N E T Z W E R K     D E N K M A L S C H U T Z

Ö S T E R R E I C H  /  W i e n   (1999 - 2001)

 

KONTAKT: netzwerk@denkmalschutz.at
 

NEU im Internet: BÜRGERINITIATIVE gegen Tiefgarage am NEUEN MARKT in Wien
NEU im Internet: HOCHHAUS-DISKUSSION zum Entwurf des neuen Hochhauskonzept (vgl. auch Bürgerinitiative Wien-Mitte)

 
 
NEU: BUCHPRÄSENTATION: Wiener Stadtbildverluste Dienstag, 6. November, 18 Uhr, im Künstlerhaus (Wien: Karlsplatz), Eintritt frei
Buch: Wiener Stadtbildverluste
Bürgerinitiative
BÜRGERINITIATIVE "Rettet die SOFIENSÄLE". WIEN. Bitte unterstützen Sie die Initiative zum Wiederaufbau der durch Brand beschädigten Sofiensäle mit Ihrer Unterschrift (fordern Sie eine Unterschriftenliste an, nur eine authentische Unterschrift unterstützt die Intiative, und nicht diverse Einträge ins Internet). Alle Informationen unter http://www.rettet-die-sofiensaele.at.

 
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SOFIENSÄLE DURCH BRAND BESCHÄDIGT ! ! !

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Die BÜRGERINITIATIVE "Rettet die SOFIENSÄLE" wurde soeben gegründet !!! (http://www.rettet-die-sofiensaele.at) e-mail:
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sofiensaele@gmx.at
. Es werden dringend Unterschriften für den Erhalt gesammelt und Mitstreiter gesucht ! Bitte um Kontaktnahme !!!. Zur Abgabe einer Unterstützungserklärung für den Wiederaufbau bzw. zum Eintrag in eine Kondolenzliste siehe auch http://www.sofie.at. Eigene Diskussion: nda.at-DISKUSSIONSFORUM

 

23.08.2001, Der STANDARD / Die PRESSE
”Sofie” vor Teilabriss / Sofiensäle: Versicherung läßt weiter wegen der Brandursache ermitteln
Sofiensaele-Hauptfront
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WIEN III. Ein Abriß der Sofiensäle-Ruinen (Marxergasse 17) wird immer wahrscheinlicher. Schon in den kommenden Wochen soll mit dem Teilabbruch von Mauern im Großen Saal begonnen werden, die laut Baupolizei umzustürzen drohen. Über einen Vollabriss sei noch nicht entschieden, aber die Sofiensäle AG habe beim Denkmalamt schon einen Antrag auf Aufhebung des Denkmalschutzes beantragt, um den Vollabriß zu bekommen. Währenddessen ermittelt die Allianz-Versicherung intensiv an der Brandursache. Auch wenn die Polizei die offiziellen Ermittlungen abgeschlossen hat, und festgestellt hat, dass das Feuer aus Fahrlässigkeit entzündet worden sei, will die Versicherung sich selber noch ein Urteil bilden. Regreßmöglichkeiten werden ebenso untersucht. Offene Fragen gebe es zum Beispiel auch noch zur Dachdecker-Firma: War sie als Subunternehmer tätig? Wer haftet für wen? (vgl. 2001: 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

22.08.2001, KRONE
Sofie: "Das Dach musste ja einfach Feuer fangen"
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WIEN III. Otto Babel, Hausmeister des gegenüberliegenden Wohnhauses der Sofiensäe (Marxergasse 17), konnte beim Aufwaschen des Stiegenhauses hautnah den Ausbruch des Brandes beobachten. "Insgesamt drei Arbeiter waren auf dem Dach der ´Sofie´, einer heizte mit dem Flämmgerät direkt neben die Dachrinne. Als es zu rauchen begann, seien zwei der Arbeiter plötzlich verschwunden. Ich hab´ mir noch gedacht, ein Wahnsinn, mit der Flamme so lange auf das Holz zu zielen. Das muss ja zu brennen anfangen." Seine Beobachtungen können nun ein neues Licht auf die Ermittlungen werfen. Denn selbst als es auf dem Dach der Sofiensäle schon heftig qualmte, habe der Arbeiter das Flämmgerät einfach nicht ausgeschaltet. (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

21/22.08.2001, WienerZeitung // KURIER / Der STANDARD
Sofiensäle: Politiker wollen Wiederaufbau / Diskussion um “Sofie” entbrannt - In der “Sofie” ist letzter Vorhang gefallen / Sofiensäle: “Nachbau des Originals wäre Unsinn”.
WIEN III. Die Hoffnung, das Gebäude in der Marxergasse 17 in seiner ursprünglichen Forum wieder aufzubauen, schwindet. Karl Pistotnik, Eigentümer-Vertreter der Sofiensäle AG, rechnet sogar damit, dass aufgrund der erheblichen Schäden der Denkmalschutz für das Gebäude aufgehoben wird: "Ein originalgetreuer
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Nachbau wäre wirtschaftlicher und kulturpolitischer Unsinn. Dass das Bundesdenkmalamt dies verstehe, bezweifle ich nicht.” Planungsstadtrat Rudolf Schicker möchte sich noch nicht festlegen: ”Ist ein Wiederaufbau möglich, ist abzuwarten, wie er machbar ist. Kann nur noch eine Kopie des alten Gebäudes errichtet werden, dann wäre mit dem Eigentümer eine neue Nutzung zu überlegen. Christoph Chorherr, Klubobmann der Grünen, plädiert für einen kompletten Neubau. Der Landesobmann der Jungen ÖVP, Georg Haunschmidt, macht sich für einen Wiederaufbau stark, und kritisiert: “Ist die Wiener SP-Stadtregierung wirklich nicht in der Lage, die historischen Wiener Gebäude vor derart leichtfertigem Umgang zu schützen, wenigstens minimale Brandschutzvorkehrungen bei Bauarbeiten vorzuschreiben?" Gleichzeitig sieht der VP-Chef Görg keine Hoffnung mehr: “Ich gehe davon aus, dass ein Wiederaufbau aus Sicht des Denkmalschutzes nicht möglich ist.” FP-Stadtrat Johann Herzog möchte, dass der Große Saal wieder aufgebaut wird. Drumherum könnte ein Hotel entstehen. Aber er forderte auch "volle Aufklärung des mysteriösen Brandes" und kritisierte: “Anstatt die Renovierung zügig voranzutreiben, sei nicht zuletzt durch Uneinigkeit zwischen Denkmalamt, Betreibern und dem "offensichtlich geringen Interesse der Stadt Wien" die Bausubstanz immer mehr einer Vernachlässigung ausgesetzt gewesen. Architekt Manfred Wehdorn, Denkmalpflegespezialist an der TU-Wien, der auch die Rekonstruktion der niedergebrannten Redoutensäle in der Hofburg plante, meint: “Historisch und baukunsttechnisch sind die Sofiensäle für Wien ganz wichtig. Der Dachstuhl beispielsweise ist eine der frühesten Eisenkonstruktionen. Bei allem Unglück haben die Redoutensäle gezeigt, dass man aus allem Negativen noch etwas Positives machen kann.” Nach Angaben der Allianz Elementar AG, "tritt nun die Feuerversicherung ein". Das bedeute, dass nach Feststehen der Schadenshöhe ausbezahlt werde - im Höchstfall 180 Mio. Schilling (= 13,1 Mio. Euro). Im Falle von Fahrlässigkeit bei den Flämmarbeiten am Dach trete eine Haftpflichtversicherung ein. Dies könnte jenen Dachdecker treffen, der die Arbeiten durchgeführt hatte. (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

21.08.2001, KURIER / Die PRESSE / Der STANDARD
”Sofie” droht doch der Abriss / Sofiensäle: Wiederaufbau fraglich - Polizei schließt Brandstiftung aus / ”Sofie”-Brand nicht gelegt
WIEN III. Nach fünf Tagen Löscharbeiten meldet die Wiener Feuerwehr nun “Brand aus” bei den Sofiensälen in der Marxergasse 17. Anwalt Karl Pistotnik, Aufsichtsratvorsitzender der Sofiensäle AG, meint, "Der Saal ist tot, kaputt, nicht mehr zu verwenden, nichts mehr zu retten." Endgültiges könne er zwar erst nach den offiziellen Gutachten sagen, aber "wir müssen einen Teil der noch stehenden, einsturzgefährdeten Mauern so rasch wie möglich abtragen - schließlich können die Marxer- und die Blattgasse nicht ewig gesperrt bleiben. Auch für die Hauptfassade in der Marxergasse schaut es nicht gut aus." Die Teilabtragung habe auch die Baubehörde bei einer ersten Begehung verlangt. “Sinnlos, sich was vorzumachen, wir werden abreißen müssen”, meint Pistotnik. Eine 1:1-Rekonstruktion lehnt er ab: “Das hätte Minimundus-Charakter.” Ansonsten ist die Zukunft ungewiss. Zwar sei die für das Hotelprojekt erteilte Baugenehmigung aufrecht, doch “war dieses Projekt immer an den Erhalt der Sofiensäle geknüpft”.Und bei aller Hochachtung vor dem historischen Wert des Gebäudes, glaube er nicht an die Sinnhaftigkeit, "ein paar Ruinenmauern" zu erhalten. Dazu festlegen will sich Landeskonservatorin Eva-Maria Höhle auch erst, wenn alle Gutachten über "die Standfestigkeit des Gebäudes" vorliegen. Für sie stellt sich dann die Frage, ob das, "was nach dem Brand übrig geblieben ist, noch ein Denkmal ist", denn auch Sie betont, dass das Löschwasser großen Schaden angerichtet habe. Die Sofiensäle AG gehört zur Privatstiftung Julius Eberhardts, eines altbekannten St. Pöltener Bauunternehmers. Michael Kendl, Brandreferent im Sicherheitsbüro, schließt Brandstiftung aus, allerdings werde wegen des Verdachtes auf "fahrlässiges Herbeiführen einer Feuersbrunst" ermittelt. Diese Fahrlässigkeit ergebe sich daraus, dass nur eine Person bei den Flämmarbeiten gearbeitet habe - ob dies ausreichend gewesen sei, werde geprüft. Das weist man bei der Bauholding Strabag AG, die die Arbeiten von einem Subunternehmer durchführen ließ, zurück. Es gebe keine Bauverordnung, die vorschreibe, wie viele Leute für diese Arbeiten einzusetzen seien. Und Wasserkübel, die laut Gesetz an der Dachbaustelle vorhanden sein müssten, seien bereitgestanden. Bei der heutigen Sitzung der Sofiensäle AG wird auch über die weiteren Hotel-Pläne diskutiert. Am Tag vor dem Brand hatte ein strategischer Partner sein Angebot für einen Einstieg beim Hotel-Projekt vorgelegt. Pistotnik: "Der Große Saal war aber natürlich ein fixer Bestandteil des Projekts." (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

20.08.2001, Die PRESSE / Der STANDARD / KURIER / WienerZeitung
Sofiensäle: Noch Glutnester / Brandwache im Ballsaal / Feuerwehr wacht weiter bei Sofiensälen - Souvenierjäger auf Lauer - Kondolenzbuch im Internet / Zukunft der “Sofie” ungewiss
WIEN III. Kein Ruß an der Fassade, keine Risse im Mauerwerk, ja nicht einmal Brandgeruch - drei Tage nach dem Großfeuer waren die Sofiensäle in der Marxergasse 17
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in Wien-Landstraße. Sonntagvormittag kein lohnendes Ziel mehr für das brennende Interesse von Schaulustigen. Doch der äußere Anschein täuschte. Drinnen hielt die Feuerwehr noch Brandwache: Die leichte Sommerbrise ließ immer wieder gefährliche Glutnester im Schutt des völlig zerstörten Ballsaales aufflackern. "Alles im Griff, aber noch nicht ,Brand aus'", hieß es in der Wiener Feuerwehrzentrale. Begehrliche Blicke warf so mancher Souvenirjäger am Wochenende auf jene Objekte, die das Feuer in den Wiener Sofiensäle unbeschadet überstanden hatten. Grund für den Veranstaltungsbetreiber, die heil gebliebenen Stücke langsam in Sicherheit zu bringen. Die Spurenauswertung gestaltete sich extrem schwierig, Wasser und Löschschaum haben viele Details, die zur Klärung der Frage, warum sich das Feuer so schnell ausgebreitet hat, vernichtet. Großes Interesse haben die Kriminalisten auch an der Aussage eines Musikers, der berichtet hatte, dass ausgehängte Feuerlöscher in dem Großen Saal leer gewesen seien. PETITION. Wer sein Bedauern über den Brand äußern und sich für den Wiederaufbau der legendären Sofiensäle einsetzen will, der kann dies im Internet tun: Auf der Homepage der Veranstalter http://www.sofie.at wurde ein “Kondolenzbuch” eingerichtet, samt Petitionsliste. Denn “bei entsprechender Unterstützung unserer Initiative durch Besucher und Freunde können sich Entscheidungsträger wie Eigentümer, Politiker und Bundesdenkmalamt diesem Anliegen nicht so ohne weiters verschließen.” (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

19.08.2001, KURIER
Hoffnung auf Wiederaufbau der Sofiensäle
WIEN III. Vorsichtiger Optimismus: Statiker, Architekten und Versicherungssachverständige nehmen jetzt die Brandruine der Sofiensäle in der Marxergasse 17 genauer unter die Lupe. “Der Tanzboden und viele Teile der Mauern schauen durchaus gut aus”, sagte Matthias Fletzberger von der Kultur Consult, Veranstaltungsbetreiber der Sofiensäle. Er glaubt sogar, dass ein eingeschränkter Betrieb im unversehrt gebliebenen blauen Saal bald möglich ist. Entscheidend ist auch die endgültige Klärung der Brandursache. Und die steht für das Sicherheitsbüro praktisch fest: Das Feuer entstand bei den Flämmarbeiten durch einen Dachdecker, der an einer undichten Stelle Dachpappe aufgebracht hat. “Wir müssen noch klären, welche Sicherheitsbestimmungen dafür gelten und ob diese fahrlässig missachtet wurden. Brandstiftung ist ziemlich sicher auszuschließen”, sagte ein Ermittler. Letztlich werde die Sache ein Versicherungsfall werden. Da kann sich die Allianzversicherung mit sich selbst streiten: Bei ihr sind sowohl Gebäude als auch die Dachdeckerfirma versichert. (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

18/19.08.2001, Die PRESSE / KRONE
”Löschwasser hat die Spuren vernichtet!” / Brandursache ungeklärt
WIEN III. "Die Spurensuche gestaltet sich als äußerst schwierig. Was das Feuer nicht vernichtet hat, wurde von Abertausenden Litern Löschwasser zerstört!", so einer der ermittelnden Kriminalbeamten, "Normalerweise untersuchen wir ein Objekt vor allem anhand der Brandspuren. Ist die Hitze aber zu groß, werden die Spuren vernichtet. Dieses Szenario sei bei den Sofiensälen sehr wahrscheinlich. Deshalb könne man nicht sagen, ob die Ursache des Brandes jemals einwandfrei zu klären ist. Auch die Aussage jenes Arbeiters, der beim Brandausbruch auf dem Dach gearbeitet und beim Löschen eine Rauchgasvergiftung erlitten hatte, brachte nichts Neues. Er will irgendwann Rauch bemerkt haben - und wollte mit einem Kübel voll Wasser löschen . . . Und weist jede Schuld von sich. (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

18.08.2001, Der STANDARD
Sophiensäle: Feuerlöscher unbrauchbar - Löscher vielleicht "bei einem Festl leer gespritzt"
WIEN III. Nach der Feuersbrunst in den Sofiensälen (Marxergasse 17) haben sich Zeugen gemeldet, die von nicht funktionierenden Feuerlöschern am Brandort berichten. "Wir hatten noch versucht, im Großen Saal zwei Feuerlöscher zu betätigen - aber die waren leer. Die waren einfach leer", berichtet der Hornist Balduin Wetter, der noch während des Brandausbruchs mit seinem Ensemble “Helios 18” eine Plattenaufnahme hatte, von den letzten dramatischen Minuten in den Wiener Sofiensälen. Die Betreiber bestreiten das. Die Löschgeräte seien regelmäßig kontrolliert worden. Die Feuerpolizei hält es jedoch für möglich, dass die Löscher während eines Events leer gespritzt worden sind (die letzte Brandschutzbegehung fand am 1. Juli 2001 statt). Brandabschnitte und -melder waren nicht zwingend vorgeschrieben, doch gab es vereinzelt Brandmelder. Bei Veranstaltungen genügten Feuerwachen." Debakel für Agentur "Grad im letzten halben Jahr haben wir Sanierungsarbeiten um rund 2 Mio. Schilling (=145.000 Euro) durchführen lassen", ärgert sich indes Sonja Soukup von der KulturConsult, “Um das alte Gebäude eventtauglich zu machen.” Doch, so Soukup, "gegen einen Brand von oben hätten auch Türen in den Sälen nichts ausgerichtet". Sie geht von 15 bis 20 Mio. Schilling (= 1,09 bis 1,45 Mio. Euro) Schaden für ihre Eventagentur aus, die die Sofiensäle bis April 2002 gemietet hat. Die Dachreparatur war von der Bauholding-Tochterfirma Strabag im Auftrag der Eigentümer - der Sofiensäle Aktiengesellschaft - durchgeführt worden: die Sofiensäle AG verfüge über eine Haftpflicht- samt Feuerschadenversicherung von 180 Mio. Schilling (= 13,08 Mio. Euro). Auch die Entscheidung des Denkmalamtes sei abzuwarten: "Es ist möglich, dass der Große Saal wiedererrichtet werden muss." Umdenken müssen werde man bei den schon länger gewälzten Umbauplänen der Säle in ein 250-Zimmer-Hotel, meint Vorstandssprecher Kövesi. (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

18.08.2001, KURIER / KRONE
Der Morgen nach dem Großbrand . . . - Sechs Fragen verlangen nach einer Antwort / Trauer um ein Musik-Juwel - In der “Sofie” war nichts zu retten
WIEN III. Bis in die gestrigen Morgenstunden hat es in den zur Ruine gewordenen Wiener Sofiensälen (Marxergasse 17) noch gebrannt. Tagsüber glosten Glutnester im
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Schutt hinter der großteils heil gebliebenen Fassade. Der Schaden soll laut Polizei zumindest 100 Mio. Schilling (= 7,27 Mio. Euro) ausmachen. Die Sofiensäle AG schätzt den Schaden auf unter 350 Mio. Schilling (= 25,4 Mio. Euro). Spezialisten des Sicherheitsbüros sichern nun Spuren. Das Interesse gilt vor allem dem Zeitraum zwischen (bemerktem) Brandausbruch und Alarmierung der Feuerwehr (12.58 Uhr). Bisher bekannte Aspekte würden für ein Fahrlässigkeitsdelikt sprechen. Erst gestern früh wurde das ganze Ausmaß der Verwüstung sichtbar: Der Große Saal sowie der Trakt entlang der Blattgasse sind eingestürzt bzw. ausgebrannt. Der Anbau parallel zur Seidlgasse und der Bereich des Haupteingangs wurden kaum in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem der Große Saal bot ein bizarres Bild: Während auf der Tanzfläche Schutt lag, schienen gleich daneben Vorhänge und Einrichtung den Brand fast unbeschadet überstanden zu haben. Für die Feuerwehr ist der Einsatz in der Brandruine nicht ganz ungefährlich: Löschwasser hat die Mauern in dem ehemaligen Schwimmbad aufgeweicht, Decken hängen durch. “Wir dürfen einsturzgefährdete Teile in dem Gebäude nicht betreten”, sagte der Feuerwehr-Einsatzleiter. Es sind zwar einige Decken, aber nicht das ganze Gebäude einsturzgefährdet. Der Bereich um die Sofiensäle bleibt vorerst gesperrt.
SECHS FRAGEN VERLANGEN NACH EINER ANTWORT!
1.) Jener Arbeiter, der am Donnerstag nachmittag mit Dachpappe und heißer Flamme gearbeitet hatte, werkte direkt auf dem trockenen Holz. Wo blieben die Sicherheitsmaßnahmen auf einem historischen Gebäude, noch dazu nach den Erfahrungen mit der Wiener Hofburg?
2.) Warum konnte sich das Feuer so schnell ausbreiten?. Die Feuerwehr war zwar im Rekordtempo am Einsatzort, konnte aber nur noch den Schaden begrenzen. Selbst Experten wundern sich über den Verlauf des Brandes. Wie von einer unsichtbaren Wasserwand umgeben, fraßen die Flammen nur das Dach und den Großteil des denkmalgeschützten Saales. Die baulich wertlosen Trakte rund um den Ballsaal stehen bis auf eine einsturzgefährdete Mauer völlig intakt da.
3.) Der Ballsaal gilt als historisch einzigartig - weshalb wurden die bisherigen Pläne des Betreibers Julius Eberhardt, die Sofiensäle in ein Hotel- und Kongresszentrum umzubauen, eigentlich nie verwirklicht? Denn gerade der Denkmalschutz spielte in den vergangenen Jahren eine entscheidende Rolle.
4.) War alles nur eine Frage der Kosten? Sogar Banken und Firmen konnten sich für das Gebäude wegen der fehlenden Amortisation nicht erwärmen. Eberhardt bleibt drauf sitzen.
5.) Interessenten für ein Hotel gab es sehr wohl. Nur - in ein neu gebautes Hotel passen mehr Zimmer. Die Sanierung samt Hotelbau kommt auf Kosten von rund einer Milliarde Schilling (= 72,7 Mio. Euro). War dieses Unterfangen von Anfang an zu teuer? Ohne Ballsaal könnte man das ganze Grundstück zum Beispiel auch einer Wohnbaugesellschaft verkaufen.
6.) War auch der Zeitdruck ein großes Problem? Ende März 2002 wäre endgültig Schluss mit den Veranstaltungen gewesen. Einziger Ausweg: eine Generalsanierung... (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

