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letztes Update 06.07.2001

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15.04.2001, NVT
”Clunia”: Jetzt zeigt auch das Land starkes Interesse
FELDKIRCH. Was soll mit der sensationellen archäologischen Entdeckung in Altenstadt geschehen? Es begann 1883, als der Industrielle Samuel Jenny im Areal “Uf der Studa” in Feldkirch-Altenstadt die Spuren einer römischen “Villa rustica” ausgrub. Doch die eigentliche archäologische Sensation folgte mehr als 100 Jahre später. Im Jahr 1998, bei einer geophysikalischen Prospektion, waren selbst Archäologen verblüfft und erstaunt über die Resultate: . . .  (Weiter bzw. Mehr Aktuelles)


 
 

 
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15.04.2001, NVT
”Clunia”: Jetzt zeigt auch das Land starkes Interesse
FELDKIRCH. Was soll mit der sensationellen archäologischen Entdeckung in Altenstadt geschehen? Es begann 1883, als der Industrielle Samuel Jenny im Areal “Uf der Studa” in Feldkirch-Altenstadt die Spuren einer römischen “Villa rustica” ausgrub. Doch die eigentliche archäologische Sensation folgte mehr als 100 Jahre später. Im Jahr 1998, bei einer geophysikalischen Prospektion, waren selbst Archäologen verblüfft und erstaunt über die Resultate: Die “Radarmessungen” zeigten eine ganze Ansammlung von Gebäuden (u.a. Speicher, Bäder). Die Fläche wurde unter Denkmalschutz gestellt, seither herrscht auf dem Areal ein absolutes Bauverbot. Doch wie geht es nun weiter ? Ein wichtiges Signal wurde vergangene Woche bei einer Sitzung in Feldkirch gesetzt, als Vertreter des Bundesdenkmalamtes, der Stadt und des Vorarlberger Landesregierung die weitere Vorgehensweise berieten. Es soll nun konkret mit den Grundeigentümern über eine Ablöse verhandelt werden. Doch zum Glück befindet sich ein maßgeblicher Teil der Fläche bereits im Besitz der Stadt Feldkirch. Mit wenigen Ausnahmen liebäugeln die Vertreter der zuständigen Institutionen mit einer späteren Ausgrabung des Geländes, nur dadurch könnte ein vollständiges Bild über die römischen Ruinen gewonnen werden, die nicht nur die Landeskonservatorin Madritsch als “archäologische Sensation, die in ihrer Art in weitestem Umkreis einzigartig ist”, bezeichnet. Und auch die Frage, die die Fachwelt schon seit längerem beschäftigt, ob es sich bei den Ruinen um das legendäre Clunia handelt, könnte vermutlich geklärt werden (Clunia ist in der mittelalterlichen Kopie der spätrömischen Straßenkarte “Tabula Peutingeriana” angeführt). Doch mit einer Ausgrabung allein wäre es nicht getan. Die freigelegten Ruinen müssten auch entprechend konserviert und abgesichert werden. (vgl. 05.04.2001)

06.04.2001, NVT
Rettungsversuch von Bregenz-Villa
BREGENZ. Den Antrag der Grünen in der vergangenen Stadtvertretungssitzung zur Prüfung über Erhalt der “Pohl-Villa” (Belruptstraße 54) nimmt Bürgermeister Linhart durchaus ernst: “Die Pohl-Villa ist zweifelsfrei Bestandteil eines wertvollen Villen-Ensembles des Belruptviertels, Bausubstanz aus der Jahrhundertwende, wie man sie in Bregenz nur vereinzelt findet”. Der Eigentümer der Pohl-Villa, die Baufirma Rhomberg, hat aber einen Abbruchantrag eingebracht, jetzt muß innerhalb der gesetzlichen Frist entschieden werden. Landeskonservatorin Madritsch: “Das Objekt wurde vor zwei Jahren geprüft und nicht als denkmalwürdig klassifiziert. Als Einzeldenkmal würden Qualitätsmerkmale fehlen.” Als möglichen Ausweg sieht Bürgermeister Linhart in Erstellung eines Gutachtens über das Ortsbild (und nimmt damit jenen Kritikern den Wind aus den Segeln, die über ein mögliches Naheverhältnis des Bürermeisters mit der Baufirma munkelten). Dies wurde jetzt von der Gemeindevertretung angeordnet. (vgl. 22.03.2001)

28.03.2001, NVT
Sanierung
GÖFIS. Einstimmig beschlossen die Göfiser Gemeindevertreter den Beginn der Erhaltungsarbeiten an der 800 Jahre alten Burgruine Sigberg. Im Frühsommer wird ein Abschnitt der am meisten gefährdeten Mauern saniert.

