimmt einen Bescheid des Bundesdenkmalamtes zurück und erlaubt, daß die in der Mitte der Basilika von Mariazell stehende Mariensäule entweder verändert oder um einige Meter von ihrem angestammten Platz unter der Kuppel auf die Seite gerückt wird. Damit würde den Wünschen der Seelsorger entsprochen, die für die Liturgie zusätzlich zu dem von Fischer von Erlach konzipierten Hochaltar einen Volksaltar samt viel freiem Raum davor wünschen. (vgl. 1999: 01.04., 10.02.)

Wenn Sie noch weitere Pressemeldungen kennen, die hier nicht zu finden sind, dann würden wir uns über Ihre Nachricht sehr freuen.

 

ZUR BEDEUTUNG DES "EISERNEN HAUSES" (FOTO 1, FOTO 2)
(vgl. 05.05.2001, 2000: 03./04.03., 02.03, 19.02., 13.02.)
Das 1847 erbaute Warenhaus (Architekt Josef Benedikt Withalm) zählt international (!) zu den frühen Beispielen der Verwendung von Gußeisen im Hochbau (deshalb auch der Name “Eisernes Haus”). In der Steiermark ist es auf jeden Fall das einzige bekannte Beispiel dieser Technik. 1931 erfolgte ein größerer Umbau, wobei u.a. die Konstruktionsteile des Erd- und Zwischengeschoßes eingemauert - also nicht irreparabel zerstört - wurden. Schon damals monierte das Denkmalamt, dass Verhandlungen mit dem Denkmalamt mit Rücksicht auf die immense Bedeutung des Objektes in historischer Sicht wünschenswert gewesen wären, allein der Umbau war zu weit fortgeschritten.
Ausführlicher nachzulesen bei:
Ulrike Schuster, Verlorenes Graz, Wien, 1997, S. 71
Weitere Literatur:
Bouvier, Friedrich, Das Eiserne Haus, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz, Bd.10 (1978), S.221-234

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