18.08.2001, Die PRESSSE / KURIER / KRONE
Schwarzer Tag für die Kulturgeschichte: Nur noch ein Biedermeier-Saal / Denkmalschutz entscheidet über Zukunft mit, Wiens “Sofie” vor ungewisser Zukunft / Es besteht noch Hoffnung: Abgebrannte "Sophie" als Hotel
WIEN III. "Das ist ein rabenschwarzer Tag für die Wiener Kulturgeschichte", meint R. Witzmann vom Historischen Museum der Stadt Wien, "Kein anderes Gebäude habe derart viele Uraufführungen erlebt, war als originaler Biedermeier-Bau als Ball- und Konzertsaal so lange in Nutzung. Mit den Sofiensälen verliert Wien vermutlich auch den letzten großen Konzertsaal aus dem frühen 19. Jahrhundert. Aus der Biedermeierzeit gibt es nur noch die Sträußelsäle im Theater in der Josefstadt."
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Dem Denkmalamt wird über die Zukunft der Sofiensäle in der Marxergasse 17 eine entscheidende Rolle zukommen. Der Große Saal und die Fassade am Haupteingang stehen unter Denkmalschutz. “Wenn beim Großen Saal Einsturzgefahr besteht, geht die Sicherheit natürlich vor den Denkmalschutz, und das Gemäuer wird abgerissen”, sagt der Bezirksvorsteher von Wien-Landstraße, Erich Hohenberger. Vorerst galt als “sehr wahrscheinlich”, dass die Ruine geschleift werden muss. Aber: Kann der nicht so arg beschädigte Eingangsbereich der “Sofie” erhalten bleiben, müsste er in ein künftiges Bauprojekt eingebunden werden. Sollte der Eigentümer grünes Licht vom Denkmalamt bekommen und einen Betreiber für ein Hotel finden, hat auch der Ballsaal eine Zukunft. Eine mögliche Zukunftsvariante: Eine Hotelgruppe errichtet 250 Zimmer rund um den denkmalgeschützten Bereich. Damit einhergehend, wäre ein modernst ausgestatteter Saal für Veranstaltungen mit dem Ambiente der alten "Sofie". Das Mauerwerk jedenfalls ist in einem aufbaufähigen Zustand. Lange wurde eine Entscheidung über die Zukunft der Sofiensäle hinausgeschoben. Erst im Mai dieses Jahres fand die Diskussion ein Ende: Ein Hotel- und Kongresszentrum soll entstehen. Die Baugenehmigung ist bereits erteilt worden. Die KulturConsult (auch Betreiber der homepage http://www.sofie.at) beklagt einen Schaden von über 10 Millionen S (= 727.000 Euro). Die Firma hatte “die Säle gemietet” und sich um die Abwicklung der Events gekümmert. (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08., 17.05.)

17.08.2001, Der STANDARD, KURIER / Die PRESSE / WienerZeitung / KRONE
Sofiensäle wurden ein Raub der Flammen / Von den traditionsreichen Sofiensälen blieb nur Schutt und Asche / Sofiensäle in Flammen / “Da geht ein Stück Wien kaputt”
WIEN III.
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Großalarm der Wiener Feuerwehr. Die Sofiensäle, einer der traditionsreichsten Veranstaltungsorte Wiens in der Marxergasse 17, wurde gestern ein Raub der Flammen. Die Ursache: Das Dach hatte geleckt und sollte unter anderem mit einer neuen Dachpappe saniert werden. Bei diesen Flämmarbeiten bildete sich ein Schwelbrand im Dachgebälk - Alarm schlugen erst Musiker, die zu Plattenaufnahmen im Großen Saal waren und sich von Rauchwolken umgeben sahen. "Obwohl der Rauch im Saal immer mehr wurde, hat man uns zuerst beruhigt und gesagt, dass am Dach gearbeitet wird”, erinnerte sich Geigerin Christiane Bruckmann vom Ensemble “Helios 18”. Unser Hornist hat danach die Feuerwehr verständigt. Das 150 Jahre alte hölzerne Dachgebälk stürzte ein und die Flammen erfassten den Großen Saal. Der Löscheinsatz gestaltete sich schwierig. Immer wieder entfachte starker, drehender Wind das Feuer. Die Sofiensäle in der Marxergasse wurden 1838 als Badehaus errichtet. Das Schwimmbad wurde so angelegt, dass auf der 600 Quadratmeter großen Fläche auch Veranstaltungen abgehalten werden konnten. 1906 war zwar der Badebetrieb eingestellt worden, als Lokal für Veranstaltungen wurden die Sofiensäle weiterhin genutzt. Der Große Saal verfügte dank des Schwimmbeckens, das einen Hohlraum unter dem Boden bildet, über eine unvergleichliche Akustik und wurde u.a. zum legendären Aufnahmestudio der Philharmoniker. (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.05.)

27.06.2001, APA-OTS, Wien
Unterreiner: Visualisierung des Albertina-Eingangsbereiches abgelehnt
Albertina-Holleinprojekt
WIEN I. Mit Bedauern nimmt die Kultursprecherin der Wiener Freiheitlichen, LAbg. Heidemarie Unterreiner, die Ablehnung des freiheitlichen Antrages zur Visualisierung des Eingangsbereiches der Albertina im Maßstab 1:1 zur Kenntnis. Unterreiner kündigte jedenfalls an, im Herbst einen neuen Anlauf nehmen zu wollen, um einen Alleingang bei der Gestaltung des Eingangsbereiches der Albertina doch noch verhindern zu können. "Kulturentscheidungen, die den öffentlichen Raum betreffen, gehen alle etwas an”, so Unterreiner abschließend. (vgl. 25.06.2001)

25.06.2001, APA-OTS, Wien
Unterreiner: Bevölkerung soll über Gestaltung des Albertina-Eingangsbereiches mitentscheiden - Visualisierung des Projekts im Maßstab 1:1
WIEN I.
Albertina-Holleinprojekt
Die Kultursprecherin der Wiener Freiheitlichen, Heidemarie Unterreiner, fordert heute im Wiener Gemeinderat die Einbeziehung der Bevölkerung in die Gestaltung des Albertina-Eingangsbereiches. Sie kritisiert die in Ihren Augen “marktschreierische” Betonung des Siegerprojekts von Hans Hollein. "Sein Projekt mit dem "kleinen Störfaktor" Rolltreppe, das die Rampe aushöhlt, und dem "Strich in der Stadtlandschaft", einem ausufernden Titandach neben dem Reiterstandbild Erzherzog Albrechts, stößt nicht nur auf Widerstand beim Bundesdenkmalamt, sondern auch auf Widerstand aus der Bevölkerung. Die Freiheitlichen wollen jetzt einen Beschlussantrag auf Visualisierung des Hollein-Entwurfes im Maßstab 1:1 stellen. "Da der Umbau bzw. die Renovierung der Albertina von besonderem kulturhistorischen Interesse ist, sollte nicht nur eine kleine Jury von "Experten" über wichtige Entscheidungen, die das Stadtbild verändern, befinden, sondern auch die öffentliche Meinung mitentscheidend sein. Auf dem Weg zur Realisierung eines Projektes können Projekte auch verändert werden. (vgl. 27.06.2001, 27.04.2001 etc.)

12.06.2001, Die PRESSE, Wien
Bauverzögerung durch Denkmalamt
WIEN VII. Museumsquartier. Im Februar waren beim Abschlagen der Wände beim Fischer-von-Erlach-Trakt Steinumfassungen entdeckt worden, die möglicherweise älter sind als der Trakt selbst. Die Hinweise sind nur marginal und ob man je feststellen kann, ob oder auf welcher Substanz Fischer von Erlach gebaut hatte, ist nicht sicher, meint Elisabeth Hudritsch vom Denkmalamt. Sie hofft noch auf Funde im Obergechoss, das ja erst Mitte 2002 renoviert werden soll. Der Baustopp für die Untersuchungen im März macht jetzt Wolfgang Waldner, Leiter des Museumsquartiers für die Bauverzögerungen verantwortlich. Hudritsch aber kontert: “Mit diesen Dingen war zu rechnen und war vom Bauherrn auch zeitlich eingeplant worden.”

N A C H T R Ä G E: (alle Artikeln wurden nachträglich chronologisch eingeordnet)
30.05.2001, Krone, Bei der Schratt-Villa wüten die Bagger!, (Schratt-Villa, Wien XIII)
20.08.2000, Krone, Wo der Kaiser die Schratt besuchte, (Schratt-Villa, Wien XIII)
20.08.2000, Krone, Dem alten Kaiser bleibt wieder . . ., (Schratt-Villa, Wien XIII)

09.06.2001, Der STANDARD
Schönbrunn-Pläne: Heer bunkert sich ein
WIEN XIII. Der Militärkommandant Karl Semlitsch wehrt sich gegen einen Abriss seiner Kaserne und übt Kritik an der von Roland Rainer in einer Studie vorgeschlagenen Erlebniswelt samt Pferdegestüt, Themeninseln und Großbad hinter der Gloriette. Er selbst sage: “Ja zur alten Schönbrunntradition und zum Kulturgüterschutz und Nein zu einem Prater in Schönbrunn.” Und an die Adresse der Schönbrunngesellschaft: “Ich finde es sehr merkwürdig, wenn man selber wenig ändert, aber das Nachbarhaus abgerissen haben will.” (vgl. 07.06.2001 etc.)

07.06.2001, Die PRESSE
Kaserne: Abriß unmöglich?
WIEN XIII. Unter Denkmalschutz steht die in der NS-Zeit erbaute Maria-Theresien-Kaserne im Schlossparkareal von Schönbrunn. Dies könnte nun - neben dem “Nein” des Militärkommandos - einen möglichen Abriss (wodurch das Weltkulturerbe Schönbrunn attraktiver gemacht werden soll) verhindern. Andreas Lehne vom Bundesdenkmalamt: “Eine Entscheidung über einen Abriß wäre sicher kein Klacks. Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns ein Abriß egal wäre. In Linz stehe etwa der “Brückenkopf” unter Denkmalschutz, der ebenfalls NS-Architektur sei.” (vgl. 09.06.2001, 06.06.2001 etc.)

06.06.2001, Die PRESSE
Kasernen-Absiedlung “nicht denkbar”
WIEN XIII. Das Militärkommando Wien stellt sich gegen den Vorschlag von Roland Rainer und der Schönbrunngesellschaft, die Maria-Theresien-Kaserne zu räumen, abzureissen und das Areal in den Schlosspark zu integrieren. (vgl. 07.06.2001, 02.06.2001 etc.)

05.06.2001, KURIER
Mit dem Kran in die Kirchenkuppel: Deckengemälde sollen gerettet werden
WIEN XV. Die Kirche Maria vom Siege am Gürtel ist sanierungsbedürftig. Vor allem die Kuppelmalereien sind in einem äußerst schlechten Zustand. Vor einem Jahr ist sogar ein ganzer Kübel Mörtel abgebrochen. Seither hängt über dem Altarraum ein Auffangnetz und das Bundesdenkmalamt begann seine Untersuchungen. Zum ersten Mal war 1927 ein Restauratorenteam in der Kuppel der Fünfhauser Pfarrkirche. Das Resultat war verheerend: "Von den Bildern, die vor der Restaurierung existiert haben, ist praktisch nichts mehr übrig", erklärt Restaurator Hans Hoffmann. Jetzt wurde mit der Kuppelsanierung begonnen. Wer für die Kosten aufkommen wird ist ungewiss, doch der Pfarrer meint, “das die Pfarre dafür unmöglich aufkommen kann.”

02.06.2001, Der STANDARD / Die PRESSE / SN
Schönbrunn will sich nahezu verdoppeln / Schönbrunn will zurück zum historischen Zustand. Maria-Theresien-Kaserne soll Schloßpark weichen / Roland Rainers Visionen für Schönbrunn
Wien XIII. Nach der neu vorgelegten Studie von Roland Rainer sollte das Areal hinter der Gloriette in die Schönbrunner Anlage integriert werden. Inklusive der 1939 erbauten Maria-Theresien-Kaserne. In diesem südlichen Erweiterungsgebiet könnte eine "authentische Erlebnisoase mit Kultur-, Natur-, Sport- und Wellnessangeboten" entstehen. Weiters will Rainer die Westeinfahrt vor Schönbrunn absenken und den Vorplatz erweitern. (vgl. 05.05.2001 etc.)

01.06.2001, Der STANDARD
Misrachi-Haus: Preis für die Sanierung
WIEN I/V. Die Sanierung des Misrachi-Hauses am Judenplatz wurde gestern mit einem Sonderpreis des Wiener Stadterneuerungspreises der Wirtschaftskammer ausgezeichnet. Ein weiterer Sonderpreis wurde für die Fassadenrekonstruktion des Projekts Kleine Neugasse 9 verliehen.

31.05.2001, WienerZeitung / KRONE / Der STANDARD / Die PRESSE / KURIER
Projekt am Neuen Markt sorgt für Zündstoff / Wiens Neuer Markt wird zum Zankapfel / Bessere Geschäfte ohne Tiefgarage am Markt / Proteste gegen Garage am Neuen Markt / Protest gegen Tiefgarage unter dem Neuen Markt
WIEN I. Helle Aufregung herrschte gestern in einem Cafe in der Wiener Innenstadt. Eine Initiative, die sich kürzlich formiert hat, machte ihrem Ärger über das geplante Garagenprojekt am Neuen Markt lautstark Luft. Getragen wird die Initiative neben Anrainern vor allem von Geschäftsinhabern der Umgebung, die sich in ihrer Existenz bedroht fühlen (u.a. vom Juwelier Alexander Gruszow und Harald Rath, Mitinhaber der Firma Lobmeyr). Herbert Fux fürchtet um die "unersetzlichen Kulturwerte Wiens". “Auch die Kapuziner sagen mir, dass sie wegen ihrer Kirche und der Kaisergruft in großer Sorge sind." Die ansässigen Unternehmer sind überzeugt, dass die Bauarbeiten zu Geschäftseinbrüchen führen. Begeistertes Lob ernten die streitbaren Neuer-Markt-Anrainer von Verkehrsprofessor Herbert Knoflacher: Sie hingen nicht "engstirnigem Parkplatzdenken" nach, sondern kämpften "für eine schönere Innere Stadt". (vgl. 12.01.2001)

31.05.2001, Der STANDARD / KURIER
Palais Coburg: Juwel mit neuer Fassung / Milliardär saniert Palais in der City
WIEN I. Mehr als vier Jahre lang war dieser Prachtbau hinter dem Hotel Marriott am Parkring in einer Konkursmasse verkommen - bis ihn schließlich vor 2 Jahren die Pühringer-Privatstiftung um 140 Mio. Schilling (= 10,17 Mio. Euro) erwarb. Um jetzt noch einmal rund 750 Mio. Schilling (= 54,5 Miol. Euro) zu investieren. Ende 2002 sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein. Für die ehemaligen Prunkräume ist Pühringer auch in Verhandlung mit der Familie Coburg, die bis Anfang der 90er-Jahre noch hier gewohnt hatte, um die historischen Bilder der Sachsen-Coburgs wieder in die Salons zurückzubekommen. Er will auch die Gartenbau-Passage neben dem Hotel Marriott mit freiem Blick auf den Stadtpark neu gestalten und privat finanzieren. Drei Spitzenrestaurants, eine Einkaufsmall, Büros, Wohnungen und ein Landhaus-Hotel mit 14 Luxussuiten sollen neben der Pühringerschen Wohnetage entstehen. (vgl. 12.05.2001 etc.)

30.05.2001, KRONE, Wien
Bei der Schratt-Villa wüten die Bagger!
WIEN XIII. Stadtplanungs-Doyen Professor Roland Rainer schlägt Alarm: In dem wunderschönen Park rund um die altehrwürdige Schratt-Villa in Hietzing wüten die Bagger - unzählige Bäume wurden gefällt, eine Baugrube ausgehoben. Bezirksvorsteher Gerstbach: "Das Grundstück wurde schon vor Jahren geteilt. Für die historische Villa wurden nur verschiedene Ausbauten im Innenbereich bewilligt, aber keinerlei Baumfällungen. Für den anderen Teil des Grundstücks ist allerdings derzeit ein Bauverfahren in Gang." (vgl. 20.08.2000 etc.)

28.05.2001, WienerZeitung
Kallco-Projekt “Brotfabrik” größtenteils an Mieter übergeben
WIEN XVI. Das 1908 von den Architektenbrüdern Hubert und Franz Gessner als Bäckerei für den 1. Wiener Konsumverein errichtete, denkmalgeschützte Baujuwel in der Hasnerstraße 123 wurde zu neuem Leben erweckt. Der repräsentative industrielle Charakter des Gebäudes blieb auch nach der Revitalisierung erhalten. In diesen Tagen wird die Besiedelungsphase abgeschlossen. Zusätzlich dazu ist ein Fachbuch in Vorbereitung, in dem der Bauträger Winfried Kallinger seine Erfahrungen bei der Realisierung dieses zukunftsweisenden Projektes dokumentieren möchte. Der Bau wurde in der damals noch neuen Technologie des Stahlbeton-Skelettbaus ausgeführt. Nähere Informationen: http://www.kallco.at/brot/brotfabrik.html

26.05.2001, KURIER / KRONE
Gänsehäufel wird um 113 Millionen saniert / Alles neu im Gänsehäufel
WIEN XXII. Der Wiener Gemeinderat hat die Sanierung des 94 Jahre alten, traditionellen Sommerbad Gänsehäufel beschlossen. Mit der umfassenden Sanierung, die 113 Mio. Schilling (= 8,21 Mio. Euro) kosten wird, soll noch heuer begonnen werden. Auf Wunsch des Bundesdenkmalamtes wird in den Kabinen- und Kästenblöcken sogar die Originalbeleuchtung in optischer Form wieder hergestellt werden.

21.05.2001, KURIER
Schön versteckte Einsturzgefahr
WIEN I. Eineinhalb Jahre haben selbsternannte Architektur-Experten und Bürgerinitiativen den Abbruch des Kai-Palastes verzögert. Gutachten wurden angezweifelt und das Genehmigungsverfahren erfolgreich in die Länge gezogen. Was jetzt im Bericht des begleitend kontrollierenden Zivilingenieurs steht, das jagt sogar Abbruch-Gegner die Gänsehaut über den Körper. So etwa wurde entdeckt, dass in den obersten Stockwerken in den Säulen und Decken gar "keine Bewehrungen vorhanden waren" und der Beton so mürbe war, dass etwa die Stützen "bei der Demontage in sich zusammenfielen". Auch einer der eifrigsten Abbruch-Kritiker, der frühere FP-Stadtrat und Baumeister Walter Prinz, ist angesichts der Erkenntnisse nachdenklich geworden: "Hätte man uns damals alle Gutachten auch gezeigt, hätte ich mich anders entschieden." Besonders pikant: Der Stahlbetongutachter der TU-Wien, der sich für die Erhaltung des Kai-Palastes aussprach, hat das Gebäude nur kurz in Augenschein genommen und nicht einmal Materialtests vorgenommen. Die Abbruch-Erkenntnisse aber haben jetzt auch eine zweite Konsequenz: Rund 20 bis 30 Gebäude in Wien sind zur gleichen Zeit wie der Kai-Palast und in der gleichen Baumethode errichtet worden. Die Wiener Baupolizei wird deshalb die in Frage kommenden Gebäude schon demnächst in Augenschein nehmen. Es ist nicht auszuschließen, dass auch hier hinter schmucken Architekturfassaden akute Einsturzgefahr lauert. (vgl. 13.04.2001 etc.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST kann den Zeitungsartikel nicht unwidersprochen lassen !

17.05.2001, Die PRESSE
Hotel zieht in Sofiensäle ein
WIEN III. Jetzt ist es fix: Ab Frühling 2002 wird das Ball- und Klub-Lokal in der Marxergasse zu einem Kongreß-Hotel umgebaut. Der große Saal, in dem seit einigen Jahren vielfältige Veranstaltungen stattfinden, soll als Veranstaltungsraum erhalten werden. Kult-Veranstaltungen wie das "Wickie, Slime & Paiper Clubbing", dürfte es ab April 2002 aber nicht mehr geben: Zu groß seien die Schäden, die derartige Massenveranstaltungen am denkmalgeschützten Saal, einem ehemaligen Badehaus aus dem 19. Jh., anrichten. (vgl. 2001: 23.08., 22.08., 21.08., 20.08., 19.08., 18.08., 17.08.)