22.03.2001, NVT
Abriss-Gefahr
BREGENZ. Die 100 Jahre alte Jugendstilvilla in der Belruptstraße 54, bekannt als Pohl-Villa, soll nach den Wünschen des Eigentümers abgerissen werden, ärgert sich Gernot Kiermayr von den Bregenzer Grünen. Er stellte nun in der Stadtvertretung einen Antrag auf Erhaltung der Villa, denn auch die Stadt stufte den Bau als schützenswert ein, doch wurden bis dato keine Schritte eingeleitet, um dem Verfall Einhalt zu gebieten. (vgl. 06.04.2001)

15.02.2001, VNT / VN
Studie über Jüdisches Viertel. Zu Stein gewordenes Stück Geschichte
HOHENEMS. Am 19. Februar wird die städtebauliche Studie zum historischen Stadtkern im Pfarrsaal Hohenems Markt vorgestellt. Ziel ist es, den historischen innerstädtischen Bereich mit jüdischem Viertel kulturell und wirtschaftlich zu beleben. Die Stadt Hohenems wird sich in den nächsten Jahren intensiv mit der Sanierung von Objekten zu beschäftigen haben, die sich in ihrem Besitz befinden (Jüdische Schule, Wohnhaus/Harrachgasse, ehem. Gemeinde-Mikwe, Synagoge). Zwei Gebäude in der Harrachgasse sind aber schon in einem derart schlechten Zustand, dass der Bürgermeister einen Abbruch als beste Lösung erachtet. Doch da steht er im Konflikt mit dem Denkmalamt, das das gesamte Ensemble unter Schutz gestellt hat. (vgl. 26.01.2001)

03.02.2001, VN
”Viele und schwierige Patienten”
BREGENZ. Der einzige Restaurator des Landesmuseum in Bregenz bekommt immer mehr Arbeit. Johannes Weiß sieht sich - seit April 1999 einziger Restaurator am Landesmuseum - einer ständig wachsenden Menge “krankender” Ausstellungsstücke gegenüber. Im Argen liegen auch immer mehr Stücke der Schausammlung des Museums (alte Vitrinen, starke Temperaturschwankungen, falsche Luftfeuchtigkeit ). So ist der Sonderdacher Altar aus der Spätgotik in einem so desolatem Zustand, dass er eigentlich entfernt werden müsste. Jetzt wird eine Arbeitsliste der dringenden Maßnahmen erstellt. Doch das allein wird ohne Investitionen zu wenig sein.

26.01.2001, VN
Tauziehen um historische jüdische Häuser - Judenviertel in Hohenems ist ein “einmaliges Ensemble in Europa”
1996 wurde vom Denkmalamt das gesamte jüdische Viertel in Hohenems mit insgesamt 22 Objekten unter Schutz gestellt (Das Judenviertel gliedert sich in die ehemalige Judengasse, heute Harrachgasse, Schulgasse und Schweizer Straße sowie den Judenwinkel). Ein Haus ist in einem derart schlechten Zustand, dass es die Stadt gerne abbrechen würde (Harrachgasse 4, Privatbesitz), doch Landeskonservatorin Dr. Renate Madritsch ist strikt dagegen, denn das Judenviertel bildet “in ganz Europa ein einmaliges Ensemble”. Inoffiziell will die Stadt auch das Haus Harrachgasse 2 (im Besitz der Stadt) der Spitzhacke opfern. (vgl. 15.02.2001)

05.10.2000, NVT
Ehrgeiziges Projekt zur Sanierung der Altstadt
Bludenz. Durch eine Initiative zur Altstadtsanierung will die Stadt Bludenz das Erscheinungsbild ihres historisch wertvollen Kerns aufwerten. Durch die finanzielle Förderung von Fassaden-Revitalisierungen durch Stadt, Land und Bund sollen möglichst viele Besitzer der 150 im Bereich der früheren Bludenzer Stadtmauer gelegenen Häuser zu deren Aufwertung angeregt werden.

02.08.2000, VN
Bartholomäberg war in Bronzezeit besiedelt
In diesen Tagen ist der Beweis erbracht worden, am Bartholomäberg gibt es eine prähistorische Höhensiedlung.

27.07.2000, VN
Feuchtigkeit nagt an Fresken - Renovierung steht ins Haus
Die St.-Nikolaus-Kirche in Bludesch ist das älteste Baudenkmal in Blumenegg. Jetzt steht die kostspielige Innenrenovierung an, da Fresken aus dem 14. Jh. mittlerweile gefährdet sind.

18.05.2000, VN
”Hohentwiel” - eine Erfolgsgeschichte
Der Verein Internationales Bodensee-Schifffahrtsmuseum feiert das 10-Jahres-Jubiläum zur Wiederinbetriebnahme des Bodensee-Raddampfers mit einer Jubiläumsfahrt und einem Bordfest. Der engagierte Verein hatte sich 1984 gegründet um den alten Raddampfer vor der Verschrottung zu retten und ihn aufwendig zu renovieren. Die Hohentwiel war die Staatsjacht des letzten Königs von Württemberg - deshalb ist sie besonders luxuriös ausgestattet.

10.05.2000, NVT
Stadt Dornbirn will die Rheintalhäuser erhalten
Studenten der Universität Innsbruck machen gerade eine Bauaufnahme der Häuser Bürgle 1, Klostergasse 1 und Eisengasse 11. Sie bilden die Prototypen eines sogenannten Einhauses., wo sich Wohnräume, Stall und Stadel unter einem einzigen Dach befinden. Das Haus Bürgle 1 befindet sich in einem besonders schlechten Zustand und steht trotz seiner Erhaltenswürdigkeit noch nicht einmal unter Denkmalschutz (die beiden anderen Häuser sind denkmalgeschützt).