15./16.05.2001, KURIER / WienerZeitung
Augarten: Ein Platz für die Hakoah / IKG für "Hakoah"-Anlage im Augarten
WIEN II. Der beim Prater gelegene Fußballplatz des jüdischen Sportvereins Hakoah war 1938 aufgelöst worden, der Verein wurde von den Nazis verboten. Nach 63 Jahren soll es jetzt wieder eine Sportanlage für die Hakoah geben. Kurt Scholz, zuständig für Restitutionsfragen, schwebt ein Kompromiss für den schwelenden Streit um einen neuen Standort vor. Die Sportanlagen werden gemäß dem Wunsch der Kultusgemeinde im Augarten errichtet, allerdings nicht auf dem ursprünglich dafür vorgesehenen Standort. Kultusgemeinde und Hakoah wollen in den Augarten, weil es dort zwei jüdische Schulen gibt. Man hat daher einen Standort im Osten des Augartens ausgesucht. Auf 7.000m2 soll ein Sportzentrum mit einer unterirdischen Sporthalle errichtet werden. Es gibt jedoch drei Probleme: Seit Jänner 2000 steht der Augarten unter Denkmalschutz. Das Bundesgartenamt betreibt just auf dem ausgewählten Platz seit Jahrzehnten eine Baumschule mit seltenen Sträuchern für Barockgärten. Den Anrainern des Augartens wurde beim Bau der Lauder Chabad Schule versprochen, dass es keine neuen Gebäude oder Sportplätze im Augarten geben wird. Die von Scholz angedachte Kompromissvariante hätte den Vorteil, dass der Widerstand der Bundesgärten und der Anrainer sinken würde. Zumal eine Ausnahme vom Denkmalschutz für das Projekt notwendig ist.

14.05.2001, WienerZeitung
Damit Justitia der Himmel nicht auf den Kopf fällt
WIEN I. Seit zehn Jahren schon mühen sich die Restauratoren ab, den zwischen 1875 bis 1881 errichteten Jusitzpalast wieder in Schuss zu bringen. Gerade erst hatte man die Fassade auf Vordermann gebracht, da kam die nächste Hiobsbotschaft: Statiker stellten fest, dass das Dach über der Eingangshalle einsturzgefährdet ist. Derzeit laufen gerade die Ausschreibungen für den Restaurierungsauftrag. Im Herbst dieses Jahres soll mit der Sanierung des undichten Überdachs begonnen werden. Dabei ist besondere Sorgfalt geboten, unterliegt doch das Gebäude dem Denkmalschutz. Wie lang die Arbeiten dauern werden, ist ungewiss. Mindestens zwei Jahre dürfte die Instandsetzung auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Immerhin muss die gesamte Konstruktion neu hergestellt werden. Problem: Beim Justizpalast-Brand 1927 wurden die Pläne für das Gebäude vernichtet. (vgl. 28.02.2001)

12.05.2001, Die PRESSE
Palais Coburg neu: Mit Palmenhaus, Büros und Stadtmauer hinter Glas
Ende nächsten Jahres soll die Generalsanierung des Palais Coburg abgeschlossen sein. Dabei wird mit der historischen Bausubstanz behutsam umgegangen. Alle Gewölbe, die Prunkräume, Fassade und die Prunkstiege werden aufwendig restauriert. Die alten vorgelagerten Verteidigungsbauten, Basteien sowie die Stadtmauer von 1560 sollen restauriert werden und dann hinter Glasscheiben in den Veranstaltungsräumen zu sehen sein. Auch ein vormals vorhandenes Palmenhaus im Garten soll wieder erstehen. Das "neue" Palais soll vor allem Veranstaltungen, Gastronomie, Geschäften und Büros dienen. Unter dem Bau wird eine Einkaufspassage gelegt, die den Durchgang von der Seilerstätte zur Coburgbastei ermöglichen wird. (vgl. 31.05.2001, 28.07.2000 etc.)

11.05.2001, Die PRESSE
Steffl: Archäologen ziehen enttäuscht ab
Bei den Grabungsfunden kommen die Archäologen noch immer ins Schwärmen. Unter dem Dom tauchten plötzlich ein spätantiker Gräberbezirk auf. Aufgrund der Funde - so sind sich die Experten einig - wird man die Stadtgeschichte Wiens neu schreiben müssen. Doch heute gingen die Grabungen zu Ende. Nur vier kleine archäologische Fenster durften anläßlich eines Einbaus einer Bodenheizung geöffnet werden. Doch die Funde werfen jetzt mehr Fragen auf, als die Archäologen beantworten können. Die bedeutende Frage, ob sich dort schon im vierten Jahrhundert ein Vorläufer des Domes (oder gar ein Tempel) befand, könnte nur eine Grabung in der Mitte des Domes klären. Doch die Dompfarre winkt ab. Jetzt müssen sich die Wissenschafter mit einem komplizierten Puzzlespiel begnügen. (vgl. 03.03.2001 etc.)

09.05.2001, Die PRESSE
Startschuß für Sanierung der Votivkirche
WIEN IX. Jetzt kann mit der Sanierung der desolaten Votivkirche begonnen werden. Der Bund gibt jetzt endlich das Geld für die Drittelfinanzierung mit Erzdiözese und Land Wien frei. Allerdings ist damit die Sanierung nur bis 2002 gesichert. Die Gesamtsanierung ist für die kommenden 20 Jahre vorgesehen und wird ca. 450 Mio. Schilling (= 32,7 Mio. Euro) ausmachen. (vgl. 08.05.2001 etc.)

08.05.2001, KURIER
Votivkirche wird mit Rubbellosen gerettet
Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer hat jetzt beschlossen, die Rubbellose im Zeichen von “Land der Schätze”, dessen Ertrag dem Denkmalschutz gewidmet sind, vor allem der Sanierung der Votivkirche in Wien zu widmen. (vgl. 09.05.2001, 06.04.2001 etc.)

05.05.2001, Die PRESSE
Pläne für Weltkulturerbe
WIEN XIII. Der "Internationale Wettbewerb für die Randzonen Schloß und Park Schönbrunn" soll keine fertigen Projekte liefern, sondern nur Ideen, die als Grundlage einer politischen Entscheidungsfindung dienen sollen. Dies wurde am 2. Mai von der MA 18 klargestellt. "Die Auflassung der Maria-Theresien-Kaserne, ist nicht aktuell." Die sogenannten Pufferzonen, um die es bei dem Wettbewerb geht, umfassen das Vorfeld des Schlosses bis zum Technischen Museum, die ehemaligen Fiat-Gründe an der Grünbergstrasse (wo kürzlich ein Hochhausprojekt für Aufregung sorgte, vgl. 18.11.2000 ), das Hietzinger Zentrum, die Kennedy-Brücke und die Maria-Theresien-Kaserne. (vgl. 02.06.2001, 07.04.2001 etc.)

30.04.2001, KRONE / U-Express
Baujuwel ist vom Verfall bedroht / Bau-Denkmal in Hietzing verfällt
WIEN XIII. Das zweitälteste Haus von Ober St. Veit in der Schweizertalstraße 18, 1637 erstmals erwähnt, steht seit Jahren leer und verfällt. Der Denkmalschutz-Antrag ist zwar gestellt, Anrainer - vor allem Frau Elisabeth P. - wittern aber Gefahr: Die neuen Eigentümer kommen aus der Baubranche.

27.04.2001, Die PRESSE
Widerstand gegen Albertina-Projekt: "Design auf, Löcher in der Bastei!"
WIEN I.
Albertina-Holleinprojekt
Der Entwurf Hans Holleins für die Albertina-Rampe wird von Kollegen kritisch, vom Bundesdenkmalamt reserviert kommentiert. Roland Rainer fordert eine öffentliche Diskussion. Er hält nicht nur das Titan-Dach, sondern auch die Aushöhlung der Rampe für problematisch. Der Präsident des Bundesdenkmalamtes kann noch nichts dazu sagen, da das Projekt im Amt noch nicht eingereicht wurde, und Landeskonservatorin Höhle war zwar im Beirat, aber nicht in der Jury (Behörden dürfen nicht in der Jury vertreten sein). Gegen einen BDA-Bescheid kann berufen werden, Oberinstanz ist das für Denkmalschutz zuständige Unterrichtsministerium, das bei der derzeitigen Albertina-Sanierung schon einmal einen negativen BDA-Bescheid aufgehoben hat. Leicht wird die Entscheidung aber nicht fallen. (vgl. 25.06.2001, 25.04.2001 etc.)
ACHTUNG: Projekt Albertina - Präsentation der Bauvorhaben

25.04.2001, Die PRESSE / KURIER
Eine Kunst-Tankstelle aus Titan / Titan-Dach für die Albertina
Albertina-Holleinprojekt
WIEN I. Hans Hollein gewann mit einem Dach aus Titan den Wettbewerb um die Albertina-Rampe. Vom Albertina-Platz aus betritt man ein Foyer mit Cafe in der Rampe, wo Rolltreppen, Aufzüge sind. Vor dem Tordurchbruch in der Bastei, machen Werbebanner und das weit vorstehende Titandach auf das Museum aufmerksam. (vgl. 27.04.2001, 23.12.2000 etc.)
ACHTUNG: Projekt Albertina - Präsentation der Bauvorhaben

13.04.2001, WienerZeitung
Er wehrt sich
WIEN I. Nicht leicht gestalten sich die Abbrucharbeiten am Kai-Palast. Zahlreiche Schaulustige verfolgten gestern mit großem Interesse die Abbrucharbeiten. (vgl. 21.05.2001, 12.04.2001 etc.)
AUS SICHT DER INITIATIVE KAI-PALAST

12.04.2001, KURIER / Die PRESSE
Kai-Palast: Abriss hat begonnen / Abrißarbeiten
WIEN I. Der charakteristische Eckaufsatz des Kai-Palastes fehlt schon. Heute wurden die Abbrucharbeiten nach dem gestrigen Abbruchstopp fortgeführt. (vgl. 13.04.2001, 11.04.2001 etc.)
AUS SICHT DER INITIATIVE KAI-PALAST

11.04.2001, KURIER / U-Express / Der STANDARD
Kai-Palast: Abriss plötzlich gestoppt / Abbruch des Abbruchs / Sag zum Abschied staubig servus
WIEN I. Nur kurz am Kaipalast knabbern durfte gestern der Spezialbagger. Eine Nachbarin klagte über Risse im Haus, die infolge der Abbrucharbeiten enstanden wären. Die Frau entpuppte sich während des Gesprächs mit der Abriss-Firma als Mitglied der Bürgerinitiative "Rettet den Kai-Palast." Die Risse stellten sich aber als alt heraus. Heute soll der Bagger weiternagen. Die Erschütterungen sollen aber nun möglichst gering gehalten werden. (vgl. 12.04.2001, 07.04.2001 etc.)
AUS SICHT DER INITIATIVE KAI-PALAST

09.04.2001, Die PRESSE
Wenn Herr Pal durch Wiens City schlendert, oder: Wie Entscheidungen ihren Schöpfer überleben
WIEN I. Seit 1. April befindet sich Obersenatsrat Dieter Pal, langjähriger Chef der Magistratsabteilung 19 (Architektur und Stadtgestaltung) in Pension. Seine letzten Entscheidungen, die haben freilich nicht immer Verständnis bei den Innenstadtbewohnern und Wien-Liebhabern gefunden. Ein ungerechtes Urteil, meinen Insider und Mitarbeiter im Rathaus. Gerade am Neuen Markt wurden zwei Dachausbauten heftig kritisiert. Beim Hotel "Ambassador" erklärt Pal, dass jetzt in der Kubatur nur der bauliche Zustand vor 1945 hergestellt wird. Und beim Neuen Markt Nr. 9 hätte ein aufgesetztes Stockwerk mit Gaupendach das Gebäude noch unansehnlicher gemacht. (vgl. 19.02.2001)

07.04.2001, Der STANDARD / KURIER / KRONE / Die PRESSE
Sechster Stock kam in den Keller / Schneller Abriss des Kai-Palastes / Jetzt zerbröselt der Kai-Palast / Ende des Kai-Palastes: "Er wird von oben nach unten angeknabbert
WIEN I. Seit 14 Tagen wird der Abbruch des Kai-Palastes vorbereitet. Die eigentliche Abtragung hätte erst am 9. April beginnen sollen. Der vorgestrige Deckeneinsturz gab schon unerwartet einen "Vorgeschmack" auf die bevorstehenden Abbrucharbeiten. Glück im Unglück: Nur wenige Minuten zuvor verließen die letzten Bauarbeiter die Baustelle (und wann die Bauarbeiter - laut Zeugin - wirklich die Baustelle verlassen haben lesen Sie hier). "Die Meldung hat mich erschüttert, aber der partielle Deckeneinsturz bestätigt auf dramatische Weise alle Gutachten, die im Laufe des Verfahrens die Abbruchreife nachgewiesen haben," erklärt der Eigentümervertreter Rudolf Kraft von Zürich Kosmos. Absicht für den Deckeneinsturz schließt man im Büro von Stadtrat Faymann aus, "allerdings hätte die Firma wissen sollen, dass die Statik des Baus das nicht aushält." Am Montag, 9. April, soll ein Spezialkran mit den Abbrucharbeiten an der Fassade beginnen. Die Abbrucharbeiten für das seit 1998 leerstehende Gebäude werden ca. 6 bis 8 Wochen dauern. Vertreter der Bürgerinitiative wollen dennoch den Volksanwalt einschalten. (vgl. 11.04.2001, 06.04.2001 etc.)
AUS SICHT DER INITIATIVE KAI-PALAST

07.04.2001, Der STANDARD / KRONE
Schönbrunn-Zukunft: Studie und Wettbewerb / Erlebnislandschaft Schönbrunn
WIEN XIII. Schönbrunn sucht eine Antwort auf Erlebniswelten - und beauftragte Roland Rainer mit einem Generalkonzept für eine "Erlebnisoase" Weltkulturerbe mit Kultur, Sport, Wellness und Sightseeing. Mit einer Auflage: "Die Authentizität und der historische Wert dürfen nicht aus den Augen verloren werden", betont Co-Geschäftsführer Wolfgang Kippes und auch Rainer verspricht: “Es darf kein Abklatsch von Disneyland werden”. Ebenfalls einbezogen soll das unmittelbare Umfeld des Schlossparkes werden. So kommt ein klares “Nein” von allen “Schönbrunnern” zu dem besonders heftig umstrittenen Hochhausprojekt beim Meidlinger Tor. (vgl. 05.05.2001, 18.11.2000 etc.)

06.04.2001, Die PRESSE / KURIER
Kai-Palast: Deckeneinsturz kam Abbruch zuvor / Deckeneinsturz im "Kai-Palast": Bauschutt war zu schwer
WIEN I. Zu einem gefährlichen Zwischenfall kam es gestern am Donaukanal kurz vor halb sechs. Mit einem ohrenbetäubenden Knall und einer gewaltigen Druckwelle stürzten mehrere Zwischendecken im Kai-Palast ein. Glasscherben und Schutt wurden durch den Einsturz bis auf die Ring-Strassenbahngeleise geschleudert. Die Autos in der Nähe des Unfallgeschehens wurden mit einer dicken Staubschicht überzogen. Der bei Abtragungsarbeiten entstandene Bauschutt war im 6. Stock gelagert worden. "Die Zwischendecke gab unter der Last nach und riss alle darunter liegenden Decken nieder," erklärt Jansky, Sprecher von Stadtrat Faymann. Zum Glück kamen keine Personen zu Schaden. Arbeiter hatten etwa eine Stunde zuvor das Abbruchhaus verlassen. (vgl. 07.04.2001, 13.03.2001 etc.)
AUS SICHT DER INITIATIVE KAI-PALAST

06.04.2001, Die PRESSE
Votivkirchen-Sanierung unsicher: "Nur das Allernötigste möglich"
WIEN IX. Die Situation war dramatisch. Mehr als 200 bis zu 20 Kilogramm schwere Stein-Verzierungen mußten in den vergangenen sechs Wochen vom Dach der Votivkirche entfernt werden, weil akute Absturzgefahr drohte. Doch eine Generalsanierung, die vor sechs Wochen noch möglich schien, ist nun vermutlich geplatzt. 450 Mio. Schilling (= 32,7 Mio. Euro) wären nötig: Ein drittel Stadt Wien, ein Drittel der Bund und ein Drittel die Kirche, so der Vorschlag der Erzdiözese. Doch jetzt wackelt der Bundesanteil. Der Bund will nur ein Sechstel zahlen. Die Kirche ist verärgert. Jetzt wird weiterverhandelt. (vgl. 08.05.2001, 22.02.2001 etc.)

13.03.2001, N E T Z W E R K   D E N K M A L S C H U T Z   INFORMIERT:
DER KAI-PALAST WIRD SEIT HEUTE ABGEBROCHEN
(znächst werden die Fenster ausgebrochen und im Inneren Vorarbeiten geleistet (vgl. 06.04.2001, 12.03.2001 etc.)
(Näheres siehe INITIATIVE KAI-PALAST)

13.03.2001, Der Standard
”Lebensgefahr” im Alten AKH - Aus einer Transformatorenstation soll wieder eine Synagoge werden
WIEN IX. “Achtung Lebensgefahr” steht auf dem kleinen, oktogonalen Bau auf dem Universitätskampus Altes AKH. 1903 wurde der Bau als jüdisches Bethaus errichtet. Von 1953 bis zum AKH-Umbau diente es als Transformatorenstation. Heute steht es leer. Nun soll eine neue Nutzung gefunden werden. Die Wiederrichtung als Synagoge wird dabei favorisiert.

12.03.2001, Die PRESSE
Hernalser Hof: Vom Freudenhaus am Gürtel zum Trümmerhaufen
WIEN XVII. Seit dem 26. Februar reissen Bagger den Hernalserhof ab, ein Hotel mit traditionsreicher Geschichte (erbaut 1889). Geplant war ursprünglich an dieser Stelle ein Bürogebäude von 54 Metern. Dem Stadtplanungsbeirat gefiel das Projekt jedoch nicht, weil die Sicht auf die Kirche am Uhlplatz in der Josefstadt verbaut worden wäre. Jetzt beschäftigt sich der Eigentümer (Wibeba) mit der Erstellung eines kleineren Projektes von etwa 40 Metern Bauhöhe. (vgl. 22.01.2001)

12.03.2001, KRONE
Kai-Palast: Proteste gegen den Abbruch gehen weiter
WIEN I. Das "Aus" des Kai-Palastes ist amtlich. Die Bürgerinitiative "Rettet den Kai-Palast" will aber noch nicht aufgeben und kritisiert, dass der Abbruchbescheid im Schnellschussverfahren ausgestellt wurde. Weiters müssten, so die Verordnung von 1996, bei Neubauten in der Innenstadt 80 Prozent als Wohnfläche genutzt werden. Geplant sei aber ein reines Bürohaus. (vgl. 13.03.2001, 27.01.2001 etc.)
AUS SICHT DER INITIATIVE KAI-PALAST

03.03.2001, Die PRESSE
Altmeister aus der Liechtenstein-Privatsammlung ab 2003 in Wien
WIEN IX. Im November 1944 trafen Prinz Karl Alfred Liechtenstein und sein Anwalt in Berlin mit dem NS-Reichskunstbeauftragten Adolf Ratjen zusammen. Aus "Luftgefährdungsgründen" bat der Prinz, den Kunstbesitz der Familie aus der "Ostmark" nach Vaduz in Liechtenstein bringen zu dürfen. Bald nach Kriegsende begann Österreich die Rückgabe zu urgieren, schließlich hatte der Staat die Sammlung 1938 - noch vor dem Einmarsch der deutschen Truppen - unter Denkmalschutz gestellt und mit Ausfuhrverbot belegt. Franz Joseph II, regierender Fürst, Bruder des Prinzen Alfred, lehnte die Rückgabe ab, erst mit dem Hinweis auf die sowjetische Besatzung, später mit dem Argument, dass die Unterschutzstellung nichtig sei. Die gewaltigen Kunstschätze der Familie Liechtenstein, die vom 14. bis 19. Jahrhundert reichen, lagern weiterhin im Depot in Vaduz. Wobei Franz Josef II bedeutende Kunstwerke schon in den 1960er Jahren aus Liquiditätsproblemen verkaufte: Werke des italienischen Manierismus, Barock, Rembrandt, Frans Hals, französiche Rokokomaler wie Chardin, Boucher, Fragonard, die Spitzweg-Sammlung. Eine Auswahl von rund 200 Exponaten soll nun aber ab 2002/03 im Gartenpalais Liechtenstein in der Rossau ausgestellt werden. Als Voraussetzung für den Transfer der Kunstschätze nach Wien hob das Bildungsministerium die Unterschutzstellung aus dem Jahr 1938 auf, mit der Begründung, dass diese ohne beigeschlossenes Inventar erfolgt sei. Jetzt wird das Palais um 150 Mio Schilling (= 10,9 Mio. Euro) renoviert. (vgl. 01.02.2001)

03.03.2001, KURIER / Die PRESSE
Brandstifter zündeten altes Ringelspiel an / 110 Jahre altes Ringelspiel abgebrannt
WIEN X. Unbekannte haben in der Nacht auf 2.3. den Unterbau eines rund 110 Jahre alten Ringelspiels im Böhmischen Prater angezündet. Das denkmalgeschützte Ringelspiel kann aber laut Kripo wieder repariert werden.

03.03.2001, Die PRESSE
Archäologie-Sensation: Stephansdom steht auf spätantiken Friedhof
WIEN I. Vierhundert Jahre älter als bisher angenommen sind die Funde einer Grabung unter dem Stephansdom. Vier Steinplattengräber aus dem vierten Jahrhundert sind die ältesten Zeugnisse der Nutzung alter Kultstätten. Bisher war man der Meinung, die ältesten Reste unter dem Dom seien aus dem achten Jahrhundert. Und auch diese Entdeckung galt schon als Sensation. Ging man doch immer davon aus, dass der Dom erst 1137 errichtet worden war. (vgl. 11.05.2001, (11.11.2000) 11.05.2000 etc.)

28.02.2001, Die PRESSE
Alle Richter unter einem Dach
WIEN I. Der Justizpalast soll im Zuge der Innensanierung auch einen neuen Dachausbau erhalten. Dorhtin wollen sich die Zivilrichter zurückziehen. (vgl. 14.05.2001)

24.02./(05.03.)2001, KURIER / Die PRESSE / (WienerZeitung)
Eis am Stil in ehemaliger Bedürfnisanstalt / Hilfe für Simmeringer Markt / (Marktsanierung auf Wienerisch: Aus dem Klo wird ein Eissalon)
WIEN XI. Aus dem denkmalgeschützten WC auf dem Simmeringer Markt könnte schon bald ein Eiscafe entstehen. Planungen dazu laufen schon.

22.02.2001, WienerZeitung
Denkmalgeschützte Brücke modernisiert
WIEN XXI. Die Brücke über die Koloniestraße bekommt ein völlig neues Tragwerk. Die über 50 Tonnen schweren Tragwerke wurden, im Zuge des Umbaus des Bahnhofs Jedlersdorf am 15. Februar abgetragen. Das abgetragene denkmalgeschützte Brückentragwerk wird in das Flugdach der neuen Haltestelle Jedlersdorf integriert.

22.02.2001, Die PRESSE / KURIER / WienerZeitung
Votivkirche großflächig abgesperrt / Die Votivkirche als Fassaden-Ruine / "Dramatische Schäden"
WIEN IX. Am 19. Februar fegte ein Sturm einzelne Sandsteinbrocken auf das Pflaster. Wegen akuter Absturzgefahr weiterer Steinfiguren wurde jetzt das Areal um die Votivkirche gesperrt. Die Kirche soll ein Notgerüst erhalten. Für eine längst fällige Renovierung fehlt das Geld. Die Votivkirche ist die einzige von allen Ringstraßenbauten, die seit der Errichtung 1879 großteils nie restauriert wurde. (vgl. 06.04.2001)

19.02.2001, Die PRESSE
Bei Dachausbauten muss die Freiheit grenzenlos sein
WIEN I. Es begann vor zwei Jahrzehnten recht harmlos mit ein paar Gaupen da, kleinen Dachstuhl-Korrekturen dort. Nur: aus den kleinen Gaupen sind inzwischen gläserne und stählerne Penthäuser geworden. Es gibt offenbar kein Halten mehr. Mit der ursprünglichen Einfühlsamkeit, mit der pseudohistorisierenden Fassadenanpassung ist es vorbei. In der Tuchlauben (Nr. 7) nähert sich ein derartiges Monstrum der Endfertigung auf einem Jugendstil-Haus. Auf der Coburg-Bastei ist ein Stockwerk solcherart bereits seit einem Jahr mehr oder minder "in Betrieb", und wenige Meter davon entfernt entsteht das nächste Ungetüm: Festungsartig umschließen sie das soeben in der Renovierung befindliche Palais Coburg. Auf dem Neuen Markt lassen gleich zwei derartige Bauvorhaben den Bürger erschauern: Nummer 9 und das Hotel Ambassador (Nr. 5). Und die Wurschtigkeit der Wiener Bürger und ihrer Rathausmänner hat seit Helmut Zilks Rückzug sowieso höchst erstaunliche Ausmaße angenommen. Vereinfachte Genehmigungsverfahren, auf die sich vor fünf Jahren die SP/VP-Koalition geeinigt hatte, bergen offensichtlich Tücken. Nur dort, wo das Bundesdenkmalamt zuständig sei, etwa beim Hohen Markt 5, geschehe gar nichts, und das Haus verfällt, kritisiert Bezirksvorsteher Richard Schmitz. (vgl. 09.04.2001)

15.02.2001, Der STANDARD
Architekturdenkmal wird Ringstraßen-Hotel
WIEN I. Rund 10 Jahre stand es leer, jetzt wird Roland Rainers denkmalgeschützte “Böhlerhaus” am Wiener Schillerplatz zu einem Hotel umgebaut. Das elegante, aber desolate Bürogebäude aus den 1950er Jahren war zum Datum seiner Entstehung ein äußerst selbstbewusstes Dokument eines neuen, modernen Architekturverständnisses und hatte mit der Metall-Glas-Fassade außen sowie der nüchtern-rationellen Raumorganisation innen Signalwirkung für die heimische Architekturszene. Der Umbau gemeinsam mit einem Gründerzeitblock (u.a. Elisabethstraße 12), geleitet von dem renommierten Denkmalschutz-Architekten Manfred Wehdorn, wird in Zusammenarbeit mit Roland Rainer erfolgen. Baubeginn könnte laut Bauherrin Breiteneder September dieses Jahres ein. (vgl. 22.11.2000)

08.02.2001, KRONE
Wirbel um das Fällen von Bäumen!
WIEN IX. Ein gefällter uralter Ahornbaum im Hof des Biedermeierhauses in der Seegasse 26 bringt derzeit Anrainer und Grün-Politiker in Aufruhr. Wie berichtet, soll das denkmalgeschützte Haus umgebaut werden. Jetzt befürchtet man, dass “irgendetwas im Busch ist”. Das Denkmalamt prüft noch die Umbaupläne. (vgl. 14/15.12.2000)
(Näheres zum Baummord siehe unter Grüne Wien - Baummord
(Näheres zum Streit um den Abbruch des Hauses siehe unter Güne Wien - Seegasse 26

02.02.2001, Der STANDARD
”Braun & Co”, klassische Modeinstitution der Wiener Innenstadt, wurde von Palmers übernommen und soll konzeptuell und architektonisch sanft aufpoliert werden
WIEN I. Das altehrwürdige Modehaus “Braun & Co” am Graben soll einem sanften Facelifting unterzogen werden. Die denkmalgeschützte Fassade mit beeindruckendem Portal mit goldenen Zierleisten soll auf jeden Fall unangetastet bleiben. Das Geschäftsinnere, geprägt von schweren Kristalllustern, üppigem Stuck und goldgerahmten Spiegeln soll nur kleine Korrekturen erfahren. Ein größeres Projekt ist die Wiederherstellung der einstigen Minigalerie, einer kreisrunden Öffnung mit rund zwei Meter Durchmesser zwischen den drei Geschoßen, die den räumlichen Zusammenhang des Gebäudes spürbar machen wird. Als Architekt der Renovierung zeichnet Gustav Pichelmann. (vgl. 02.12.2000)

01.02.2001, KURIER
Fürstliches Ausbauprojekt bringt Wien Kunst-Juwelen
WIEN IX. Dieser “Deal” wird in die Geschichte der Stadt eingehen: Wien genehmigt zwei kleine Zubauten im Park des Palais Liechtenstein an der Alserbachstraße, im Gegenzug übersiedelt Prinz Adam von Liechtenstein seinen unermessllich wertvollen Schatz an Gemälden von Vaduz in das Wiener Palais. Schon seit langem trägt sich die Liechtenstein´sche Güterverwaltung mit Ausbauplänen. Ein Dachbodenausbau scheiterte aber an den Bedenken der Denkmalschützer. Die Kompromissbereitschaft der Stadtregierung wuchs allerdings schlagartig, als der Prinz von Liechtenstein anbot, seine Kunstschätze (Rubens, van Dyck, Rembrandt, Brueghel, Raffael) wieder nach Wien zu transferieren. Der Bezirk Alsergrund freut sich auch über die Öffnung des Parkes, die für 30 Jahre garantiert wurde. (vgl. 03.03.2001, 07.12.2000 )

29.01.2001, OÖN
Der Heilige Geist im Innenministerium
WIEN I. Als der neue schwarze Bundesminiser Strasser in das Innenminsterium, das Palais Modena in der Herrengasse, einzog, bemerkte er eine immer verschlossene Tür. Die Lösung des Rätsels: eine halb verfallene Hauskapelle, die zur Abstellkammer degradiert wurde. Jetzt soll die Restaurierung der Kapelle ( mindestens 500.000.- öS oder 36.000 Euro) ausschließlich von privater Hand finanziert werden, wobei sich Oberösterreichs Raiffeisenchef Ludwig Scharinger anbot. Ein neues Altarbild soll von “Übermaler” Arnulf Rainer entworfen werden.

27.01.2001, Wirtschaftsblatt, Wien I
Kampf um den Kai-Palast
Eine Gruppe von Architektur- und Kunstgeschichtestudenten setzt sich gegen den geplanten Abbruch des Kaipalasts massiv zur Wehr, und bekommt sogar Schützenhilfe von Michael Petzet, Präsident von ICOMOS (UNESCO-Fachbeirat für Weltkulturerbe). Eigentümer des Kai-Palastes ist die Zürich Kosmos Versicherung, die bereits - ohne Abbruchbewilligung - einen Architektenwettbewerb gestartet hat. Das ist grundsätzlich nicht verboten, aber unklug - so ein Insider. Ebenso hätte eine erlaubte Einsichtnahme in die Gutachten die Situation entspannt und die Gerüchteküche nicht noch weiter kochen lassen. "Schon seit einem Jahr wird verkündet, dass die Entscheidung für den Abbruch des Kai-Palast bald fallen soll. Laut Baupolizei ist der Abbruch noch immer nicht entschieden," zeigt sich Markus Landerer, Sprecher der Initiative entrüstet. Über 1000 Unterschriften gegen den Abbruch des Hauses wurden bereits gesammelt. Status quo: Noch ist nichts entschieden. Landerer vermutet, dass die entgültige Entscheidung erst nach den Wiener Gemeinderatswahlen fallen wird. Wolfgang Jansky, Sprecher von Wohnbaustadtrat Faymann, gibt zu, dass es noch keinen Bescheid gibt, aber laut Gutachten sollen etwa 70 Prozent der tragenden Teile erneuert werden, sodass eine Abbruchbewilligung nicht verwehrt werden darf. (vgl. 2001: 13.03.2001, 20.01.2001 etc.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

22.01.2001. KURIER, Wien XVII
Bleibt Hotelruine am Gürtel? Hernalser Bezirks-Chef tobt
Seit Jahren präsentiert sich der "Hernalserhof" als leer stehender Schandfleck am Gürtel. Bezirksvorsteher Mentschik enttäuscht: "Der Grundstückseigentümer ist seit Jahren an einem Abbruch des Hotels und an einem Verkauf interessiert, doch die Stadtbildexperten ziehen da nicht mit". Ein 54 meter hoher Turm wurde beantragt, doch der Beirat genehmigte eine maximale Bauhöhe von nur 40 Meter. (vgl. 12.03.2001)

20.01.2001, KRONE / Der STANDARD, Wien I
Weiterkämpfen für Kai-Palast / Grünes Licht für Abbruch des Kaipalastes
Der Kai-Palast soll fallen. Mit der Ausfertigung eines Abbruchbescheids für den frühen Stahlbetonbau sei "innerhalb der nächsten 14 Tage" zu rechnen, heißt es im Büro von Wohnbaustadtrat Werner Faymann. Die Baupolizei sei nach eingehender Prüfung in ihrer abschließenden Stellungnahme zu der Einschätzung gekommen, dass mehr als die Hälfte der raumbildenden Elemente (rund 70 Prozent) des Kai-Palastes durch neue Bauteile ersetzt werden müssten. Bei einer so großen Eingriff dürfte die Abbruchbewilligung nicht verwehrt werden. "Wir haben ein Recht auf Auskunft. Und wir bestehen darauf, den Inhalt des Gutachtens der Technischen Universität zu erfahren, damit die Angaben über die Baufälligkeit nachvollziebar sind", fordert Markus Landerer von der Bürgerinitiative. Die "Initiative Kai-Palast" will auf keinen Fall aufgeben und hat angekündigt, den Abbruch des Kaipalasts mit Aktionen verhindern zu wollen. (vgl. 2001: 27.01., 19.01., 15.01.; 2000: 15.12., 13.12., 17.11., 11.11., (02.11.), 31.10., 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

19.01.2001, KRONE, Wien I
"Aus" Für Kai-Palast steht nunmehr fest!
Geharnischten Protest will die Initiative um den Schauspieler Herbert Fux heute, Freitag, gegen den drohenden Abbruch des Kai-Palasts einlegen. Die Kundgebung dürfte aber vergeblich sein. Wie die "Krone" erfuhr, muss der Magistrat die Demolierung des Baujuwels aus rechtlichen Gründen genehmigen. Denn das Gesetz besagt, dass der Abbruch zu genehmigen sei, wenn bei einer Sanierung mehr als 50 Prozent des Gebäudes erneuert werden müssten. Beim Kai-Palast wären rund 70% aller Bauteile auszutauschen. (vgl. 2001: 27.01., 20.01., 15.01.; 2000: 15.12., 13.12., 17.11., 11.11., (02.11.), 31.10., 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

18.01.2001, KURIER, Wien VII
Museumsquartier: Kommen trotz Bedenken Alleebäume?
Der amtliche Genehmigungsbescheid für die Gestaltung des Museumsquartier-Vorplatzes sieht eine 8 Meter hohe Alleebaumreihe vor. Architekten und Stadtbildschützer zeigen aber schwere Bedenken. Doch der Bescheid is schwer revidierbar, auch wenn jetzt einige Politiker sich für eine freie Sicht auf das Museumsquartier aussprechen.

17.01.2001, Die PRESSE, Wien I/III
Blockade der Bahnhofsoffensive bedroht das Projekt Wien-Mitte
Wenn Einsparungen bei der Bahnhofsoffensive gemacht werden, dann könnte das auch auf Projekte gravierende Auswirkungen haben, die mit dem Bahnhofsumbau gekoppelt sind. So wie beim Projekt Urban Entertainment Center (UEC) Wien-Mitte (Auf dem Projektareal sollen vier umstrittene Bürotürme bis zu 97 Metern entstehen). Im Planungsressort ist man aber der Meinung, dass das Entertainment-Center nicht an den Bahnhof-Umbau gekoppelt ist. (vgl. 18.11.2001)
ACHTUNG: Die Wiener Stadtbildschutz Initiative bittet Unterstützung gegen das Hochhausprojekt "Wien-Mitte"

15.01.2001, Der STANDARD, Wien I
Harmonie und Abriss - Beim Kaipalast soll urbane Qualität gesichert werden
Nach wie vor ausständig ist die Entscheidung über Abriss oder Erhalt des Kaipalastes, Franz-Josefs-Kai 47 in der Wiener City. Seit zwei Jahren wird eine heftige Auseinandersetzung um seine Sanierbarkeit ausgetragen, vier unterschiedlich interpretierte Gutachten liegen vor. Eine Entscheidung ist entgegen anderslautender Ankündigungen - zuletzt war von Dezember die Rede - nicht gefallen. Auf einen Abbruchbescheid wartet die Zürich Kosmos bis heute vergeblich. Trotzdem ergriff die Versicherung im November die Initiative und startete einen geladenen Architektenwettbewerb für einen Neubau (Ortner & Ortner, Henke & Schreieck, ARTEC, Berger & Parkinnen, pool-Architektur und Dietmar Feichtinger). Der Wettbewerb soll im Februar entschieden werden. (vgl. 2001: 27.01., 20.01., 19.01.; 2000: 15.12., 13.12., 17.11., 11.11., (02.11.), 31.10., 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

14.01.2001, KRONE, Wien VII
Ungetrübtes Einkaufserlebnis: Neubaugasse wird überdacht
Die Kaufleute in der Neubaugasse haben vor, die Gehsteige mit Plexiglas zu überdachen, um die Einkaufsstraße attraktiver zu machen. In zwei Monaten soll eine entgültige Entscheidung fallen.

12.01.2001, Die PRESSE
Tiefgaragen-Bau statt Donner-Brunnen
WIEN I. Nach dem Dachausbau des Hotels Ambassador steht dem Neuen Markt bald wieder eine Baustelle bevor. Denn für die zusätzlichen Wohnungen müssen auch Parkplätze geschaffen werden. Jetzt ist eine Tiefgarage unter dem Platz geplant, doch sind noch einige Probleme dabei zu lösen. So sollte keine Rampe direkt vor der Kapuzinergruft verlaufen und der berühmte Donner-Brunnen wird wohl während der Bauzeit abgetragen werden müsen. Der neue Platz soll künftig autofrei und neu gestaltet werden. (vgl. 31.05.2001)

09.01.2001, Die PRESSE, Wien I
Senkung um 17 Millimeter, Risse. Musikverein leidet unter U-Bahn-Bau
Die U2-Verlängerung führt nur 4,5 Meter am Musikverein vorbei. Jetzt haben sich schon die ersten Schäden der nahen Baustelle bemerkbar gemacht: Das Haus senkt sich und im Gemäuer bilden sich Risse. Auch der Goldene Saal ist betroffen. Doch der Hausinspektor beruhigt: "Im innerstädtischen Bereich sind Setzungen erst ab fünf Zentimeter problematisch". Da auch der gewöhnliche U-Bahnbetrieb Lärm und Erschütterungen erzeugen wird, werden die U-Bahn-Schienen auf einer Länge von knapp 100 Metern auf einer 1,5 Meter starken und pro Laufmeter zehn Tonnen schweren Spezialkonstruktion geführt, die ihrerseits auf federnden Gummilagen ruht.

05/02.01.2001, SN, Wien XI
Schloss-Sanierung / Wieder Hoffnungsschimmer - Verwahrlostes Renaissanceschloss Neugebäude soll saniert werden
Für das verwahrloste Renaissanceschloss Neugebäude in Wien-Simmering, eines der wichtigsten Schlösser der Habsburger im 16. Jh., gibt es wieder eine Zukunftsperspektive. Einstimmig hat der Gemeinderat vor kurzem die Gründung eines gemeinnützigen Vereins beschlossen, der sich um Sicherung, Revitalisierung sowie um Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der imperialen Anlage kümmern soll. Bisher scheiterte eine Sanierung des Schlosses an den gewaltigen Kosten, die mit gut einer Milliarde Schilling (= 72,7 Mio. Euro) angenommen wurden. Der Verein erhält 67 Mio. Schilling (=4,87 Mio. Euro) Starthilfe. Nun könnte im Schloss Neugebäude ein Veranstaltungs- und Kongresszentrum entstehen.

04.01.2001, Die PRESSE, Wien XIX
Ex-Kinderklinik Glanzing soll nun zum Wohngebiet gewidmet werden
Die Klinik, 1914 als "Reichs-Anstalt für Mutter- und Säuglings-Fürsorge" gegründet, wurde das erste große Mutter-und-Kind-Spital der Welt. Jetzt könnte der denkmalgeschützte Komplex, der seit 2 Jahren leer steht, bald zu Wohnungen umgebaut werden. Denn eine Umwidmung von "öffentliche Zwecke" in Wohngebiet Bauklasse 3 steht kurz bevor. Der Bezirksvorsteher favorisiert aber eine Uni. Vandalismus nimmt in letzter Zeit in den leerstehenden Gebäuden leider auch zu.

30.12.2000, Die PRESSE, Wien IV
Schönborn: Steuergeld für Kirchen
Im Zusammenhang damit, dass nun Nicht-Betenden für die Wiener Karlskirche eine Eintrittsgebühr (40 Schilling, ca. 2,91 Euro) abverlangt wird, richtet Kardinal Schönborn eine Forderung an die Regierung: "Es wird in Zukunft nicht angehen, daß die öffentliche Hand bei Denkmälern, die zum Kulturerbe Österreichs gehören, den Kirchenbeitragszahlern die Hauptlast der Erhaltung auflastet." Er wird sich zwar bemühen, dass die Karlskirche ein Einzelfall bleibt, doch fordert Schönborn einen solidarischen Beitrag von ganz Österreich. Gerade da der Staat mehr durch Restaurierungen von Sakralbauten einnimmt, als er dafür an Subventionen gewährt.