02.05.2000, VN
Es war die Burg des Lebensretters: Geschichte der Nenzinger Ruine Welsch-Ramschwag . . .
Die bereits 1405/08 zerstörte Burg Welsch-Ramschwag in Nenzing (im Ortsteil Bazul) zerfällt seit dieser Zeit. Seit 1995 werden die Reste gesichert. Eine Initiative von Andreas Maitz und Herbert Greussing bildeten eine Arbeitsgruppe zur Restaurierung der Überreste. Grundprinzip war stets, die Restaurierungen in den für die Erbauungszeit typischen Handwerkstechniken vorzunehmen. Im heurigen Sommer soll die Konservierung des Bergfriedes abgeschlossen werden.

05.04.2000, NVT
"Clunia" soll in den Besitz von Stadt, Bund und Land
Eine sensationelle archäologische Entdeckung wurde in den vergangenen 2 Jahren in Altenstadt gemacht. Es wurde die lang gesuchte römische Straßenstation “Clunia” gefunden. Nun sollen die Grundeigentümer abgelöst werden. (vgl. 15.04.2001)

25.03.2000, VN
Was alte Häuser erzählen: Das Junker-Jonas-Schlösschen in Götzis sieht einer besseren Zukunft entgegen
Seit der letzten, eher notdürftigen Restaurierung, 1983, befindet sich der seit damals im Eigentum der Gemeinde stehende Rechteckbau mit dem markanten Turm in einer Art permanenten Nachdenkphase über seine Verwendung. Obwohl es bei der Neugestaltung des Zentrums von Götzis eine wichtige Rolle spielen sollte, ist die Nutzung des schönen alten Hauses an städtebaulich prominenter Stelle noch völlig ungeklärt. Fest steht nur, so Bürgermeister Werner Huber, "dass das Schlössle noch heuer unter denkmalschützerischen Gesichtspunkten restauriert und auch mit neuem Leben erfüllt werden soll". Wertvolle Anregungen bestehen, seit Landeskonservatorin Dr. Renate Madritsch vorschlug, als Vorbild das mit dem Junker-Jonas-Schlösschen gut vergleichbare, bereits hervorragend restaurierte Schloß Heubach unweit von Ulm heranzuziehen.

11.03.2000, VN / NVT
Geldmangel rettete einst Hatler Kirche / Restaurierung der St.-Leopold-Kirche
Dornbirn. Dass die Hatler Kirche in den 60er Jahren nicht “zu Tode” renoviert wurde, lag am Geldmangel. Heute sind Denkmalamt und Pfarre heilfroh. Denn im süddeutschen Raum ist keine Kirche aus dem 19.Jh. so vollständig erhalten. Im September soll mit der ersten Innenrestaurierung in Ihrer Geschichte begonnen werden, doch es fehlt noch Geld. Mittlerweile spenden 60 Hatler jährlich bis zu 150.000 S durch Daueraufträge. Für einzelne Gemälde werden Patenschaften verkauft. Ein Kochbuch wurde eigens geschrieben und feilgeboten. Den Ehrenschutz über die Aktionen haben Sohm, Spar-Dir. Heinz Wohlgenannt und ORF-Programmdirektor Roland Poiger übernommen. Zur Rettung dieses einzigartigen Kulturdenkmales aus dem 19. Jh. werden Spenden auf die Kontonummer 4.100.657 bei der Raika Dornbirn erbeten.

10.03.2000, VN
Aus für Holzsteg in Kressbronn
Die Denkmalschützer haben den Kampf für den Erhalt des letzten großen hölzernen Landungssteg für Bodenseeschiffe verloren. Den Aussschlag gaben die hohen Erhaltungskosten. Der Holzsteg von Kressbronn, der ca. 100 Meter in den Bodensee hinausragt, wurde 1871 erbaut und ist die letzte derartige Holzkonstruktion am Bodensee.

03.02.2000, NVT
Schlossplatz wird durch Monster-Gebäude zerstört
Hohenems. Beim geplanten Neubau eines Business-Hotel direkt neben dem Hohenemser Palast gehen die Wogen hoch. Viele Bürger lehnen die neue Architektur so dicht neben dem Renaissance-Schloss ab. Der Historiker und SP-Stadtrat Arnulf Häfele spricht von einem Monster-Projekt und meint: "Wenn man dieses Projekt durchzieht, ist der Schlossplatz aus meiner Sicht zerstört."

01.01.2000
Historische Gärten in Österreich seit 1. Jänner unter Denkmalschutz
In Vorarlberg sind es folgende Gärten: Bregenz: Palais Thurn und Taxis, Villa Raczinsky (Kloster Marienberg); Feldkirch: Villa Tschavoll; Dornbirn: Ensemble der Villengärten Waibel-Straßsse Nr. 11,12,14

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