29.12.2000, Die PRESSE, Wien I
Der imperiale Charme des Waldviertler Granits
Der Innere Burghof erhält das wohl stabilste, teuerste und schönste Pflaster der Stadt: Granitplatten zu 60 mal 60 cm. Dem vorgegangen ist ein Streit um die Neugestaltung des Burghofes. Gestritten wurde um drei Varianten: gebrauchte Pflastersteine (die günstigste Lösung), ein sandgestrahlter Asphalt-Belag (von der MA 19, zuständig für Stadtgestaltung, bevorzugt), und die mächtigen Granitplatten (Favorit der Burghauptmannschaft). (vgl. 28.07.2000)

23.12.2000, PROFIL (52/1) , Wien I
Der forsche Prinz - Albertina Direktor Klaus Albrecht Schröder sprengt die finanziellen und denkmalpflegerischen Vorgaben
"... Denkmalpflegerisch bedenklich sind Schröders Vorstellungen zur zweiten Wechselausstellungshalle in der historischen Albertina. Über dem Augustinerkloster machte Herzog Albert von Sachsen-Teschen im Biedermeier erstmals die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich, in einer zirka 50 Meter langen Raumflucht, mit einem parallel dazu verlaufenden Bibliotheksgang. Die Holzgewölbe dieser Raumflucht und die Bibliotheksschränke aus dem Biedermeier hat das Denkmalamt als absolut schutzwürdig eingestuft. Diese Schränke sind bis auf zwei Stück herausgerissen worden. Nun sollen, damit die Ausstellungshalle für Großformate sowie das alte Holzgewölbe, das für eine intime Atmosphäre bei der Betrachtung von kleinen Blättern sorgte, demontiert werden. Dafür wurde der Bescheid des Denkmalamtes von der vorgesetzten Behörde des Ministeriums aufgehoben. Der verantwortliche Ministerialrat Helfgott begründet diese politische Freigabe der Zerstörung einmaliger historischer Substanz damit, dass "die Beschränkung der Albertina auf die Kleinausstellungen längst überholt" sei und die zweite Ausstellungshalle deswegen gebraucht werde, "weil die Albertina sonst nicht überleben könnte". (vgl. 25.04.2001, 21.12.2000 etc.)

23.12.2000, Die PRESSE, Wien XII
Schloß Hetzendorf: Aufregung um Verkauf
Um 27 Mio. Schilling (ca. 1,96 Mio. Euro) verkaufte die Gemeinde Wien die Nebentrakte des Schlosses Hetzendorf (Vier Gebäude und 10.000 Quadratmeter unverbauter Grund). Zum "Schleuderpreis" meinen die Mieter, die jetzt auch vor den neuen Hausherrn zittern. Der Wohnbaustadtrat Faymann sieht dies anders, und erklärt den niedrigen Preis mit dem Denkmalschutz der Gebäude und dem dringenden Sanierungsbedarf.

21.12.2000, Der STANDARD, Wien I
”Große Pläne für ein großes Haus”
Die Albertina soll ab 2002 wieder ein barock-klassizistisches Baujuwel sein - samt überdachtem Innenhof und einer weithin sichtbaren “Landmark” (eine moderne Aufstiegshilfe, für die ein geladener Architektenwettbewerb ausgeschrieben wurde). Für die Komplettrenovierung fehlen aber noch 270 Mio. Schilling, die nun der neue Albertinadirektor Klaus Albrecht Schröder versucht aufzutreiben. (vgl. 23.12.2000 etc.)

21.12.2000, Die PRESSE, Wien IX
Markthalle vor dem Aus: Brauerei soll einziehen
Die denkmalgeschützte Markthalle in der Nußdorferstraße kämpft seit der Revitalisierung mit einem Kundenschwund. Nun will die Stadt die Markthalle verkaufen. Anstelle der Marktstandler soll ein Gourmet-Billa einziehen, im Untergeschoß eine Brauerei und im Dachgeschoß ein Cafe, das eine eigene Dachterrasse bekommen soll.

20.12.2000, KRONE, Wien I
Fitness statt Walzertraum: Was passiert mit Wiener Kursalon?
Große Aufregung herrscht um den sanierungsbedürftigen Kursalon im Wiener Stadtpark. Denn das Baujuwel wurde heimlich weiterverkauft. Geplant scheint nun ein Fitness-Center mit gelegentlichen Walzerkonzerten.

18.12.2000, Die PRESSE, Wien I
Altes NÖ Landhaus: Vermietung an Außenamt fix . . .
Das Dach und die Fassade müssen noch vor einer Vermietung vom Land Niederösterreich saniert werden. Das könnte noch ziemlich teuer werden, denn es ist daran gedacht das vierte Obergeschoß der beiden Objekte (Herrengasse 11 und 13) abzutragen und das Dach zu erneuern. (vgl. 21.10.2000)

15.12.2000, KRONE, Wien I
Ist Anerkennung der Innenstadt als “Weltkulturerbe” gefährdet?
Die Entscheidung über Rettung oder Abbruch des Kai-Palasts steht kurz bevor. Sollte das “Aus” für das Baujuwel beschlossen werden, wären, so der Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux, dem Abbruch weiterer Baujuwele Tür und Tor geöffnet und man könnte auch die UNESCO vor den Kopf stoßen. Denn der UNESCO-Fachbeirat hat sich wegen des Kai-Palasts bereits sehr besorgt geäußert.
(vgl. 2000: 13.12., 17.11., 11.11., (02.11.), 31.10., 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

14./15.12.2000, Die PRESSE / KRONE, Wien IX
Viel Wirbel um ein Althaus / Doch Rettung für Biedermeier-Juwel
Die "Bürgerinitiative zur Erhaltung eines Biedermeierhauses im 9. Bezirk", die bereits 160 Unterschriften gesammelt hat, feierte einen Erfolg, indem nun das Neubauprojekt Seegasse 26 von politischer Seite abgesagt wurde. Wohnbaustadtrat Faymann und der Bezirksvorsteher Benke (beide SP) erklärten nun, da das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz steht, dürfe der Innenhof-Neubau nicht durchgeführt werden. Auf jeden Fall wollen die Grünen auch in Zukunft eine Tiefgarage verhindern. (vgl. 08.02.2001, 12.12.2000 etc.)
(Näheres zum Streit um den Abbruch des Hauses siehe unter Güne Wien - Seegasse 26

14.12.2000, Wiener Zeitung, Wien I
Spendenkampagne für den Mozartsaal
"Mozart lebt . . . leider nur substandard": Unter diesem Motto hat die Wiener Konzerthausgesellschaft eine Spendenkampagne für die Renovierung des Mozartsaales ins Leben gerufen. Das Vorhaben, den Saal wieder in den Originalzustand zu versetzen, scheiterte aus Einsparungsgründen, nun wird auf die Spendenbereitschaft gehofft (P.S.K. Konto-Nr. 1.095.887, Wiener Konzerthausgesellschaft)

13.12.2000, Die PRESSE, Wien XIII
Klimt-Villa soll verkauft werden - "Besser, als sie verfällt im Staatsbesitz"
Die unklare Zukunft der Klimt-Villa sorgt weiter für Kontroversen. Wolfgang Beer, als Chef der Burghauptmannschaft für die Verwaltung der Klimt-Villa zuständig, bezeichnet die Villa als "Gerümpel" und will sie so schnell wie möglich verkaufen. "Undenkbar", sagt dazu der Obmann des Verein Gedenkstätte Gustav Klimt, und ist sehr verwundert über die Verkaufsabsichten, denn noch vor kurzem wurde zugesichert, dass die Klimt-Villa als "historisch wertvoll" eingestuft wird und daher als unverkäuflich gilt. Ein Vertreter des Wirtschaftsministeriums beruhigt und meint, ein Verkauf sei noch nicht beschlossene Sache, aber durchaus eine denkbare Variante. (vgl. 2000: 02.12., 22/23.10., 22.10., 21.09., 09.09.; 1999: 16.11.)
ACHTUNG: Der VEREIN GEDENKSTÄTTE GUSTAV KLIMT bittet um Ihre Unterstützung und Ihre Mitgliedschaft im Verein

APA-Presseaussendung, 13.12.2000, 9:21 Uhr
KAI-PALAST: Anerkennung Wiens als Weltkulturerbe in Gefahr?
Als "Unverständlich bezeichnet Dr. Michael Petzet, Präsident von ICOMOS (UNESCO-Fachbeirat für Weltkulturerbe), die "gerade in der Wiener Innenstadt nicht selten zu beobachtenden Abbrüche/Entkernungen, nachdem dieser Bereich für eine Eintragung in die UNESCO-Liste des Welterbes vorgeschlagen werden soll" . . .
(die Presseaussendung im Detail unter http://www.nda.at/kaipalast)
(vgl. 2000: 15.12., 17.11., 11.11., (02.11.), 31.10., 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

12.12.2000, Die PRESSE, Wien IX
"Biedermeierhaus bedroht?"
Am Montag schlugen die Bezirksgrünen gemeinsam mit den Anrainern in einer Pressekonferenz Alarm: Das denkmalgeschützte Biedermeierhaus in der Seegasse 26 sei durch einen Neubau im Innenhof akut bedroht, obwohl auch ausdrücklich die Hofbauten unter Denkmalschutz stehen. (vgl. 14/15.12.2000 etc.)

07.12.2000, Die PRESSE, Wien IX
Ein fürstlicher Garten zum Wohle des Volks
Nachdem der Liechtensteinpark (zw. der Liechtensteinstraße und der Porzellangasse) seit 1984 teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich ist, sollen nun weitere Teile des Parks geöffnet werden. Doch dies kommt nur durch einen Kompromiss mit dem Eigentümer, dem Adelsgeschlecht der Liechtensteiner, zustande: Der Bezirk stimmte der Umwidmung einiger Teile des Parks zu (damit neue Bürogebäude plus Tiefgarage errichtet werden können), im Gegenzug wurde die Zusage gegeben, dass weite Teile des Parks für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. (vgl. 01.02.2001 etc.)

02.12.2000, Die PRESSE, Wien XIII
Das Schlummern der Klimt-Villa
Der Verein Gedenkstätte Gustav Klimt" veranstaltete eine Diskussion über Gustav Klimts letztes Atelier. Man bemüht sich, eine optimale Nutzung zu finden. Nächstes Jahr wird es weitere Diskussionen dieser Art geben. (vgl. 2000: 13.12., 22/23.10., 22.10., 21.09., 09.09.; 1999: 16.11.)
ACHTUNG: Der VEREIN GEDENKSTÄTTE GUSTAV KLIMT bittet um Ihre Unterstützung und Ihre Mitgliedschaft im Verein

02.12.2000, Die PRESSE, Wien I
Braun am Graben wechselt Besitzer
Das Modehaus Braun & Co am Graben in der Wiener City wurde verkauft. Bis zum Herbstbeginn 2001 soll das Facelifting des unter Denkmalschutz stehenden Hauses beendet sein. (vgl. 02.02.2001)

22.11.2000, Die PRESSE, Wien I
Garagen-Unternehmer baut ein Nobel-Hotel auf der Ringstraße
Am Opernring, Ecke Robert-Stolz-Platz, baut Garagenunternehmer Johann Breiteneder ein neues Luxus-Hotel. Im August 2001soll , laut planenden Architekten Manfred Wehdorn, mit der Renovierung des äußerst desolaten, historistischen Häuserblocks begonnen werden. Zuvor wird ab April 2001 eine Garage mit 218 Stellplätzen unter dem Platz errichtet. (vgl. 15.02.2001)

18.11.2000, Die PRESSE, Wien XII/XIII
Das Ende des Schönbrunn-Hotels: "Ein Hochhaus kommt nicht in Frage"
Nachdem der erste Rohentwurf des Hotels auf den Fiat-Gründen in Meidling nahe dem Schloß Schönnbrunn am Donnerstag (16.11.) vorgestellt wurde, hagelte es Freitag Proteste. Vizebürgermeister Görg: "Die Errichtung eines Hochhauses an dieser Stelle kommt nicht in Frage." Der rund 80 Meter hohe Hotelturm sei an diesem sensiblen Platz (direkt neben dem Schlosspark von Schönbrunn) "in dieser Form abzulehnen". Freude bei den Meidlinger Grünen, die das Projekt in der Vergangenheit heftig kritisierten. (vgl. 07.04.2001, 17.11.2000 etc.)

18.11.2000, Die PRESSE, Wien
Je nutzbarer, desto höher
Hochhäuser. Wie soll dem Boom in Wien begegnet werden. Dies wurde am Donnerstag abend (16.11.) im MAK in einer Diskussion erörtert. Vizebürgermeister Görg, zuständige für die Stadtplanung, meint dazu: "Bis jetzt haben wir immer nur bei konkreten Anlässen über die Genehmigung eines Projektes entschieden. Jetzt wollen wir einmal eine Konzeption entwerfen - aber auch nicht alles freigeben." Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass Hochhäuser - wenn überhaupt - nur an der Peripherie entstehen sollen.
ACHTUNG: Die Wiener Stadtbildschutz Initiative bittet Unterstützung gegen das Hochhausprojekt "Wien-Mitte"

17.11.2000, Die KRONE / Der STANDARD / Die PRESSE, Wien I
Neuer Protest gegen Abbruchpläne / Kaipalast: Entscheidung binnen zwei Wochen / In Kürze: Kai-Palast
"Das ist einfach ungeheuerlich und bisher einmalig in Wien!" Dass der Eigentümer des historisch wertvollen Kai-Palasts am Donaukanal einen Architektenwettbewerb für einen Neubau startete, ohne überhaupt im Besitz einer Abbruchbewilligung zu sein, empört sich die Bürgerinitiave rund um Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux während einer Pressekonferenz gestern, 16.11. Angeklagt wird weiters, dass weiterhin die Einsichtnahme in ein vom Steuerzahler bezahltes, vielversprechendes TU-Gutachten verweigert wird (mittlerweile gibt es schon 4 Gutachten). Die Entscheidung liegt bei der Baupolizei und soll in zwei Wochen bzw. vor Weihnachten fallen. Der Eigentümer des Hauses, die Zürich Kosmos Versicherung, legte gestern wert auf die Feststellung, dass sie "nichts gegen die Veröffentlichung des Gutachtens habe, sofern es verfahrensrechtlich zulässig sei". Unterstellungen seitens der "Initiative Kai-Palast" und den Wiener Freiheitlichen, wonach es Absprachen zwischen Eigentümer und Behörden gegeben habe", weist Zürich Kosmos schärfstens zurück.
(vgl. 2000: 15.12., 13.12., 11.11., (02.11.), 31.10., 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

17.11.2000, Die PRESSE / KRONE, Wien XII/XIII
Turmbau zu Schönbrunn / Wolkenkratzer-Hotel beim Kaiserschloss
Mit dem "Schönbrunner Tor" an der Grünbergstraße soll auch im Westen Wiens das Hochhaus-Zeitalter beginnen. Die Bauherrn B.A.I. (Bauträger Austria Immobilien) stellte gestern, Donnerstag, den ersten Rohentwurf in einer Computeranimation vor. Das rund 80 Meter hohe Vier-Sterne Hotel mit 300 Zimmern soll bis 2003 auf den Fiat-Gründen errichtet werden. Das Hochhaus steht in direkter Sichtachse von Schloss Schönbrunn zum Meidlinger Tor. (vgl. 2000: 18.11., 21.10.)

11.11.2000, Die KRONE / Die PRESSE / Der STANDARD / KURIER / Wirtschaftsblatt, Wien I
Entscheidung über Abbruch als "Weihnachtsgeschenk" / Architektenwettbewerb für "neuen Kai-Palast" / Architekturinnovation statt Kaipalast / Architektenwettbewerb: Neubau des Kaipalastes / Neubau von Zürich Kosmos
Noch berät die MA 37 (Baupolizei), ob sie die Abrißgenehmigung für den Kai-Palast erteilt, oder ob der Eigentümer die Zürich Kosmos Versicherung gezwungen wird, das historisch wertvolle Bürohaus am Franz-Josefs-Kai 47 zu renovieren, wie es die Bürgerinitiative "Rettet den Kai-Palast" fordert. Nichtsdestotrotz hat nun die Versicherung einen beschränkten Architektenwettbewerb ausgeschrieben (Gutachterverfahren), und präsentierte sechs Architektenbüos (ARTEC, Berger & Parkinen, Dietmar Feichtinger, Henke und Schreieck, Ortner und Ortner, Pool Architektur), die bis 19. Jänner ihr Entwüfe einreichen sollen. AM 31. Jänner soll eine fünfköpfige Fachjury die Sieger bekanntgeben. Denn die noch nicht erteilte Abbruchbewilligung erachtet Vorstandsdirektor Rudolf Kraft nur als Formalität. Vizebürgermeister Görg: "Bei allem Verständnis: Druck zu machen, ist inakzeptabel." Die Entscheidung soll noch vor Weihnachten fallen.
(vgl. 2000: 15.12., 13.12., 17.11., (02.11.), 31.10., 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

11.11.2000, KRONE, Wien I
Ohne Hilfe würde "Steffl" zerfallen
Rosa Spitzauer, Generalsekräterin des Vereins "Rettet den Stephansdom" appelliert an alle Bürger Österreichs: "Bitte Spenden Sie auf das P.S.K.-Konto 7000900." Denn die gewaltige Summe von 30 bis 40 Millionen Schilling (ca. 2,18 bis 2,9 Euro) kostet Jahr für Jahr die Erhaltung des Wiener Stephansdomes, nur ganze drei Millionen (ca. 0,22 Euro) davon steuert die öffentliche Hand bei. Der Rest der Summe muss durch Spenden und Sponsoren aufgetrieben werden, was eine schwierige Aufgabe darstellt. (vgl. 03.03.2001, 11.05.2000 etc.)

02.11.2000, KRONE, Wien I...
Ein "Anschlag" auf das Wiener Stadtbild (Ombudsmann Dr. Zilk kämpft für Ihr Recht!)
Wenn das Beispiel "Schule" machen darf, dann droht ein Ende des historisch wertvollen Stadtbildes. Am Neuen Markt ziert ein Betonbunker das Dach eines Biedermeierhauses. Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux, der schon seit längerem deswegen mit Planungsstadtrat Bernhard Görg im Streit liegt: "Der Zerstörung aller Art, wie etwa der Verbauung grüner Innenhöfe oder dem möglichen Abriss des Kaipalastes, der eine Abrisswelle im 1. Bezirk auslösen würde, wird freie Bahn gegeben!"
[näheres zu diesen Problemfällen siehe bei den einzelnen Vereinen/Initiativen in Wien]

31.10.2000, KRONE, Wien I
"Kai-Palast-Studie endlich freigeben!"
Drei Gutachter haben sich schon über den statischen Zustand des historisch wertvollen Gebäudes beschäftigt. Eine entscheidende Expertise von der TU-Wien, die vielversprechend klingt, wird jedoch seit Monaten unter Verschluss gehalten. Der Opposition wird jede Einsicht verweigert. Denkmalschützer Herbert Fux von der Bürgerinitiative "Rettet den Kai-Palast" und FP-Stadtrat Walter Prinz fordern jetzt ultimativ die Herausgabe des Gutachtens bis Mitte November.
(vgl. 2000: 15.12., 13.12., 17.11., 11.11., (02.11.), 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.) ACHTUNG: Die INITIATIVE KAI-PALAST bittet um Ihre Unterstützung!

25.10.2000, Der STANDARD, Wien VII
Dachausbau würde Platznot im Museumsquartier lindern
Das Museumsquartier (MQ) steht kurz vor der Fertigstellung. Die Renovierung des Fischer-von-Erlach-Trakts schreitet zügig voran. In diesem gibt es noch einige disponible Flächen, um die derzeit heftig gestritten wird. Eine Lösung könnte ein Dachausbau bringen. Manfred Wehdorn, Architekt der Umbauarbeiten, kann sich auch unter strengen Denkmalschutzauflagen einen Dachausbau (mit Terrassen und eigenen Lift) vorstellen, der spektakuläre Ausblicke ermöglichen könnte.

22./23.10.2000, KURIER / KRONE // Die PRESSE, Wien XIII (I)
Arch-Angels: Sensations für Klimts letztes Atelier / Lachsvariationen auf echtem Blattgold! // Galadiner für Klimt-Villa
Ganz im Zeichen des großen Wiener Malers Gustav Klimt stand die Nacht vom Freitag auf Samstag im Museum für Angewandte Kunst: Die ARCH-Foundation - gegründet von Francesca von Habsburg - gab ein prunkvolles Gala-Diner, um Geld für die Klimt-Villa in Hietzing, des Meisters letzter Wirkungsstätte, zu sammeln. 14 Tische wurden im Kuppelsaal des MAK von den Arch-Angels, Freunden Francescas, opulent und sinnlich dekoriert und für die festliche Nacht zu je 30.000 Schilling an erlesene Gäste vermietet. Der Gesamterlös für die Klimt-Villa betrug 450.000 Schilling (= 32.700 Euro). (vgl. 2000: 13.12., 02.12., 22.10., 21.09., 09.09.; 1999: 16.11.)
ACHTUNG: Der VEREIN GEDENKSTÄTTE GUSTAV KLIMT bittet um Ihre Unterstützung und Ihre Mitgliedschaft im Verein

22.10.2000, KRONE, Wien XIII
Rummel um die Klimt-Villa - 2000 Besucher in vier Wochen
Die Ausstellung in der Klimt-Villa entwickelt sich zum Publikumsmagnet ersten Ranges. Neben 2000 Besuchern seit der Eröffnung und vielen Gästebucheintragungen vor Ort und auf der homepage des Vereins Gedenkstätte Gustav Klimt (http://www.klimt.at), berichten auch dutzende Journalisten und TV-Teams aus aller Welt über die letzte Wirkungsstätte Klimts. Auch Francesca von Habsburg, die am Freitag die Villa besuchte, setzt sich für die Rettung ein (vgl. ARCH-Foundation). "Das enorme Publikumsecho zeigt, wie wichtig es ist, das Atelier samt Park öffentlicht zu nutzen", betont ein Sprecher des Vereins Gedenkstätte Gustav Klimt. (vgl. 2000: 13.12., 02.12., 22/23.10., 21.09., 09.09.; 1999: 16.11.)
ACHTUNG: Der VEREIN GEDENKSTÄTTE GUSTAV KLIMT bittet um Ihre Unterstützung und Ihre Mitgliedschaft im Verein

21.10.2000, Die PRESSE, Wien XIII
Segel-Hotel für Schönnbrunn - Denkmalschutz für Asbest
Am seitlichen Schönnbrunn-Eingang an der Grünbergstraße soll ein 44 Meter hohes Hotel in Form eines Segels errichtet werden (Projektname: Schönbrunner Tor). Das Projekt in diesem architektonisch sensiblen Bereich neben dem UNESCO Welterbe Schönbrunn wurde schon genehmigt, doch das Bestreben des Bundesdenkmalamtes, den vorderen Teil des Industriebaus auf den sogenannten Fiat-Gründen (die Fassade der gläsernen Verkaufshalle) unter Denkmalschutz zu stellen bereitet der BAI (Bauträger Austria Immobilien) nun kopfzerbrechen. Dworak behauptet nun, dass - wenn der Denkmalschutz komme - die Fassade trotzdem (wegen Asbestverseuchung) abgerissen werden und sie dann wieder wie ein potemkinsches Dorf aufgebaut werden müsse. (vgl. 2000: 18.11., 17.11.)

21.10.2000, Die PRESSE, Wien I
Außenamt 2004 in der Herrengasse: Sanierung kostet 500 Millionen
Das NÖ-Landhaus bekommt einen neuen Mieter, doch stehen noch umfangreiche Sanierungen an. So muß vor allem das Haus Herrengasse 13 auf einen repräsentablen Standard gebracht werden. Das vierte Obergeschoß muß abgetragen und das Dach erneuert werden. (vgl. 18.12.2000)

19.10.2000, Die PRESSE, Wien XI
Lueger-Kirche endlich saniert: Neuer Glanz im Gräbermeer
Am Zentralfriedhof wurde die Jugendstilkirche vor dem Verfall gerettet wobei auch der Originalzustand der Kuppel nach Bombenschäden im 2. Weltkrieg rekonstruiert wurde.

11.10.2000, KRONE, Wien I
Kaipalast: Was steht im "Uni-Gutachten"!
Groteske um das Gutachten der Technischen Uni Wien um den Wiener "Kaipalast". Es soll erst nach der Entscheidung, ob das historische Gebäude nun abgerissen werden soll oder nicht, veröffentlicht werden! "Gaunerei", wettert Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux, der die Bürgerinitiative und Wissenschafter unterstützt, und meint - da auch nicht einmal Oppositionsparteien Akteneinsicht gewährt bekommen: "Da braucht man keine Volksvertreter mehr. In Salzburg haben Bürgerinitiativen schon vor 20 Jahren das Recht auf Akteneinsicht erkämpft, Görg hinkt da gehörig hintennach!" (vgl. 2000: (02.11.), 31.10., 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet um Ihre Unterstützung! ("Initiative Kaipalast" siehe unter Wien)

27.09.2000, OTS-Presseaussendung, Wien I
Her mit dem Kai-Palast-Gutachten, Herr Görg
Dies fordert heute Günther Kenesei, Planungssprecher der Wiener Grünen. Er kritisiert Görgs Vorgangsweise, dieses vielversprechende TU-Gutachten unter Verschluss zu halten. "Um eine transparente und sachliche Diskussion und Entscheidung über den Kai-Palast führen zu können, müssen die Fakten auf den Tisch", ergänzt Kenesei. (vgl. 2000: 05.09., 02.09., 31.08., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

21.09.2000, KRONE, Wien XIII
Rettet Gustav Klimts letztes Atelier
Während tausende Besucher die Gustav-Klimt-Ausstellung "Klimt und die Frauen" im Oberen Belvedere stürmen, verfällt die "Klimt-Villa". Diese sogenannte Klimt-Villa, die sein letztes Atelier beherbergt verfällt. Um auf diesen traurigen Umstand hinzuweisen, öffnet der VEREIN GEDENKSTÄTTE GUSTAV KLIMT diese Villa samt zugehöriger Klein-Ausstellung erstmals einem größeren Publikum. Neben diesem Verein engagiert sich auch Francesca Habsburgs ARCH-Foundation für die Erhaltung dieses künstlergeschichtlichen Baujuwels. (vgl. 2000: 13.12., 02.12., 22/23.10., 22.10., 09.09.; 1999: 16.11.)
ACHTUNG: Der VEREIN GEDENKSTÄTTE GUSTAV KLIMT bittet um Ihre Unterstützung und Ihre Mitgliedschaft im Verein

13.09.2000, Die PRESSE, Wien XVIII
Wasserturm in Währinger Park droht Verfall
Im Währinger Anton Baumann-Park beim AKH fristet ein Bauwerk aus dem Jahr 1836/41 (Architekt Paul Sprenger) ein trauriges Dasein. Sollte der alte Wasserturm nicht bald renoviert werden, wird er wohl komplett verfallen. Der Bezirk sieht sich außer Stande die Renovierungskosten allein zu übernehmen. Gespräche mit dem Altstadterhaltungsfond laufen. Ebenso renovierungsbedürftig ist die denkmalgeschützte Toilettenanlage im Türkenschanzpark, die nun auch bald saniert werden soll.

09.09.2000, KURIER, Wien XIII
Budgetsanierung "rettet" die Klimt-Villa
Seit 2 Jahren ist das Schicksal der Villa ungewiss. Vor kurzem wurde die Klimt-Villa auf die Liste der historischen Objekte gesetzt. Das bedeutet, dass die Klimt-Villa - im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden des Bundes - nicht an die BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) "verkauft" wird. "Diese Objekte (wie die Klimt-Villa) werden mit großer Sensibilität und nicht nach ökonomischen Gesichtspunkten behandelt", bestätigt ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Auch Felizitas Schreier von der Österreichischen Kulturvereinigung freut sich und sieht dies als Rettung vor Abriss und Spekulation und ersten Schritt zu einer Klimt Gedenkstätte. (vgl. 2000: 13.12., 02.12., 22/23.10., 22.10., 21.09.; 1999: 16.11.)
ACHTUNG: Der VEREIN GEDENKSTÄTTE GUSTAV KLIMT bittet um Ihre Unterstützung und Ihre Mitgliedschaft im Verein

05.09.2000, KRONE, Wien I
Riesen-Krach wegen Wiens "Kai-Palast"!
Nach dem monatelangen Streit um den Abbruch des Kai-Palastes und der Erstellung von bereits vier Gutachten kracht es jetzt auch noch zwischen der Bürgerinitiative, die das wertvolle Gebäude retten will, und Planungsstadtrat Bernhard Görg. Die Bürger um Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux verlangen vom Politiker die Offenlegung jener Expertise, die die Sanierung des Bauwerks befürwortet, ansonsten sei anzunehmen, Görg stecke "mit der Abriss-Lobby" unter einer Decke". Görg wies diese Anschuldigung umgehend zurück. (vgl. 2000: 27.09., 02.09., 31.08., 18.08., 25.06., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
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04.09.2000, Der STANDARD, Wien I
Schmuck ohne Sarkophag in der Wiener Innenstadt
Die denkmalgeschützte Jugendstil-Geschäftseinrichtung von ITA aus dem Jahr 1898 (Ecke Graben/Kohlmarkt) ist nun nicht, wie ursprünglich überlegt, hinter neu aufgezogene Mauern verschwunden. Jetzt hat man sich geeinigt, dass die historische Art-déco-Einrichtung des Wiener Aquarellisten und Innenarchitekten Hans Nowack, "eines der frühestens und bemerkenswertesten Zeugnisse des Jugendstils in Österreich", dem Museum für angewandte Kunst (MAK) für deren Archiv übergeben wird.

02.09.2000, KURIER, Wien I
Abbruchgegner in Rage - Kai-Palast: Görg weist "Frontalangriff" zurück
Schauspieler Herbert Fux, der an der Spitze der Abbruchgegner steht, geriet am Freitag angesichts der immer deutlicher drohenden Spitzhacke in Zorn: Es gebe ein Gutachten, das die Sanierungsfähigkeit des unter Schutz gestellten Gebäudes beweise. Fux forderte Vizebürgermeister Görg auf, dieses Gutachten zu veröffentlichen. Görg wies die Anschuldigungen zurück vor Zürich Kosmos in die Knie zu gehen. (vgl. 2000: 27.09., 05.09., 31.08., 18.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
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31.08.2000, Der STANDARD / Die PRESSE / KRONE / KURIER, Wien I
Die Krux mit dem Kaipalast / "Kai-Palast-Sanierung nicht zumutbar / "Kai-Palast" soll schon in Kürze abgerissen werden! / "Kai-Palast nicht zu retten
"Der Kai-Palast ist nicht zu retten", erklärte Rudolf Kraft , Finanzvorstand von Zürich Kosmos zum wiederholten Male. Damit geht die Auseinandersetzung um den Abbruch des Hauses Franz-Josefs-Kai 47 in die nä,chste Runde. Drei Gutachten wurden bereits in Auftrag gegeben, die widersprüchlich waren, sodass nun Zürich Kosmos ein viertes Gutachten (diesmal wieder vom Denkmalamt) vorlag, welches die "techn. Abbruchreife bestätigen soll. Nun ist die Baupolizei am Zug, um alles zu prüfen. Die "Initiative Kai-palast" hat noch für diese Woche eine weitere Stellungnahme angekündigt. (vgl. 2000: 27.09., 05.09., 02.09., 18.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

20.08.2000, KRONE, Wien
Dem alten Kaiser bleibt wieder . . .
WIEN XIII. Dem alten Kaiser bleibt wieder einmal "nichts erspart". Ein Leben lang weigerte er sich, in ein Automobil zu steigen - und jetzt hat ausgerechnet ein großes Automobilunternehmen jene Villa in der Gloriettegasse 9 gekauft, die Franz Joseph dereinst seiner Freundin Katharina Schratt schenkte. Von den ursprünglich geforderten 120 Millionen Schilling (= 8,72 Mio. Euro) konnten nur 30 Millionen (= 2,18 Mio. Euro) erzielt werden. Der neue Eigentümer der Villa, Günter H. Sieber, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Denzel-Gruppe: "Es erscheint mir aus historischen Gründen wichtig, die Villa zu erhalten". Sieber will im Herbst mit seiner Familie in die Schratt-Villa ziehen. (vgl. 30.05.2001, 20.08.2000)

20.08.2000, Krone, Wien
Wo der Kaiser die Schratt besuchte
WIEN XIII. Die Schratt-Villa in der Gloriettegasse 9 wurde 1824 erbaut und ab 1899 bis zu ihrem Tod im Jahr 1940 von der Schauspielerin und Lebensgefährtin Kaiser Franz Josefs bewohnt. Seit 1996 stand das 500m2 große Haus zum Verkauf, Verhandlungsbasis: 120 Mio. Schilling (= 8,72 Mio. Euro), aber es erwies sich als zu teuer. Erst als rund 2000 des 4.700m2 großen Parks abgetrennt und einzeln verkauft wurden, fanden sich Käufer. 1999 gelang die wertvolle Inneneinrichtung der Villa (u.a. Bilder und Originalmöbel der Schratt) im Wiener Dorotheum zur Versteigerung). (vgl. 30.05.2001, 20.08.2000)

18.08.2000, Die PRESSE, Wien I
Bleibt Kai-Palast bestehen? Spannung vor Entscheidung
800 Unterschriften wurden bisher für die Erhaltung des Kai-Palast gesammelt. Jetzt stehen Prominente und Studenten, die für die Rettung des Baujuwels eintreten, kurz vor ihrem Ziel, denn das 3., seitens der Stadt Wien in Auftrag gegebene Gutachten widerspricht dem Gutachten von Zürich Kosmos und hält den Kai-Palast durchaus für sanierbar. (vgl. 2000: 02.09., 31.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

02.08.2000, KURIER, Wien II, XV, XVI, XVIII
Neue "Wohn-Baudenkmäler": Stahlbeton und k.u.k. Ziegel
Alt- u. Neubau zu kombinieren, ist etwa der Bauträger ARWAG intensiv beschäftigt, so z. B. im Wohnpark Fünfhaus in der Giselhergasse und im alten Gebäude der Wiener Molkerei (WIMO) in der Leopoldstädter Molkereistraße. Eindrucksvollstes Beispiel derzeit aber: das Überbauungsprojekt Remise Kreuzgasse in Wien-Währing. Wie reizvoll das architektonische Nebeneinander zweier Epochen sein kann, das zeigt auch der neue Wohnbau in der "Zahnradfabrik" in der Wattgasse in Ottakring.

29.07.2000, Die PRESSE, Wien XI
Wenn der Rand gern Mitte wäre (Spectrum)
Jetzt soll alles anders werden und die Vorstadt soll sich endlich zur Stadt entwickeln. In diesem Sinne ist derzeit der Umbau der vier denkmalgeschützten Gasometer in Simmering im Gange. Von der Authentizität der vier Ziegelbauten bleibt aber so gut wie nichts mehr übrig, und die künftigen Nutzungen weisen nicht den geringsten Bezug zum Ort und seiner ursprünglichen Funktion auf. Kaum ein Geschoß, das mit der Gliederung der Außenhaut korrespondiert, kaum ein Raum, der die ursprüngliche Großzügigkeit im Inneren der Gasometer wiedergibt. Die originalen Fenter der Gasometer gewährten keine ausreichende Belichtung, und so werden die Dachkuppeln künftig verglast oder offen gehalten. Da aber das Licht von oben - bedingt durch die hohe Dichte der Einbauten - vor allem die unteren Stockwerke kaum erreicht, bricht man zusätzliche Fenster in die denkmalgeschützten Fassaden. (vgl. 04.02.1999)

28.07.2000, Die PRESSE, Wien I
Leiser Abschied nach 136 Jahren
Die urprünglich sechs Sandsteinfiguren auf dem Palais Coburg, die sich im Laufe der Geschichte auf vier reduziert haben, werden augenblicklich von der Attika abgenommen und bald durch Kopien ersetzt werden. Die Originale werden nach der Generalsanierung des Palais im Inneren aufgestellt. (vgl.12.05.2001, 23.07.2000 etc.)

28.07.2000, Die PRESSE, Wien I
Innerer Burghof: Schwarz zuamachen oder nobel pflastern?
Der Innere Burghof, wo Bundespräsident Klestil Staatsgäste empfängt, braucht einen neuen Belag. Über die Kosten entstand eine kuriose "Diskussion" mit der Stadt Wien. Die Diskussionsteilnehmer sind die Burghauptmannschaft, als Bauherr, das Bundesdenkmalamt und die für das Stadtbild zuständige Magistratsabteilung 19. Während Bundesdenkmalamt und Burghauptmannschaft Granitplatten präferieren, will der Magistrat gebundenen Kies. Doch auch Pflastersteine sind noch im Gespräch, die wären etwas billiger. (vgl. 29.12.2000)

26.07.2000, Die PRESSE, Wien III, VI, VII, XX
Streit um Hotel auf dem Mariahilfer Flakturm
Nach dem Krieg wurden die sechs Flaktürme beim Arenberg-Park (Wien III), im Augarten (Wien XX), im Esterházypark (Wien VI) und im Hof der Stiftskaserne (Wien VII) belassen. Im heurigen Frühjahr erhielt vorerst nur der Turm im Augarten Denkmalschutz. Trotzdem werden laufend neue Nutzungsmöglichkeiten für die Beton-Kolosse überlegt - vor allem im Esterházypark. Derzeit ist dort ein siebenst&oouml;ckiges Hotel auf dem Flakturm geplant, doch der Widerstand dagegen wächst. Die Kritiker sorgen sich um das Wiener Stadtbild. Morgen soll im Bezirk darüber die Entscheidung fallen. Den Flakturm im Arenbergpark möchte das MAK für zeitgenössische Kunst nützen.

25.07.2000, KRONE, Wien I
Kai-Palast könnte doch gerettet werden: Entscheidung durch "Krieg" der Experten
Das Tauziehen um den Kai-Palast wird zum "Krieg" der Gutachter. Nachdem Sachverständige die Abbruchreife des historisch wertvollen Bauwerks bescheinigt haben, stellt nun ein unabhängiger Experte der TU-Wien fest, dass sich die Sanierung des Hauses durchaus rechnen würde. Darin ist festgehalten, dass bei einer Sanierung mehr als 50 Prozent des Originalbestandes erhalten bleiben. Das ist der springende Punkt: Wenn über die Hälfte der originalen Bausubstanz zu retten ist, gibt es Förderungen des Altstadterhaltungsfonds, womit die Sanierung sich auch für den Eigentümer rechnet. (vgl. 2000: 18.08., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

23.07.2000, KRONE, Wien I
Das “alte” Palais Coburg soll bald in neuem Glanz erstrahlen
Die Umbauarbeiten erweisen sich jedoch als besonders heikel, wegen der darunter verlaufenden Stadtmauer”, weiß Bezirks-Chef Richard Schmitz. (vgl. 2000: 28.07., 24.05.)

20.07.2000, Die PRESSE, Wien I
Palais Rothschild im neuen Gewand
Am 18. Juli wurde das Palais, das im Auftrag einer Bank umgebaut wurde, wiedereröffnet. Die Architekten verstehen ihr Werk als "Dialog von Alt und Neu": Die geschützte Fassade des Bankgebäudes wurde komplett erhalten. Ebenso der historische Rothschildsaal im Inneren. Radikal entkernt und ein kompletter Neubau wurde zwischen dem historischen Bauteil an der Renngasse und dem Trakt mit Blick auf die Schottenkirche errichtet.

19.07.2000, Die PRESSE, Wien I, III
Wien droht Wien-Mitte (LEITARTIKEL von HANS HAIDER)
"Das Bahnhofsprojekt Wien-Mitte wird das Hilton-Hotel daneben zur Zwergenburg degradieren und hinter dem Ostbogen der Ringstraße die zum weltberühmten Ensemble gehörenden Seh-Linien zerstören. [...] Die übelste Wirkung von Wien-Mitte teilen sich die Bezirke drei, eins, zwei - und die Fernschauer."
ACHTUNG: Die Überparteiliche Stadtbildschutz-Initiative Wien-Mitte würde sich über Ihre Unterstützung zur Verhinderung dieses Baues in diesen Dimensionen sehr freuen!

11.07.2000, Die PRESSE, Wien XIII
Entgültiges Aus für Schönbrunner Bad?
Financier dringend gesucht: Dem 146 Jahre alte Schönbrunner Bad droht das endgültige Aus. Keiner will die Sanierung bezahlen. (vgl. 03.05.2000)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Rettet das Schönbrunner Bad würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen!

N A C H T R Ä G E :
07.07.2000, 2. Parlamentarisch Anfrage zum drohenden Abriss des Kai-Palast, Wien I
06.07.2000, Beantwortung der 1. Parlamentarischen Anfrage zum drohenden Abriss des Kai-Palast, Wien I

06.07.2000, Die PRESSE, Wien VIII
Der Geldadel kommt und geht
Die Immobiliengruppe PAI hat das Palais Auersperg für mehr als 150 Mio. Schilling (= 10,9 Mio. Euro) gekauft. Seit 1989 hat das geschichtsträchtige Palais bereits den vierten Eigentümer.

23.06.2000, Die PRESSE, Wien I
In Kürze
Wiens Innenstadt soll, nach dem Vorbild von Graz und Salzburg, in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen werden.

17.06.2000, Der STANDARD, Wien I
Kaipalast: Weiteres Gutachten
Die Auseinandersetzung um den geplanten Abbruch des Kaipalastes (Franz-Josefs-Kai 47) ist prolongiert. Die studentische "Initiative Kaipalast", die sich für den Erhalt des historischen Stahlbetonbaus aus dem Jahr 1911 einsetzt, sieht sich durch das neu vorliegende dritte Gutachten in ihren Bemühungen bestätigt. Dieses dritte Gutachten wurde von der MA 19 (Stadterhaltung und Schutzzonen) in Auftrag gegeben und von Uni.-Prof. Kollegger der TU-Wien erstellt. Rudolf Kraft, Vorstandsdirektor der Zürich-Kosmos-Versicherung, kann darin jedoch keinen vernünftigen Sanierungsvorschlag erkennen. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!
H I N W E I S : Die Zeitschrift "Steine Sprechen", Nr. 118 (Juni 2000), die ganz im Zeichen des Kai-Palastes steht, ist soeben erschienen (zu Beziehen über Österr. Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege)

30.05.2000, Die PRESSE, Wien I
Stopp für Bau um 245 Mio. Schilling
Der klassizistische Bau in der Wallnerstrasse 6, das ehem. Palais Pallfy, wird nun doch nicht zum Bundespressezentrum umgebaut. Der Sparkurs der Bundesregierung zwang nun zu einem sofortigen Baustopp des 245 Mio. Schilling Projektes (= 18 Mio. Euro). Was nun mit dem Gebäude geschehen soll, steht noch nicht fest. Eine Variante: Die BIG verkauft das Gebäude.

27.05.2000, Die PRESSE, Wien I, III, V
Preisgekröntes Palais
Den Stadterneuerungspreis, gestiftet von den Wiener Baumeistern, bekam heuer die Erneuerung des Palais Herberstein am Michaelerplatz durch die RZB (nachdem das Palais innen "entkernt" wurde, da es nicht unter Denkmalschutz stand). Weitere Preise: Hegergass 18, Kübeckgasse 4 (beide Wien III), und das "Palais" Siebenbrunn (ehemals Arbeitsamt) in Margareten (Wien V).

25.05.2000, Die PRESSE, Wien III
Restaurierung von wertvollen Kuppelmalereien
Die barocken Kuppelmalereien (1717/28) der Salesianerinnenkirche am Rennweg soll nun restauriert werden.

24.05.2000, Die PRESSE, Wien I
Beginn der Generalsanierung des Palais Coburg
Gestern fiel der Startschuss für die Revitalisierung des Palais Coburg. Das 500 Mio. Schilling (36,5 Mio. Euro) Projekt der Peter-Pühringer-Privatstiftung sieht vor, einen Konzertsaal , Wohnungen und Büros in dem spätklassizistischen Prachtbau zu errichten. In die hohe Mauer der ehemaligen Burgbastei sol ein Portal gebrochen werden, um von der Coburg-Bastei in die Seilerstätte gelangen zu können. (vgl. 2000: 28.07., 20.07.)

A K T U A L I S I E R T :
Die homepage der Überparteiliche Stadtbildschutz-Initiative Wien-Mitte zum Thema Hochhäuser in Wien-Mitte

18.05.2000, Die PRESSE, Wien VIII
"Da wurde wem die Rutsche gelegt"
Die seit 2 Jahren andauernden Protestaktionen gegen den geplanten Neubau in einem Hof des Biedermeierviertels in der Josefstadt kommen nicht zur Ruhe: Jetzt wollen die Gegner am kommenden Donnerstag geschlossen in die Sprechstunde von Bezirksvorsteherin Margit Kostal (VP) marschieren, um gegen den Neubau zu protestieren. Bereits Mitte Juni soll die Bauoberbehörde über den Einspruch gegen die Baubewilligung entscheiden. Anrainerin Margarete Frisch kritisiert, dass das Projekt offenbar politischen Rückenwind hat, da der Bau bei der Behörde unter "öffentlichen Interesse" geführt wird: "Da wurde jemandem politisch die Rutsche gelegt". (vgl. 2000: 05./03.05., 29.03.; 1999: xx.08., 13.02., 01.02., 09.01.)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Josefstadt würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen !

N E U E     L I N K S
Parlamentarische Anfrage zum geplanten Abbruch des Kaipalast/Wien (vgl. INITIATIVE KAIPALAST)
Bürgerinitiative Rettet das Schönbrunner Bad (vgl. 03.05.2000)

11.05.2000, KURIER / Die PRESSE, Wien I
Sensationsfund bei Grabungen unter dem Wiener Stephansdom / “Wiens Geschichte muß neu geschrieben werden”
Ein bedeutendes Grab und Mauerreste aus dem 8. bis 10. Jahrhundert kamen bei archäologischen Grabungen im Stephansdom zum Vorschein. Dies belegt, dass der Dom weit älter ist als angenommen. (Näheres siehe unter Bundesdenkmalamt - Aktuell)

10.05.2000, KURIER, Wien XIII
Jugendstil-Juwel wird originalgetreu renoviert
Die Jugendstilvilla in der Hietzinger Auhofstraße 15, die sogenannte Richard-Wustl-Villa, wurde im Auftrag des gleichnamigen Großindustriellen 1912 vom Architekten Robert Örley erbaut. Später wurde die Villa in 14 große Wohnungen unterteilt. Seit dem Vorjahr wird die Villa vom Bundesdenkmalamt und der Stadt Wien mit großem Aufwand originalgetreu bis ins letzte Detail renoviert. Im Spätsommer dieses Jahres soll die Restaurierung abgeschlossen sein.

05/03.05.2000, KRONE / Die PRESSE, Wien VIII
Josefstädter auf den Barrikaden!
Mit einer Menschenkette demonstrierten letzten Mittwoch (3.5.) die Josefstädter gegen die Zerstörung des denkmalsgeschützten Biedermeierensembles in der Josefstädterstr. / Ecke Lange Gasse. In einem Innenhof der einstöckigen Häuser soll ein 5geschossiges "Betonmonster" errichtet werden. Gegen die Baubewilligung läuft ein Berufungsverfahren.(vgl. 2000: 18.05., 29.03.; 1999: xx.08., 13.02., 01.02., 09.01.)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Josefstadt würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen !

03.05.2000, Die PRESSE, Wien XIII
Denkmalschutz für Schönbrunner Bad
Ein Abriß des seit 1854 bestehenden und jetzt geschlossenen Bades bedürfte einer Zustimmung des Denkmalamtes, da alle Bauten im öffentlichen Eigentum ex lege unter Denkmalschutz stehen. Der Bezirksvorsteher von Hietzing, Heinz Gerstbach (VP) hat das Denkmalamt aufgefordert, die Schutzwürdigkeit zu prüfen. Seiner Meinung nach ist das Bad historisch wertvoll und unbedingt erhaltenswert. (vgl. Dehio-Wien, 1996, S.212) (vgl. 11.07.2000)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Rettet das Schönbrunner Bad würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen!

26.04.2000, KRONE, Wien XIV
Alte Andreas-Kirche gefunden!
In der Bergmillergasse 1-3 stieß man auf die Reste der alten Hüttledorfer Pfarrkirche und des dazugehörigen Friedhofs. Die alte Kirche, erstmals 1330 erwähnt, wurde 1881/2 geschleift. Sobald die Archäologen mit ihren Ausgrabungen fertig sind, wird eine Tiefgarage ausgehoben.

21.04.2000, Die PRESSE / KRONE , Wien XIV
Otto Wagners Jugendstiljuwel wird renoviert / Jugendstiljuwel schon bald im neuen Glanz!
Für das 100 Jahr Jubiläum der Kirche am Steinhof (ein Höhepunkt der Wiener Architektur um die Jahrhundertwende) wird das Baujuwel um 164 Schilling restauriert. Dabei soll auch die weithin sichtbare Kuppel wieder ihre urprüngliche Vergoldung erhalten. Im Frühjahr 2001 sollen die Bauarbeiten beginnen. (vgl. 20.01.2000)

14.04.2000, KRONE, Wien I
Doch noch neue Chance für den Wiener Kai-Palast
Mit einem neuen Gutachten der Technischen Universität Wien liegt erstmals auch ein konkreter Sanierungsvorschlag auf dem Tisch. Dieses Gutachten ließ Planungsstadtrat Görg in Auftrag geben, nachdem eine Bürgerinitiatve gegen den Abriß des historischen Gebäudes protestiert hat. Und die Sanierungschancen sind - nach diesem neuen Gutachten - durchaus positiv. Die entgültige Entscheidung soll in etwa drei Wochen fallen. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

14.04.2000, Die PRESSE / KURIER / KRONE, Wien I
Vorgängerbau unter dem Steffl entdeckt / Archäologische Sensation im Wiener Stephansdom / "Ur-Stephansdom" gefunden!
Unter dem Boden des östlichen Querschiffs wurden von Archäologen Reste der Langhausmauer des romanischen Vorgängerbaus entdeckt. Der Fund gilt als sensationell, denn bisher wurde das Jahr 1136 als Baubeginn der ersten Stephanskirche angenommen. (Näheres siehe unter Bundesdenkmalamt - Aktuell)

12.04.2000, Die PRESSE / KURIER, Wien XVIII
Denkmalamt gegen Garage / Grüne gegen Garagenbau in Währing
Das Bundesdenkmalamt äußert große Bedenken über die geplante Tiefgarage unter dem Schubertpark. "Der Einbau einer Tiefgarage auf diesem für die Kultur- und Musikwelt so geschichtsträchtigen Boden erscheint aus ethischer Sicht schwer vorstellbar." Vor allem, da bei den Bauarbeiten noch mit Skelettfunden aus Gräbern eines alten Friedhofs gerechnet werden muß. Auch der “Wiener Fachbeirat für Stadtplanung will nun “eingehend prüfen” ob das bauliche Konzept der historischen Gedenkstätte durch die Tiefgarage gestört werden würde. Noch lauft die Einspruchsfrist zu einer Änderung der Flächenwidmung.

12.04.2000, Die PRESSE, Wien XIX
Stadtbahnbögen: Ein Fall für die Juristen
Da die Kompetenzstruktur sehr kompliziert ist, werden nun die Juristen zu Rate gezogen. Denn die Bögen stehen unter Denkmalschutz, sie stehen im Eigentum der Wiener Linien, die Österreichischen Bundesbahnen sind Eigentümer des Grundstücks. Weiters wurde ein Architekt beauftragt, die Baufälligkeit der Bögen zu prüfen und die etwaigen Renovierungskosten abzuschätzen. (vgl. 2000: 17.03., 09.03. 03.03., 02.03., 29.02.; 30.08.1999)

29.03.2000, KURIER / Die GANZE WOCHE / Die KRONE, Wien VIII
Lange Gasse: Von Höfen, Grünoasen und Neubauten / Ein Fux für das Biedermeier / Biedermeier-Häuser
Margarete Frisch kämpft gemeinsam mit ihrem Mann Herwig und der Nachbarin Edith Heller gegen ein geplantes Bauprojekt in der Josefstädter Straße / Ecke Lange Gasse, das eines der letzten Wiener Biedermeierensembles zerstören würde. Dazu gründeten sie eigens eine Bürgerinitiative. Fr. Frisch ärgert sich, dass sie Unsummen für Rechtsanwälte ausgeben muß, nur damit bestehende Gesetze eingehalten werden. Durch einen Planungstrick (2 Bauvorhaben) wurden die Bestimmungen über Freiflächen für Neubauten umgangen. Außerdem wird das Bauvorhaben mit der Begründung des öffentlichen Interesses angegeben, wobei jedoch das Sozialministerium gegenteiliges erklärte, entrüstet sich Fr. Frisch über die vielen aufklärungsbedürftigen Ungereimtheiten. Unterstützung erhält die Bürgerinitiative von Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux. Man solle doch nicht auch die letzten Reste des alten Wiens zerstören. (vgl. 2000: 18.05., 05./03.05.; 1999: xx.08., 13.02., 01.02., 09.01.)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Josefstadt würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen !

29.03.2000, Die PRESSE, Wien IX
Hotel-Ausbau sorgt für Wirbel am Alsergrund
In historischem Ambiente, nämlich direkt neben der Strudelhofstiege, wird derzeit das Hotel "Strudelhof" ausgebaut und damit um drei Geschosse erhöht. Dieser Ausbau wird vom Alserbacher Grün-Bezirksrat Michael Landesmann kritisiert, er spricht von einem "Widmungstrick".

17.03.2000, Die KRONE, Wien XIX
"Schenkt die Bögen her!"
Jetzt hat der Bezirksvorsteher von Döbling, Adolf Tiller, eine neuen Vorschlag, wie man die alten Stadtbahnbögen retten könnte. Man solle die Bögen doch einfach den dortigen Unternehmen schenken. Die sollen dann für den Erhalt und Sanierung aufkommen, und man würde sich die hohen Abbruchkosten sparen. (vgl. 2000: 12.04., 09.03. 03.03., 02.03., 29.02.; 30.08.1999)

14.03.2000, Die Presse, Wien I
Verlorenes Jugendstil-Juwel
Nahezu unbemerkt ragen zwei grüne Säulen auf einer Verkehrsinsel am Schwarzenbergplatz in den Himmel. Einst markierten sie den Eingang zu einer öffentlichen Toilette. Schöne Dekor- und Fußbodenfliesen zierten das elegante, 1909 errichtete WC. Seit 1969 ist es geschlossen, nun soll es zugeschüttet werden. Einige Denkmalschützer und auch der Altstadterhaltungsfond versuchen jetzt zu retten, was noch zu retten ist. Zwar prüfte das Denkmalamt eine Unterschutzstellung, doch das sei aufgrund des schlechen Zustandes nicht sinnvoll. Monika Kepplinger vom Wiener Altstadterhaltungsfond will zumindest die Fliesen retten. Noch ist nichts entschieden, doch eine Rettung scheint unwahrscheinlich.

13.03.2000, KRONE, Wien I
Der Kai-Palast könnte wie die Malerakademie gerettet werden
"Der Kai-Palast darf nicht abgerissen werden!" Darüber ist man in der Initiative um Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux einig. Und hofft auf Wiens Denkmalschützer, denn die haben schon einmal einen dieser frühen Stahlbetonbauten gerettet - die Grinzinger "Malerakademie" in der Himmelstraße 30, die geschleift werden sollte. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

09.03.2000, Der Standard / Die PRESSE / KURIER, Wien XIX
Stadtbahnbögen werden doch noch gebraucht / Firmen brauchen Stadtbahnbögen / Abriss-Streit gefährdet Jobs
Die ÖBB wollen die stillgelegte, 1,8 km lange Stadtbahntrasse von Otto Wagner zwischen Nußdorfer Straße und Heiligenstadt abreissen, und das Areal verkaufen, um Geld für ihr Investitionsprogramm zu bekommen. Die in den Stadtbahnbögen befindlichen Betrieben wehren sich gegen eine Absiedlung, die mit einem Abriss verbunden wäre. Auch der Döblinger Wirtschaftsbund unterstützt deren Anliegen. Nun will der Döblinger Bezirksvorsteher Adolf Tiller vermitteln. (vgl. 2000: 12.04., 17.03., 03.03., 02.03., 29.02.; 30.08.1999)

07.03.2000, KRONE, Wien I
Jetzt droht ein "Krieg" der Gutachter: Kai-Palast-Streit geht in die nächste Runde
Nachdem schon zwei Gutachten über den Kaipalast vorliegen, will Planungsstadtrat Görg zuerst noch ein spezielles Gutachten sehen, das auch die Sanierungsmöglichkeiten prüft. Vorher soll keine Entscheidung getroffen werden. Doch Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux kritisiert scharf, dass bis jetzt noch immer kein Auftrag für ein Gutachten erteilt worden ist. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

03.03.2000, KRONE, Wien XIX
Hitzige Debatte über Abriss der alten Stadtbahnbögen
Während die Freiheitlichen das Baujuwel Otto Wagners in ein Künstlerquartier umwandlen wollen, macht sich die Volkspartei Gedanken über die dort ansässigen Betriebe, denn für sie könnte eine Absiedlung nötig werden. (vgl. 2000: 12.04., 17.03., 09.03., 02.03., 29.02.; 30.08.1999)

02.03.2000, Die PRESSE, Wien XIX
"Stadtbahnbögen retten"
Ein Ideenwettbewerb soll die Stadtbahnbögen zwischen Spittelau und Heiligenstadt vor dem Abriss bewahren, fordert Michaela Hack, Planungssprecherin vom LIF. Denn die Bögen seien - laut Hack - ein "unverzichtbares Element in der Stadtgestaltung". (vgl. 2000: 12.04., 17.03., 09.03., 03.03., 29.02.; 30.08.1999)

01.03.2000, Die PRESSE, Wien VII
Neuer Platz vor Museumsquartier
Mit der Errichtung des Museumsquartiers soll auch der Platz davor neu gestaltet werden. Doch obwohl die Planungen schon abgeschlossen sind, wird um die Erhaltung der Bäume nahe der Mariahilferstraße gestritten. Nach Meinung des planenden Architekten Ortner wie auch nach Meinung von Denkmalschützern, sollen sie fallen. Doch die Bezirksvertretung will die Bäume auf jeden Fall bewahrt wissen.

29.02.2000, KURIER / KRONE / Die PRESSE, Wien XIX
FPÖ will Stadtbahnbögen vor dem Bagger retten / Ein Hauch von Montmartre weht in Wiens alten Stadtbahnbögen / Kunstquartier Heiligenstadt
Nach Stilllegung der U6-Strecke zwischen Nußdorferstraße und Heiligenstadt stehen die 63 Stadtbahnbögen fast ungenutzt herum. Die Stadtverwaltung überlegt die Bögen überhaupt abzureißen. Hilmar Kabas von der FPÖ fordert jedoch ihre Revitalisierung. Nach seinen Vorstellungen soll sich dort ein modernes Künstler-Viertel etablieren. Planungsstadtrat Bernhard Görg kann sich grundsätzlich eine Erhaltung vorstellen, nur sei die Finanzierung ungeklärt. Auch das LIF spricht sich für die Erhaltung aus. (vgl. 2000: 12.04., 17.03., 09.03., 03.03., 02.03.; 30.08.1999)

20.02.2000, KURIER, Wien XVI
Alte Waffelfabrik wird saniert und in Neubau integriert
Seit 7. Februar wird in der Redtenbachergasse 57 in Ottakring eine Wohnanlage auf dem Gelände einer alten Waffelfabrik gebaut. Das Betriebsgebäude, ein massiver Ziegelbau, wird in den Neubau integriert. Die Fabrik wurde um 1900 erbaut.

19.02.2000, Die KRONE, Wien I
"Kai-Palast" könnte doch gerettet werden
Nachdem von Seiten der "Initiative Kaipalast" mit Unterstützung von Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux heftige Proteste gegen den Abbruch stattfanden, einigte man sich bei der gestrigen Bauverhandlung, dass ein weiteres Gutachten bzgl. Sanierungsmöglichkeiten angefordert wird. Vorher darf keine Abbruchbewilligung erfolgen.
(vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

17.02.2000, KRONE / Die PRESSE / Der STANDARD, Wien I
"Wiener Kai-Palast darf nicht sterben!" / Unterschriften für die Rettung des Kai-Palastes / "Kaipalast" soll gerettet werden
Die INITIATIVE KAIPALAST, eine Gruppe von Architektur- und Kunstgeschichtestudenten, fordert den Erhalt des historisch wertvollen Kaipalastes und sammelt dafür schon Unterschriften. Unterstützt wird die Initiative von Schauspieler und Altstadtschützer Herbert Fux. Denn eine "Unsanierbarkeit" gibt es nicht, meint der Sprecher der Initiative, Markus Landerer. Gefordert wird die Offenlegung aller Gutachten und Erstellung eines Sanierungskonzeptes. Die Entscheidung über den Abbruch soll am Freitag (18.02.) fallen. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

15.02.2000, Die PRESSE, Wien I
Schandfleck der City wird beseitigt
Der Häuserblock am Opernring beim Robert-Stolz-Platz (Opernring 13) soll nun endlich saniert werden. Voraussetzung für die Renovierung ist aber, dass der Eigentümer, der Garagenkönig Johann Breiteneder, unter dem Robert-Stolz-Platz eine Tiefgarage bauen darf.

05.02.2000, KURIER / Wirtschaftsblatt, Wien I
Historisches Gebäude weicht modernen Bürobau / Haus am Kai wird abgerissen
Der sogenannte "Kaipalast" (Franz-Josefs-Kai 47), einer der ersten Wiener Stahlbetonbauten aus dem Jahr 1911, muss aufgrund irreparabler statischen Schäden abgerissen werden. Nach Einlangen der Abbruchbewilligung will der Eigentümer, die Zürich-Kosmos-Versicherung, einen eingeschränkter Architektenwettbewerb ausschreiben. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

04.02.2000, Der STANDARD / Die PRESSE / KURIER / KRONE, Wien I
Das Ende eines Palastes / "Das Haus ist am Ende" / Brand-Spätfolgen machen den "Kai-Palast" abbruchreif / Protest gegen den Abbruch
Aufgrund von irreparablen Schäden soll der Kaipalast abgerissen werden. Der Abbruch des Gebäudes mit der historischen Fassade ist jedenfalls umstritten. Letzten Donnerstag (03.02.) konnten sich Journalisten bei einer Pressebegehung von den statischen Schäden des Kaipalastes überzeugen. Peter Kramer, Sachverständiger für Bauwesen meint, "eine wirtschaftliche Sanierung sei nicht mehr möglich". Und auch das Denkmalamt, das eine Unterschutzstellung erwogen hat, hat nun die Abbruchreife bestätigt. Mit der Abbruchbewilligung wird in den nächsten Wochen gerechnet. Allerdings gibt es von Seiten der FPÖ heftigen Widerstand. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

03.02.2000, KURIER, Wien I
Kai-Palast soll Neubau weichen
Altes Bürohaus angeblich “einsturzgefährdet”. Das Gebäude sollte zunächst renoviert werden. Bei einer Begutachtung will nun ein Ziviltechniker “einsturzgefährdete” Zwischendecken festgestellt haben. Daraufhin hat der Eigentümer Zürich Kosmos um eine Abbruchbewilligung angesucht. Im Bezirk ist der geplante Hausabbruch sehr umstritten. Deshalb war letzten Mittwoch (02.02.) auch der Bauausschuss der Bezirksvertretung und der Bezirksvorsteher bei einem Lokalaugenschein im Kai-Palast. Jetzt wird auf das Ergebnis gewartet. Ein Neubau am Kai wäre jedenfalls wegen der möglichen Bauhöhe - auch wenn nicht in Ringturmhöhe - überaus gut verwertbar. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

26.01.2000, KURIER, Wien I
”Kai-Palast” abbruchreif?
Bezirksvorsteher Richard Schmitz (ÖVP) lädt kommende Woche zu einer Besichtigung des Kai-Palastes ein. Dort soll nun geklärt werden, ob das Bürogebäude tatsächlich abbruchreif ist, wie vom Eigentümer behauptet. Ein Abbruchansuchen hatte für Aufregung in der Bezirksvertretung gesorgt. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

20.01.2000, KRONE, Wien XIV
Abbruchreifer Jugendstil
Äußerst desolat präsentiert sich eines der wichtigsten Jugendstilbauten Wiens: Die Kirche am Steinhof von Otto Wagner. Niemand wollte bisher für die Restaurierung dieses Architekturjuwels zuständig sein. Nun wurde sie vom Wiener Bürgermeister Häupl zur Chefsache erklärt. Ein Finanzierungsplan wir nun ausgearbeitet. (vgl. 21.04.2000)

18.01.2000, Die PRESSE / KRONE, Wien XXIII
Altes Park-Cafe bald neu / Juwel gerettet
Das desolate Baujuwel Park-Cafe in der Geßlgasse 4 (in Mauer, erbaut 1883/85) wird unter Rücksichtnahme des Denkmalschutzes revitalisiert.

15.01.2000, Der STANDARD / Die PRESSE, Wien IX
Elfenbeinturmhocker im Irrenhaus / Größeres Museum für Geschichte der Medizin
Der Narrenturm und das Josephinum sollen umgestaltet werden. Der denkmalgeschützte Narrenturm im alten AKH (1784 erbaut, das einzige revolutionsklassizistische Architekturbeispiel in Österreich) könnte der Universität zur Verfügung gestellt werden. Ein Adaptierungsentwurf der Architekten Carl Pruscha und Sepp Müller existiert schon: Er sieht in den oberen Stockwerken einen Art Netzwerkknotenpunkt für Wissenschafter und Studenten vor. In den beiden untersten Geschossen soll ein "Museum des Wahnsinns" eingerichtet werden. Das berühmte Pathologisch-Anatomische Museum soll in das Josephinum übersiedeln. Dort soll das schon bestehende Museum der Medizingeschichte beträchtlich erweitert werden.

14/15.01.2000, Die Presse, Wien I
Außenamt vor Umzug in das Alte Landhaus
Seit mehr als 2 Jahren wird über die Neunutzung des denkmalgeschützten Alten Landhauses in der Herrengasse 13 und dessen Nachbarbau (Nr. 11) nachgedacht (auch ein Hotelprojekt war kurz im Gespräch). Nachdem die NÖ Landesregierung ausgezogen ist, scheint nun das Außenministerium als Nachfolger so gut wie fest zu stehen. Die Gebäude müssen dringend saniert werden, wobei die Renovierungs- und Adaptierungskosten auf 300 bis 400 Millionen Schilling geschätzt werden.

01.01.2000, Wien I, II, III, IV, XIII, XVII, XVIII
Historische Gärten in Österreich seit 1. Jänner unter Denkmalschutz
In Wien sind es folgende Gärten: Palais Augarten, Belvedere, Gärten des Hofburgkomplexes (Volksgarten, Burggarten, Heldenplatz, Maria-Theresien-Platz), Neuwaldegg, Pötzleinsdorf, Villa Primavesi, Rathauspark, Schloß Schönbrunn, Palais Schwarzenberg, Stadtpark, Türkenschanzpark

19.11.1999, KRONE, Wien XVIII
Die Bürger wollen keine "Wellblech-Schachtel" im Park
Ein Kunstwerk in Form einer sieben Meter hohen "Wellblech-Schachtel" erzürnt die Bürger in Pötzleinsdorf!. Der begehbare Würfel soll nämlich im Park des Geymüllerschlössels errichtet werden. "Wo bleibt da der Denkmal- und Ensembleschutz?", fragen die Anrainer - und die "Plattform Pötzleinsdorf" sammelt fleißig Unterschriften.

19.11.1999, KURIER, Wien XIII
Denkmalschutz für Lainzer Mauer: Teure Sanierung
Da die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Mauer des Lainzer Tiergartens (erbaut ab 1782 vom "armen Schlucker"), sehr teuer kommt, wird überlegt, ob sie nicht teilweise durch einen Zaun ersetzt werden kann.

16.11.1999, Die PRESSE, Wien XIII
Internationale Hilfe für Klimt-Villa
Ein Projekt zur Rettung der Klimt-Villa in Hietzing startet die < a href="http://www.arch.at">Arch-Foundation (Francesca von Habsburg): Für ein Kulturzentrum in der Villa will die internationale Stiftung Geld und Interessenten auftreiben. (vgl. 2000: 13.12., 02.12., 22/23.10., 22.10., 21.09., 09.09.)
ACHTUNG: Der VEREIN GEDENKSTÄTTE GUSTAV KLIMT bittet um Ihre Unterstützung und Ihre Mitgliedschaft im Verein

02.11.1999, Die PRESSE, Wien I
Modegeschäft Ita sperrt zu
Das Modegeschäft Ita an der Ecke Graben/Kohlmarkt sperrt mit Jahresende. Das Problem für den Käufer (Palmers) ist die Inneneinrichtung: sie wird unter Experten als Denkmal des eben angebrochenen Jugendstils hochgeschätzt. Die Einrichtung prägt noch heute - in reduzierter Form - das Geschäft. Man darf gespannt sein, wie sich die Dessous-Kette mit dem Denkmalschutz arrangieren wird.

21.10.1999, KRONE, Wien XVII
Neuwaldegg im Dornröschenschlaf!
Das erst vor wenigen Jahren aufwendig und liebevoll renovierte Schloß Neuwaldegg droht im Dornröschenschlaf zu versinken. Sämtliche Interessenten fü eine Neunutzung sprangen ab, sie ließen sich von den Auflagen des Denkmalschutzes abschrecken.

21.09.1999, Die PRESSE, Wien IV
Nun doch Chance fürs Palais Schönburg
Es ist längst nicht mehr bewohnt, weil die derzeitigen Besitzer aus dem feuchten bröckelnden Gemäuer flüchten mußten: Das Palais Schönburg im 4. Wiener Gemeindebezirk. Als Residenz des Bundespräsidenten ist das Barockjuwel seit Jahrzehnten im Gespräch - nie wurde was daraus . . .

30.08.1999, KRONE, Wien I
Rettet den "Kai-Palast"!
1911 war der "Kaipalast" das modernste Bürohaus in Wien. Er gilt als rares Beispiel eines frühen technischen Baues am Beginn des 20. Jahrhunderts. Nun soll er abgerissen werden. Aber Architektur- und Kunststudenten, die sich in der "Initiative Kaipalast" zusammengefunden haben, setzen sich für den Erhalt des Baues ein, der stilistisch an der Wende vom Jugendstil zur Moderne steht. Auch das Denkmalamt hat sich inzwischen eingeschaltet, und prüft, ob man den Bau nicht speziell unter Schutz stellen kann. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.07., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

30.08.1999, Der STANDARD, Wien XIX
Endstation: Otto-Wagner-Bau abreißen
Seit mehr als 3 Jahren wird die Teilstrecke von Spittelau nach Heiligenstadt von der U6 nicht mehr genützt. Die Wiener Linien erwägen nun den Abriss der unter Denkmalschutz stehenden, 1858 Meter langen Otto-Wagner-Bahntrasse. Eine Studie soll nun die Nachnutzung klären. Bruno Maldoner vom Bundesdenkmalamt plädiert für den Erhalt, denn die Stadtbahnbögen sind ein “kulturhistorisch wesentlicher Bestandteil der Eisenbahnbauten in Österreich”. (vgl. 2000: 12.04., 17.03., 09.03., 03.03., 02.03., 29.02.)

xx.08.1999, KRONE, Wien VIII
Josefstädter Baujuwel in Gefahr
Seit Monaten kämpfen die Bewohner eines Biedermeier-Hauses in der Josefstädter Straße 15 (= Lange Gasse 33) gegen ein Bauvorhaben. Obwohl das Häuserensemble denkmalgeschützt ist, darf ein 15 Meter hoher Neubau dazwischengesetzt werden. (vgl. 2000: 18.05., 05./03.05., 29.03.; 1999: 13.02., 01.02., 09.01.)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Josefstadt würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen !

09.08.1999, KRONE, Wien XIX
Verkehrsschule auf der Hohen Warte?
Das verfallene Haus, dessen Fassade unter Denkmalschutz steht, wurde aus Sicherheitsgründen geschleift. Jetzt soll Grün die Fläche rund um die Präsidentenvilla vergrößern. Doch würden zahlreiche Eltern im Bezirk auch einen Verkehrskindergarten begrüßen.
(Vgl. 29.05.)

31.07.1999, Die PRESSE, Wien XVI
Neue Kreativität in einer alten Fabrik
In Ottakring (Hasnerstraße) wird die denkmalgeschützte Brotfabrik des 1. Wiener Konsumvereins revitalisiert. Beginn der Arbeiten ist dieser Tage, die Fertigstellung ist für den Herbst 2000 vorgesehen.

30.07.1999, Der STANDARD, Wien I
Einer der ersten Wiener Eisenbetonbauten aus der Moderne vor dem Abriß
Der "Kaipalast" am Franz-Josefs-Kai 47 in der Wiener Innenstadt, war einer der ersten Eisenbetonbauten um die Jahrhundertwende. Nun soll er abgerissen werden, obwohl er in der Schutzzone liegt. Kunst und Technikstudenten, die sich zur "Initiative Kaipalast" zusammengeschlossen haben, setzen sich für den Erhalt des Baues ein. Auch die Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege bezeichnet den Bau als "eindrucksvoll und erhaltenswert". Nun will auch das Denkmalamt prüfen, ob man den Palast nicht speziell unter Schutz stellen kann. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 18.06., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

09.07.1999, Die PRESSE, Wien VIII
"Trostpflaster" für Josefsgasse
Das Kopfsteinpflaster in der Josefsgasse wird gegen lärmärmeren Asphalt ausgetauscht. Viele Anrainer beklagen, daß dadurch der Charakter des alten Gäßchen total verändert wird.

18.06.1999, Die PRESSE, Wien I
Kein Hochhaus am Kai
Der Kaipalast, der abgerissen werden soll, darf nicht durch ein Hochhaus ersetzt werden. Das wurde von der Politik und der Stadtplanung beschlossen. Der Eigentümer, die Zürich-Kosmos-Versicherung, will aber auf jeden Fall das Haus abreissen, da schwere Gebäudeschäden festgestellt wurden und eine Sanierung wirtschaftlich nicht tragbar sei. Um die Abbruchbewilligung wurde bereits angesucht. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 17.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

17.06.1999, Die PRESSE, Wien I
Hausabbruch am Kai
Der sogenannte "Kaipalast" im 1. Bezirk, Franz-Josefs-Kai 47 soll abgerissen werden. Der Eigentümer, die Zürich-Kosmos-Versicherung, will aufgrund der hohen Sanierungskosten einen Neubau errichten. Die FPÖ kritisiert die Unvereinbarkeit des mit dem Abriß beauftragten Architekten, da er auch Bezirksrat und stv. Vorsitzender im Bauausschuß ist. (vgl. 2000: 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06.)
ACHTUNG: Die INITIATIVE KAIPALAST bittet auch um Ihre Unterstützung!

29.05.1999, KRONE, Wien XIX
Alarmstufe rot bei der Bundespräsidenten-Villa auf der Hohen Warte.
Neben der Bundespräsidenten-Villa verwahrlost ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude (Bundesbesitz). Da es aber auch ein Sicherheitsrisiko darstellt, hat man sich für den Abbruch und Einverleibung des Grundstücks in das Areal der Präsidenten-Villa entschieden. (Vgl. 09.08.)

16.03.1999, KURIER, Wien XIX
Droht einem heimlichen Wahrzeichen Döblings die Verschandelung?
Diese Befürchtung hegen jedenfalls Anrainer des unter Denkmalschutz stehenden Stiftes Schotten in Nußdorf. Die Befürchtung: Stift und Garten, einst Heurigenort und nun in Privatbesitz könnten verbaut und zum Spekulationsobjekt werden. Eine Flächenumwidmung ist nämlich in Planung.

13.02.1999, KRONE, Wien VIII
Biedermeier-Innenhöfe könnten doch gerettet werden
Nach dem heftigen Streit um den Neubau eines 5geschossigen Wohnblocks innerhalb des einstöckigen Biedermeier-Ensembles schaltet sich nun die oberste Baubehörde ein. Sie hat nun versprochen, die Angelegenheit nochmals zu überprüfen. Die Zeit wird jetzt allerdings knapp, denn schon bald sollen die Flächenwidmunsgpläne neu überarbeitet werden. (vgl. 2000: 18.05., 05./03.05., 29.03.; 1999: xx.08., 01.02., 09.01.)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Josefstadt würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen !

04.02.1999, Die PRESSE, Wien XI
Startschuß für Revitalisierung. Die Gasometer werden umgebaut
Neues Outfit für 100 Jahre alte Industriedenkmäler. Die vier Gasometer in Simmering werden bis 2001 revitalisiert. Mit einer Gesamtinvestitionssumme von 2,4 Milliarden Schilling handelt es sich dabei um das größte Wohnbauprojekt Wiens. (vgl. 29.07.2000)

01.02.1999, tägl. Alles, Wien VIII
"Sie wollen Oskar Werners Wirt´n abreißen"
Ein Teil des denkmalgeschützten Ensembles, indem sich das Stammlokal ("Zur goldenen Schale") des unvergeßlichen Oskar Werner befand, soll abgerissen werden, um Platz für eine Zufahrt zu einer Tiefgarage zu schaffen. Bürger protestieren dagegen. (vgl. 2000: 18.05., 05./03.05., 29.03.; 1999: xx.08., 13.02., 09.01.)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Josefstadt würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen !

16.01.1999, KURIER, Wien IV
Neubau baut auf "alten" Charme
Eine außergewöhnliche Sanierung, in der eine einzigartige Verbindung von alt und neu angestrebt wurde, steht in der Viktorgasse 3 in Wieden. Auf ein 2geschoßiges Biedermeierhaus wurden 4 neue Geschosse gesetzt (Architekt Roland Rainer). Trotz großer statischer Probleme, die bei solchen Vorhaben üblich sind, konnten die alten Gewölbe erhalten werden. Derartige Sanierungsmodelle sollen in Wien zukünftig stärker forciert werden.

09.01.1999, Die PRESSE, Wien VIII
Ein "Klein-Alterlaa" in Josefstädter Innenhof ?
Im achten Bezirk laufen die Anrainer gegen das Bauvorhaben auf dem Grundstück Lange Gasse 31/33 Sturm. Konkret geplant ist einerseits die Revitalisierung des Hauses Ecke Josefstädter Straße (Lange Gasse 33), andererseits die Errichtung eines Wohnhauses im Innenhof Lange Gasse 31. Vor allem der Neubau ist höchst umstritten. (vgl. 2000: 18.05., 05./03.05., 29.03.; 1999: xx.08., 13.02., 01.02.)
ACHTUNG: Die Bürgerinitiative Josefstadt würde sich über Ihre Unterstützung sehr freuen !

 
 
 
 

INITIATIVE KAIPALAST
(unabhängige und überparteiliche Initiative zur Rettung des Kaipalastes, Franz-Josefs-Kai 47, 1010 Wien)
(vgl. 2000: 15.12., 13.12., 17.11., 11.10., 27.09., 05.09., 02.09., 31.08., 18.08., 01.08., 25.07., 17.06., 14.04., 13.03., 07.03., 19.02., 17.02., 05.02., 04.02., 03.02., 26.01.; 1999: 30.08., 30.07., 18.06., 17.06.)
        p.A. Markus Landerer
        Kundmanngasse 33/7
        1030 Wien
        Tel.: 01 / 715 52 23 (oder 0699 / 102 44 216)
        email: kaipalast@gmx.at
ACHTUNG: Aktuelle Entwicklung siehe unter
http://www.nda.at/kaipalast
Bitte helfen Sie und treten Sie mittels email für den Erhalt des Kaipalastes, der in der Schutzzone liegt, ein!
Oder noch besser: Fordern Sie von uns Unterschriftenlisten an, die Sie dann weiterverteilen !
Am allerbesten: Sie arbeiten aktiv bei uns mit
Mehrere prominente Architekten und Architekturhistoriker sprechen sich ebenso für den Erhalt aus !!!
Bereits 5 namhafte Univ.-Prof. des Instituts für Kunstgeschichte in Wien haben für den Erhalt unterschrieben. Ebenso werden die Bemühungen der "Initiative Kaipalast" von der "Österr. Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege" voll unterstützt. Über die Bedeutung des Kaipalastes (erbaut: 1911/12, Architekt: Ignaz Reiser) nachzulesen bei:
- http://www.derstandard.at (im Archiv, Suchbegriff: "Bundesdenkmalamt", Zeitungsbericht vom 30.07.1999)
- Buch: Friedrich Achleitner, "Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert", Band III/1, 1990, S.14 mit Photo(!)
Zitat: ". . . gehört das Haus entwicklungsgeschichtlich zu den interessanten Beispielen der Wiener Architektur nach der Jahrhundertwende."
Presseaussendung vom 15.12.2000 der INITIATIVE KAI-PALAST siehe unter http://www.nda.at/kaipalast
1. Parlamentarische Anfrage (10.05.2000) zum drohenden Abriss des Kai-palast
Beantwortung der 1. Parlamentarischen Anfrage (06.07.2000) zum drohenden Abriss des Kai-Palast
2. Parlamentarisch Anfrage (07.07.2000) zum drohenden Abriss des Kai-Palast
Beantwortung der 2. Parlamentarischen Anfrage (06.09.2000) zum drohenden Abriss des Kai-Palast

Weitere Literatur: NEU: Die gerade neu erschienene Ausgabe der Zeitschrift "Steine Sprechen" (Nr. 118, Juni 2000) steht ganz im Zeichen des Kaipalast
(Zu beziehen über: Österr. Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege)
 
 
 
 
BÜRGERINITIATIVE JOSEFSTADT (vgl. 2000: 18.05., 05./03.05., 29.03.; 1999: xx.08., 13.02., 01.02., 09.01.)
(Zur Bewahrung des Biedermeierensembles in der Josefstädterstraße 15 (Ecke Lange Gasse)
        Edith M. Heller
        Josefstädterstraße 17         1080 Wien
        Tel.: 01 / 971 27 98         email: easypeyotl@hotmail.com

DER BETONKLOTZ IM BIEDERMEIER-ENSEMBLE

In Wien 8, Josefstädterstraße - Langegasse befindet sich ein in Wien sehr selten gewordenes, geschlossen erhaltenes Biedermeier-Ensemble. Die charakteristische Architektur der insgesamt sechs einstöckigen Häuser steht unter Denkmalschutz in einer Schutzzone. Die intime, historische Bauweise zeichnet sich durch nach innen gerichtete Gärten und Höfe aus, die der Außenwelt verborgen sind, jedoch der eigenen Belichtung und Belüftung genügend Freiraum bieten.
        Ein geplanter, fünfgeschoßiger Beton-Wohnblock im Innenhof des Eckhauses setzt sich, abgesehen von der enormen Höhe, völlig über diese Pawlatschen-Architektur hinweg. Die geplante terrassenförmige Reihenhausstruktur öffnet sich, bei 100% Verbauung des Innenhofes, direkt in die Nachbargärten und -höfe, entzieht den Anwohnern auf deren Kosten Licht, Luft und Sichtschutz, und gefährdet den natürlichen Grundwasserspiegel einer der wenigen Grünflächen der Josefstadt.
        Der Neubau beeinträchtigt den harmonischen Altstadtcharakter empfindlich und zerstört die Fassade des zu revitalisierenden, denkmalgeschützten Vierkanters mit einer Garagenein- und ausfahrt durch "Vergrößerung einer vorhandenen Fensteröffnung"(sprich: Teilabbruch). Durch den Neubau ist die alte Bausubstanz wegen zweigeschoßiger, untereinander verbundener, teils mit Schotter aufgefüllter Keller insbesonders durch die Errichtung der Tiefgarage einsturzgefährdet.
        Über den "Betonklotz" und die vielen Ungereimtheiten bei dem Projekt wurde bereits am 18.02.1999 in einer eigenen O R F - Sendung "KONFLIKTE" diskutiert !!!

ACHTUNG: Wenn Sie uns unterstützen wollen, dann kontaktieren Sie uns, wir würden uns sehr freuen !
Einen ausführlichen Bericht über die gesamte Problematik des Bauprojektes finden Sie auch in:
            "Steine sprechen", Nr. 113 (Jg. 38/2, Juli 1999)
            (Zu beziehen über: Österr. Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege)